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Laura Dahlmeier startet nur einmal in Oberhof

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Ausgerechnet bei den ersten Weltcup-Heimrennen des Jahres in Oberhof lässt die beste deutsche Biathletin zwei der drei Rennen aus – auch wenn sie damit wichtige Punkte verschenkt und den Verlust des Gelben Trikots der Weltcup-Gesamtführenden riskiert. »Ich weiß aus den vergangenen Jahren, dass mir so eine Pause guttut und ich mit meinen Kräften haushalten muss, wenn ich gesund durch die Saison kommen will«, sagte die 23-Jährige am Montag.

Nach Rücksprache mit Bundestrainer Gerald Hönig verzichtet die Verfolgungs-Weltmeisterin am Freitag auf den Sprint und kann sich damit auch nicht für die Verfolgung tags darauf qualifizieren. Sie wird damit nur am Sonntag im abschließenden Massenstart dabei sein.

Die Entscheidung seiner Vorzeige-Athletin Dahlmeier trägt Hönig voll mit. »Die ersten drei Weltcups waren für Laura extrem kräftezehrend und wir haben gelernt, dass Laura über den Saisonverlauf gesehen ganz einfach ein paar zusätzliche Pausen benötigt, um bis zum letzten Weltcuprennen Höchstleistungen bringen zu können«, erklärte der 58-Jährige. Dahlmeier, die in diesem Winter bisher drei Rennen gewann und zweimal Zweite wurde, liegt im Gesamtweltcup mit 410 Punkten 98 Zähler vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen. Mit dem Verzicht zeigt Dahlmeier einmal mehr, wie sie tickt: Müssen muss sie gar nichts. Sie hat ihren eigenen Kopf, trifft im Sinne ihrer Ziele vielleicht auch mal unpopuläre Entscheidungen – Fans und Fernsehquote spielen für sie da nicht die Hauptrolle. »Als Führende im Gesamtweltcup ist eine solche Entscheidung sicherlich nicht leicht. Aber Laura und wir sind uns sicher, dass dieser Verzicht eine – wenn man so will – gute Investition für die anstehenden Rennen und die WM ist«, sagte Hönig. Dahlmeiers großes Saisonziel war der erste Gewinn des Gesamtweltcups seit Magdalena Neuner 2012 ohnehin nicht. Ihr Fokus liegt auf der WM im Februar in Hochfilzen. »Dort möchte ich einhundertprozentig fit am Start stehen. Und wenn ich bis dahin meine Form halten oder sogar noch ein wenig verbessern kann, dann sollte das für die Weltcupwertungen auch nicht so schlecht sein«, sagte sie.

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