FSV Mainz 05

Lichte keine Billiglösung

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(dpa). Nach Streik, Streit und Trainerwechsel will Rouven Schröder die turbulentesten Tage der Mainzer Bundesliga-Geschichte hinter sich lassen und den Klub aus der Krise führen. Der 44 Jahre alte Sportvorstand schloss am Dienstag energisch seinen Rücktritt aus, er setzt im kräftezehrenden Kampf gegen den Abstieg und um den internen Vereinsfrieden stattdessen auf einen Trainer-Nobody: Jan-Moritz Lichte ist zwar zunächst nur Interimscoach, könnte aber schon sehr bald mehr werden. »Der Cheftrainer ist der wichtigste Angestellte des Vereins, und da darf die Wirtschaftlichkeit keine Rolle spielen. Hier haben wir uns ganz klar für Jan-Moritz entschieden«, betonte Schröder zum beförderten Assistenten. Von einer Billiglösung in Corona-Zeiten will der Funktionär nichts wissen.

Nach der Posse um den nicht mehr berücksichtigten Stürmer Adam Szalai und der Trennung von Achim Beierlorzer stand in den vergangenen Tagen auch Schröder massiv in den Kritik. Das Thema Szalai hingegen dürfte sich mit der Freistellung Beierlorzers noch lange nicht erledigt haben. Auch unter Lichte soll der 32 Jahre alte Ungar keine Perspektive mehr haben.

Der Streitfall wird am 8. Oktober auch das Arbeitsgericht Mainz beschäftigen. Der in die U23 verbannte Szalai klagt auf eine Rückkehr ins Teamtraining.

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