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Millionen-Rochade in Wolfsburg

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Max Kruse jagt künftig nicht mehr im Trikot von Union Berlin, sondern in dem des VfL Wolfsburg dem Ball hinterher. © AFP GmbH

Am letzten Tag der Wintertransferperiode herrschte noch reges Treiben in der Fußball-Bundesliga. Alleine der VfL Wolfsburg setzte noch einmal rund 30 Millionen Euro um.

(dpa). Die viel diskutierte Rückkehr von Max Kruse zum VfL Wolfsburg war der Startschuss für einen hektischen Schlussspurt am »Deadline Day«. Die ganz großen Namen und teuren Millionen-Transfers blieben in der Breite zwar aus, dennoch herrschte zwischen Sonntagnachmittag und Montagabend reges Treiben bei vielen Clubs der Fußball-Bundesliga.

Der in die Abstiegszone abgestürzte Champions-League-Teilnehmer Wolfsburg sorgte rund um Ex-Nationalspieler Kruse sogar für eine richtige Rochade im Sturm und bewegte dabei das meiste Geld. Kruse (33) soll fünf Millionen Euro kosten, der dänische Nationalstürmer Jonas Wind (22) vom FC Kopenhagen sogar zwölf. Im Gegenzug brachte der Verkauf von Torjäger Wout Weghorst zum FC Burnley angeblich 14 Millionen ein. Mit dem 29-Jährigen verlieren die Wölfe allerdings den zweitbesten Torjäger ihrer Bundesliga-Geschichte nach Edin Dzeko. In 118 Einsätzen traf er 59-mal. Beim Premier-League-Schlusslicht wurde Weghorst mit großem Tamtam vorgestellt.

Borussia Mönchengladbach erhält für den im Sommer ablösefreien Denis Zakaria von Juventus Turin doch noch ein paar erhoffte Millionen - offenbar zwischen fünf und acht. Juve twitterte am Montagvormittag ganz offensiv zahlreiche Fotos vom Medizincheck des Schweizers, dessen Unterschrift unter einen Vertrag bis 2026 damit Formsache schien. Wenige Stunden später vermeldete die Borussia den Transfer als offiziell. Trotz des viel beachteten Rückzugs von Sportchef Max Eberl wenige Tage zuvor ging der Deal doch noch über die Bühne. Der ehemalige Weltmeister Matthias Ginter bleibt dagegen in Gladbach und wird nun im Sommer ablösefrei zu einem neuen Club wechseln.

Bei Hertha BSC blieb die teilweise erwartete Schluss-Offensive aus. Am Montag machte der trotz Investor-Millionen wieder im Abstiegskampf steckende Hauptstadt-Club mit dem Franzosen Kélian Nsona vom französischen Zweitligisten SM Caen aber immerhin seinen vierten Transfer in diesem Winter fix und erklärte die Bemühungen danach für beendet.

Derweil lieh der 1. FC Köln am Montag den 18 Jahre alten Innenverteidiger Bright Akwo Arrey-Mbi vom FC Bayern aus, der VfB Stuttgart den portugiesischen U21-Nationalstürmer Tiago Tomas (19) von Sporting Lissabon. Union Berlin verpflichtete am Nachmittag Paderborns Sven Michel als Kruse-Ersatz, Arminia Bielefeld den amerikanischen Linksverteidiger George Bello. Von Borussia Dortmund wechselt Mittelfeld-Talent Tobias Raschl (21) zum Schlusslicht Greuther Fürth. Hoffenheim verlieh zudem den Ex-Frankfurter Mijat Gacinovic an Panathinaikos Athen.

Verpflichten dürfen die Clubs ab Montagabend nur noch vereinslose Spieler. Wechseln dürfen ihre Profis dagegen noch in Ligen, in denen das Transferfenster noch geöffnet ist. Dazuzählen unter anderem Österreich (bis 7. Februar), die Türkei (8. Februar), die Schweiz (15. Februar), Russland (22. Februar) und die USA, wo die Saison erst am 26. Februar beginnt und bis April Transfers getätigt werden können.

Die Zweitligisten haben sich indes auf dem Transfermarkt zurückgehalten. Stellvertretend für die insgesamt vorherrschende Zurückhaltung stehen die drei Spitzenclubs. Tabellenführer SV Darmstadt vermeldete in André Leipold von Wacker Burghausen nur einen Zugang, verlassen hat die Lilien dagegen Erich Berko, der nun für den SV Sandhausen aufläuft. Die Verfolger FC St. Pauli und Werder Bremen verzichteten gänzlich auf Verstärkungen. Dagegen dokumentierte der Tabellenvierte FC Schalke 04 seine Ambitionen auf die Rückkehr in die Bundesliga. Mithilfe von Marius Lode (FK Bodø/Glimt), Andreas Vindheim (Sparta Prag) und Dong-gyeong Lee (Ulsan Hyundai/ausgeliehen) soll der Sprung auf einen Aufstiegsplatz gelingen. Der nicht minder ambitionierte Hamburger SV setzt auf den georgischen Leihspieler Giorgi Tschakwetadse von KAA Gent aus Belgien, der das offensive Mittelfeld beleben soll. Der SC Paderborn hat nach dem Verlust von Sven Michel den Schweizer Angreifer Kemal Ademi (26) vom russischen Erstligisten FK Chimki geholt.

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