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"Daten erklären (...) nicht alles. Man darf sie nicht einfach nur ablesen." – Zum Beispiel? – "Einige Spieler kommen auf 12,5 Kilometer im Spiel, aber die letzten Meter, die nötig sind, um den Zweikampf zu führen, laufen sie nicht. Manch einer läuft 12,5 Kilometer nur deshalb, weil er muss. Weil er nämlich zu spät startet und dann hinterherrennt. Ein anderer, der auf nur elf Kilometer kommt, hat vielleicht alles richtig gemacht: rechtzeitig die Wege zugestellt, dass er nicht überspielt werden kann." (Arsenal-Kaderplaner Sven Mislintat, früher BVB, im Zeit-Interview)

Von GW

"Daten erklären (...) nicht alles. Man darf sie nicht einfach nur ablesen." – Zum Beispiel? – "Einige Spieler kommen auf 12,5 Kilometer im Spiel, aber die letzten Meter, die nötig sind, um den Zweikampf zu führen, laufen sie nicht. Manch einer läuft 12,5 Kilometer nur deshalb, weil er muss. Weil er nämlich zu spät startet und dann hinterherrennt. Ein anderer, der auf nur elf Kilometer kommt, hat vielleicht alles richtig gemacht: rechtzeitig die Wege zugestellt, dass er nicht überspielt werden kann." (Arsenal-Kaderplaner Sven Mislintat, früher BVB, im Zeit-Interview)

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Aufgewachsen sind Sie in dem Pariser Vorort Sevran, die Banlieues besitzen keinen guten Ruf. Hatten Sie eine harte Kindheit oder Jugend? – "Das habe ich nie so empfunden. (...) Das Viertel besitzt keinen guten Ruf, die Kriminalitätsrate ist hoch, es sind viele Banditen unterwegs. Aber ich wusste immer, dass ich nicht einer von ihnen werden wollte, sondern Fußballprofi." (Fußballprofi Jean-Philippe Mateta von Mainz 05 im Kicker-Interview)

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"Ich sah ihn, da hatte er noch nicht ein einziges Mal für Stade Rennes in der ersten Mannschaft gespielt. Ich wette, er hätte anschließend nicht sagen können, welchen Fuß er in bestimmten Situationen benutzt hat. Weil er schlicht nicht darüber nachdachte. Ich fühlte: Das ist ein richtig besonderer Spieler." (Mislintat/Zeit über Ousmane Dembélé)

Effenberg ist zuständig für die großen Fische, soll im Becken der Fußball-Vereine neue Kunden angeln. Schon jetzt soll die VR-Bank (...) Atletico Madrid etwa zehn Millionen Euro gepumpt haben, auch der 1. FC Köln zählt offenkundig zu den Kreditnehmern der Bank. Ein Wahnsinn, Freunde der Sonne! (Michael Wittershagen in der Kolumne "Schluss für heute" der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über einen neuen Mitarbeiter der Volks- und Raiffeisenbank Bad Salzungen Schmalkalden)

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Der Preis, den die Klubs für die kurzfristigen Geldspritzen bezahlen, sind neben hohen Bearbeitungsgebühren Zinssätze von bis zu zehn Prozent (...) Großbanken haben seit Ausbruch der Finanzkrise ihr Engagement im Fußball-Business stark zurückgefahren. Ihr Sicherheitsbedürfnis kollidiert vor allem beim Abschluss von Kreditgeschäften mit kurzer Laufzeit mit dem Entscheidungsdruck, unter dem die Klubs stehen. (aus der "Football-Leaks"-Serie im Spiegel)

An einem warmen Sommerabend des vergangenen Jahres (...) betritt Boris Becker den China Klub (...) in Berlin und sagt: "Ich bekomme jetzt einen Termin beim Papst. Und ich kann mir aussuchen, wann." (Marc Hujer im Spiegel)

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Wer ist Ihre Persönlichkeit 2018? – "Jogi Löw. Ein gutes Vorbild für alle Verlierer des Jahres: kurz verdutzt gucken, dann weitermachen und nichts anmerken lassen." (der Kabarettist Dieter Nuhr in der HörZu)

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"Ich werde bald nach Bangui fliegen", sagt Becker im China Klub. Bangui ist die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, für die er jetzt arbeiten will, als "Attaché für Sport, Kultur und humanitäre Angelegenheiten". (Hujer/Spiegel)

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Jetzt machen Sie Video-Kommentare für den Spiegel. – "Ich bin Spiegel-Edellippe – die Edelfedern haben Sie ja schon." (Harald Schmidt im Zeit-Interview, zitiert im Spiegel-"Rückspiegel")

Zu diesem Zeitpunkt wird öffentlich: Sein Diplomatenpass wurde von einem Betrüger beschafft. (Hujer/Spiegel)

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Das bedeutendste Politereignis? – "Die Wahl eines Narkosearztes zum Kanzleramtsminister. Helge Braun hat Frau Merkel offenbar völlig narkotisiert." (Nuhr/HörZu)

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Und der Papstbesuch? Ist der noch immer für Advent geplant? "Das", sagt Boris Becker, "machen wir dann im kommenden Jahr". (Hujer/Spiegel)

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"Dieses düstere Szenario ist grundsätzlich auch mit einem Virus möglich, der von einem Bioterroristen im Heimlabor (...) hergestellt worden ist. (Martin John Rees, Astrophysiker und Königlicher Astronom, im Welt-Interview auf die Frage, ob ein Einzelner die gesamte Zivilisation zerstören könne)

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"Es macht mehr Spaß, im Spiel zu sein. Wenn man gewonnen hat, ist es ja vorbei." (Becker auf die Frage über das Gefühl nach dem Wimbledonsieg / Schlusssatz der Spiegel-Titelgeschichte)

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"Im globalen Dorf können Idioten eine globale Reichweite erzielen." (Rees/Welt) (gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog "Sport, Gott & die Welt" / Mail: gw@anstoss-gw.de)

Quelle: Gießener Allgemeine

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