Moukoko: "Das sind keine Fußballfans"

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(dpa). Der Dortmunder Nachwuchsspieler Youssoufa Moukoko hat die rassistischen Beleidigungen gegen ihn aufs Schärfste verurteilt. Auch wenn ein Derby für Spieler und Fans emotional sei, "sollte der Sport uns verbinden und Spaß machen und keine Grenzen zwischen uns setzen", schrieb das 15-Jährige Nachwuchstalent bei Instagram. Nach seinem dritten Treffer beim 3:2-Sieg von Borussia Dortmund beim FC Schalke 04 in der Nachwuchsbundesliga hatten ihn Zuschauer heftig beleidigt.

Moukoko fand klare Worte. "Das sind keine Fußballfans, sondern Menschen, die Hass verbreiten wollen." Er werde sich vom Hass nicht unterkriegen lassen und weiterhin das tun, was ihm Spaß mache: Fußball spielen und Tore schießen.

Moukoko zählt zum Profi-Kader des BVB und soll nach seinem 16. Geburtstag im November in der Bundesliga debütieren. Beim Erfolg des BVB-Nachwuchs im Derby erzielte er alle drei Treffer der Gäste. "Ich stehe weiterhin mit einem Lachen auf dem Platz, ich mache weiterhin mein Ding, das ist meine Leidenschaft, das ist, was mir Spaß macht, egal, was jemand sagt, das macht mich nur stärker. Ihr könnt mich hassen und beleidigen, aber ihr werdet mich niemals unterkriegen, denn was ich liebe, werde ich immer tun, und das ist Fußball spielen und Tore schießen. Wir sagen NEIN zu Rassismus, es gibt genug Hass in der Welt, lasst uns zusammenhalten. Black lives matter!", schrieb Moukoko.

Der Integrationsbeauftragte des Deutschen Fußball-Bundes, Cacau, hat mit Bestürzung auf die schweren Beleidigungen gegen Moukoko reagiert. "Das geht natürlich gar nicht", sagte Cacau der Deutschen Presse-Agentur am Montag. "Das verurteile ich scharf." Inzwischen teilte der DFB-Kontrollausschuss mit, Ermittlungen aufzunehmen. Es sei "immer traurig, wenn so etwas passiert", sagte Cacau mit Blick auf die Schmähungen gegen Moukoko. "Gefühlt nimmt es auch zu in den letzten Jahren", so der 39-Jährige. "Man darf vor solchen Leuten aber nicht kapitulieren. Wenn möglich, ist es immer besser, denjenigen, der da reingerufen hat, zu identifizieren und aus dem Stadion zu verbannen, statt das Spiel abzubrechen."

Quelle: Gießener Allgemeine

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