Mihambo wird gefeiert

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(dpa). Vier Monate nach ihrem Gold-Coup in Doha hat Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo auch beim Berliner Istaf Indoor triumphiert. Mit ihrem 7,07-Meter-Satz im letzten Versuch riss die 26-Jährige von der LG Kurpfalz die 12 500 Leichtathletik-Fans in der Mercedes-Benz-Arena zu Beifallsstürmen hin. Sie überflog die magische Sieben-Meter-Marke in der Halle als weltweit erst 18. Athletin und als dritte deutsche Weitspringerin.

Mihambo hatte am Freitagabend in dem zweistündigen Wettkampf lange mit ihrem Rhythmus zu kämpfen, war aber im letzten Versuch voll da. "Ich wusste, dass ich sieben Meter springen kann und bin froh, dass es letztendlich geklappt hat", sagte die Siegerin, die schon bei der Vorstellung von den Fans in der ausverkauften Arena mit tosendem Beifall begrüßt wurde. Mihambo lag im zweiten Hallenwettkampf der Olympia-Saison 28 Zentimeter vor der zweitplatzierten Nigerianerin Ese Brume (6,79).

Stürmischen Beifall bekam auch die einzige Berliner Siegerin des Abends: Lisa Marie Kwayie triumphierte im 60-Meter-Sprintfinale in 7,25 Sekunden. Hinter der Tschechin Klara Seidlova (7,26 Sekunden) wurde Yasmin Kwadwo (7,32) aus Leverkusen Dritte. Die Langgönserin Lisa Mayer (7,40/Vorlauf) belegte Rang sieben.

Von drei deutschen Sprintern landeten zwei im 60-Meter-Finale auf dem Podest: Der Augsburger Aleksandar Askovic wurde in 6,68 Sekunden Zweiter vor dem zeitgleichen Michael Pohl vom Sprintteam Wetzlar. Der Siegerapplaus gebührte dem gebürtigen Jamaikaner Emre Zafer Barnes (6,60), der für die Türkei startet.

Im Hürdensprint der Frauen war Vorjahressiegerin Pamela Dutkiewicz vom TV Wattenscheid 01 diesmal chancenlos. Die 28 Jahre alte EM-Zweite wurde in 8,18 Sekunden Fünfte und Letzte. Den Sieg im 60-Meter-Finale sicherte sich Tobi Amusan aus Nigeria in 7,89 Sekunden. Ex-Europameisterin Cindy Roleder (SV Halle) musste ihren Start kurz vor dem Finale wegen einer Verletzung absagen.

Quelle: Gießener Allgemeine

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