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Klosterhalfen auf und davon

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Mit einem Erfolg bei Sambaklängen und Konfettiregen hat sich Deutschlands Top-Lauftalent Konstanze Klosterhalfen ins neue Jahr verabschiedet. Die 20-Jährige von der LG Bayer Leverkusen gewann am Sonntag den 28. Silvesterlauf von Trier und wiederholte damit ihren Vorjahreserfolg. Auf der Fünf-Kilometer-Strecke durch die Altstadt setzte sie sich souverän in 15:33,2 Minuten durch.

Mit einem Erfolg bei Sambaklängen und Konfettiregen hat sich Deutschlands Top-Lauftalent Konstanze Klosterhalfen ins neue Jahr verabschiedet. Die 20-Jährige von der LG Bayer Leverkusen gewann am Sonntag den 28. Silvesterlauf von Trier und wiederholte damit ihren Vorjahreserfolg. Auf der Fünf-Kilometer-Strecke durch die Altstadt setzte sie sich souverän in 15:33,2 Minuten durch.

Über 10 000 Zuschauer am Straßenrand feierten »Koko« Klosterhalfen, die strahlend durchs Ziel rannte und später sagte: »Ich glaube, es war diesmal noch lauter als letztes Jahr.« Das erwartete Duell mit Gesa Krause fiel allerdings aus: Die Europameisterin und deutsche Rekordhalterin über 3000 Meter Hindernis vom Verein Silvesterlauf Trier kam in 16:39 Minuten nur auf Rang 13. »Ich stehe erst am Anfang meines Trainingsaufbaus. Die ersten drei Kilometer gingen, aber dann wurde es sehr schwer«, sagte die 25-Jährige. Sie bestritt nach einem Höhentrainingslager auf Langlaufskiern im italienischen Livigno ihren ersten Wettkampf des Winters.

Klosterhalfen, die Hallen-Vize-Europameisterin über 1500 Meter und U23-Cross-Europameisterin, bewies hingegen eine starke Frühform. »Am Anfang war es locker. In der vorletzten Runde habe ich dann gedacht: Lauf mal!«, sagte sie. Wie Klosterhalfen hat auch Krause ein großes Ziel vor Augen – die Leichtathletik-EM im August: »Alle Anstrengungen dienen Berlin«, so die Hindernis-Spezialistin, die bei der WM in London durch einen unglücklichen Sturz für Schlagzeilen gesorgt hatte. »Jetzt heißt es noch schuften, schuften, schuften.«

Bei den Männern ließ sich der Marokkaner Zouhair Talbi in Trier als Sieger in 23:09,5 Minuten feiern. Einen Erfolg für einen deutschen Nationalmannschafts-Läufer gab es auch beim 36. Silvesterlauf von Werl nach Soest: Amanal Petros landete einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg über 15 Kilometer in 45:52 Minuten. Der 22 Jahre alte Langstreckler vom SV Brackwede, der mit 16 als Flüchtling aus Eritrea nach Deutschland kam, hatte im vergangenen Jahr mit seinem dritten Platz über 5000 Meter bei der Team-EM für Aufsehen gesorgt.

Bei den Frauen setzte sich in Soest die Mannheimerin Fabienne Amrhein in 53:05 Minuten durch. Die Siegerin von 2015 und 2016, Laura Hottenrott von Eintracht Baunatal, startete diesmal im schwäbischen Bietigheim und gewann dort die 37. Auflage. Für die 11,1 Kilometer benötigte sie 38:26 Minuten und freute sich über einen »perfekten Jahresabschluss«. Bei den Männern kam Simon Boch von der LG Regensburg zum dritten Mal in Serie als Erster ins Ziel (33:11 Minuten). Der deutsche Marathon-Rekordhalter Arne Gabius hatte wegen eines grippalen Infekts abgesagt.

Wie Klosterhalfen in Trier gab auch Hanna Klein beim 32. Silvesterlauf in Backnang ein Signal Richtung EM. Die WM-Elfte über 1500 Meter von der SG Schorndorf siegte auf der zehn Kilometer langen Strecke in 32:28 Minuten und verbesserte ihren Streckenrekord um fast 50 Sekunden. Ihr Trainer Uwe Schneider bescheinigte ihr »die Form ihres Lebens«.

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