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"Entscheidend finde ich, dass sich die Betrüger Hilfe von außen, aus Deutschland, holen mussten, um ihren Betrug durchzuführen. Das ist für mich ein Beweis: Unser Verband arbeitet sauber." (Österreichs Ski-Verbandspräsident Peter Schröcksnagel im Bild-Interview)

Von GW

"Entscheidend finde ich, dass sich die Betrüger Hilfe von außen, aus Deutschland, holen mussten, um ihren Betrug durchzuführen. Das ist für mich ein Beweis: Unser Verband arbeitet sauber." (Österreichs Ski-Verbandspräsident Peter Schröcksnagel im Bild-Interview)

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Wie praktisch war es doch, die Dopingproblematik bei den Russen abzuladen. Über all der kriminellen Energie der russischen Leistungsoptimierer (...) hätten wir beinahe aus den Augen verloren, dass auch andernorts beschissen und gelogen wird, dass sich die Balken biegen. (Andreas Rüttenauer in der taz)

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"Mich wundert eigentlich nur eine Sache." – Welche? – "Dass es immer noch Athleten gibt, die so dumm sind, sich an Wettkampforten erwischen zu lassen. Selbst die Radfahrer-Generation um Jan Ullrich hat diesen Fehler nicht gemacht und ist nach den Etappen in Nachbarorte gefahren, um sich dort in Hotelzimmern die Eigenbluttransfusionen geben zu lassen. (...) Die Gefahr, dort ertappt zu werden, ist gleich null." (Dopingjäger Werner Franke im Welt-Interview)

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"Es war (...) fast ein bisschen tragisch für den Sportler, weil er mit der Infusionsnadel im Arm auf einer billigen Couch saß und gar nicht wusste, was ablief." (Staatsanwalt Kai Gräber in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über einen in flagranti beim Blutdoping Ertappten)

Während die Sportwelt diskutiert hat, ob es richtig ist, russische Athleten zu den Olympischen Spielen zuzulassen, sind verbotene Mittel durch die Adern unzähliger Athleten geflossen. (Rüttenauer/taz)

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"Dass jetzt Athleten vor Ort bei der Ski-WM mit der Nadel im Arm erwischt werden, macht mich fassungslos. Nicht ob der Tatsache. Dass betrogen wird, ist eh klar. Aber ob so viel Dummheit!" (Franke/Welt)

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"Die Plakate und Banner (...) haben den Kern getroffen: ›Bullen raus aus unserem Block.‹ Da merkt man doch, dass hier ein verqueres Selbst- und Rechtsstaatsverständnis zugrunde liegt. (...) Ein Fanblock ist schließlich kein rechtsfreier Raum." (Hessens Innenminister Peter Beuth im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

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Pizarro hat den Fußball vom Ende der neunzigerjahre in die Gegenwart geführt, als edel gealterter Angreifer, der weiterhin Zweikämpfen lieber aus dem Weg geht, dafür aber den Ball in Vollendung streichelt. (...) Hinzu kommt, dass Pizarros Auftritt und seinen Aussagen das Staatstragende, das Bierernste oder übermäßig Verbissene à la Lewandowski fehlt. (Frank Heike in der FAS)

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"In Frankfurt waren vergangene Saison viele ausgeliehene Spieler. Wir leben von unseren Eigengewächsen, wir haben eine andere Philosophie. Wir wollen in Berlin ein Mini-Ajax sein." (Hertha-Trainer Pal Dardai in der taz)

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Nach einem Training (...) lag ein Medizinball auf Strafraumhöhe, und er sagte aus Spaß zu seinen Mitspielern: "Ich mach ihn rein." Wohlgemerkt: ohne dass der Ball den Boden berührt. Seine Mitspieler wetteten dagegen. Günter Delzepich (Anm.: Stürmer u. a. von Alemannia Aachen) hat die Wette verloren. Er hat über das Tor geschossen. (...) Ein bisschen weniger Wucht erhöht die Treffsicherheit. (DFL-Chef Christian Seifert versinnbildlicht in einem Gastbeitrag für die Zeit den aus seiner Sicht verschärften Ton in der Diskussion um die Entwicklung der Bundesliga)

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Wie viel muss man bei Ihnen für einen Anzug ausgeben? – "5000 oder 6000 Pfund. Und man sollte mindestens sieben bis vierzehn Anzüge haben. (...) Außerdem brauchen Sie zwei Blazer, einen elegant, einen fürs Reisen. Und sieben Sakkos. (...) Dazu einen eleganten Mantel und einen Smoking" (Simon Cundey, Londoner Luxus-Schneider, in der Interview-Serie "Reden wir über Geld" in der Süddeutschen Zeitung)

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Die Ratte quiekte eingeschlossen im Loch eines Kanaldeckels. Sie kam nicht heraus und nicht mehr hinunter. Das Quieken, das Todeswispern der Ratte berührte die Seele eines Feuerwehrmanns. Mit sieben Kollegen befreite er die Ratte. Die Geschichte von der Ratte und dem Feuerwehrmann ist für mich genauso romantisch wie die Geschichte von Lady Gaga und Bradley Cooper. (Franz Josef Wagner in der Bild-Zeitung)

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Großflächiger Stromausfall in Berlin Köpenick (...) Handlungsempfehlung: Schalten Sie Rundfunk und Fernsehen ein. (aus Morgenpost.de, gefunden im "Hohlspiegel" des Spiegel) (gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog "Sport, Gott & die Welt" / Mail: gw@anstoss-gw.de)

Quelle: Gießener Allgemeine

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