Köln ist nicht aufzuhalten

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Der 1. FC Köln bleibt in der 2. Liga souverän vorn – auch, weil der Hamburger SV in Bochum mit einem 0:0 zufrieden sein muss. Ingolstadt schafft den Sprung von Platz 18 nicht, Sandhausen gewinnt das Abstiegsduell mit 2:1. Darmstadt kann für eine weitere Saison im Unterhaus planen.

Im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga zieht der 1. FC Köln davon. Der Tabellenführer baute seine Position mit dem 4:0 (2:0)-Sieg gegen Holstein Kiel am Sonntag aus. Dahinter indes wird es wieder enger. Dem Zweiten Hamburger SV (51 Punkte) und dem Dritten Union Berlin (47) sitzt der SC Paderborn (44) als Mannschaft der Stunde im Nacken. Vor dem Pokal-Viertelfinale am Dienstag gegen den HSV setzten die Ostwestfalen mit dem 3:1-Erfolg bei Union Berlin ein Ausrufezeichen. Selbst der FC St. Pauli (44) ist trotz des enttäuschenden 0:0 gegen Duisburg noch in der Verlosung.

Spitzenreiter Köln löste seine Aufgabe gegen Kiel souverän. Nach dem fünften Sieg in Serie hat der FC bei einem Spiel weniger nun schon sieben Punkte Vorsprung auf den Dritten Union. Die Treffer schossen Simon Terodde, Jonas Hector, Jhon Cordoba und Anthony Modeste. Terodde vergab zudem noch einen Foulelfmeter. "Zur Zeit sind wir mit unseren Chancen sehr konsequent. Vier Treffer sind schon eine Hausnummer, das ist nicht selbstverständlich", kommentierte Nationalspieler Hector.

Für Paderborns Trainer Steffen Baumgart war die Partie bei seinem ehemaligen Club Union Berlin nicht alltäglich. "Das ist ein besonderer Tag für mich", sagte der Coach der besten Rückrundenmannschaft der Liga. Für den Tabellenvierten war es die ideale Generalprobe für den Pokal-Hit gegen Hamburg. "Das war eine sehr gute Leistung", befand Paderborns Geschäftsführer Michael Krösche. Die Konkurrenz ist gewarnt, macht sich aber Mut. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Umso mehr es in Richtung Ende geht, desto mehr spitzt sich die Sache auch zu", meinte HSV-Sportvorstand Ralf Becker nach dem 0:0 beim VfL Bochum. Die Mannschaft freut sich jetzt erst mal auf das Pokalduell. "Das ist ein geiles Spiel für beide Vereine", sagte Innenverteidiger Rick van Drongelen. Auch die Berliner werden mit drei Punkten Vorsprung noch nicht nervös. "Wir stehen immer noch gut da. Und jetzt sind unsere Sinne geschärft", meinte Union-Stürmer Sebastian Polter.

Spannend geht es auch im Abstiegskampf zu. Der FC Ingolstadt (19) unterlag im Keller-Duell dem SV Sandhausen (26) in der Nachspielzeit durch einen Treffer von Andrew Wooten mit 1:2. Damit schafften die Gäste den Sprung auf Rang 15. Für Ingolstadt wird es nun immer enger. "Das ist natürlich richtig bitter. Aber wir wollen alles dafür geben, den Klassenverbleib zu schaffen. Es sind noch sieben Spiele", sagte Defensiv-Allrounder Christian Träsch.

Für den MSV Duisburg (22) war der Punktgewinn beim FC St. Pauli zu wenig. Der 1. FC Magdeburg (24) erreichte gegen Heidenheim ebenfalls ein 0:0. Dynamo Dresden als 14. mit 32 Punkten kann sich mit zwei Spielen am nächsten Montag und Donnerstag in Aue und Fürth weiter absetzen. Die Fürther (33) verspielten gegen Bielefeld beim 2:2 eine 2:0-Führung. Fabian Klos traf für die Ostwestfalen zweimal.

Für den dritten Sieg in Folge hat es für Darmstadt 98 nicht gereicht, doch mit dem 1:1 gegen Regensburg waren die Lilien zufrieden. "Mir ist die Art und Weise wichtig, wie wir auftreten – und die hat gestimmt", sagte Trainer Dimitrios Grammozis. Und Innenverteidiger Marcel Franke betonte: "Dieses Spiel kann man sehr positiv sehen und darauf aufbauen." Einziges Manko war die Chancenverwertung. Nach einer kurzen Anlaufphase erspielten sich die Lilien zahlreiche hochkarätige Gelegenheit, am Ende stand es nach Torschüssen 26:12 für die Hausherren. Doch nur Serdar Dursun (55. Minute) brachte den Ball nach einem sehenswerten Spielzug über Tobias Kempe und Marcel Heller am überragenden Regensburger Keeper Philipp Pentke vorbei. Es war Andreas Geipel (69.), der quasi aus dem Nichts den Ausgleich für die Gäste erzielte.

Quelle: Gießener Allgemeine

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