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Ich habe es schon im Vorfeld gesagt: Niemals hätte Lothar Matthäus zur Kommentierung von Spielen der deutschen Mannschaft aufgestellt werden dürfen. Ich sag mal so: Bei dem hat man doch oft das Gefühl, dass er sich mit dieser deutschen Mannschaft nicht wohlfühlt. (Spiegel-Glosse von Stefan Kuzmany)

Von GW

Ich habe es schon im Vorfeld gesagt: Niemals hätte Lothar Matthäus zur Kommentierung von Spielen der deutschen Mannschaft aufgestellt werden dürfen. Ich sag mal so: Bei dem hat man doch oft das Gefühl, dass er sich mit dieser deutschen Mannschaft nicht wohlfühlt. (Spiegel-Glosse von Stefan Kuzmany)

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Wer zu TV-Talkshows verbale Krawalltouristen wie Ex-Spieler Mario Basler einlädt, tut dies in der sicheren Erwartung, mit unsäglichen Pöbeleien dafür belohnt zu werden. (Arnd Festerling in der Frankfurter Rundschau)

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Applaus und Aufmerksamkeit waren deswegen Basler gewiss, als er in der Plassberg-Sendung sagte:. »Dem seine Körpersprache ist die von einem toten Frosch.« Dass Gedankentiefe und Grammatik noch nie mit Baslers rechtem Fuß mithalten konnten, spielt für die Besetzung einer sich als relevant verstehenden öffentlich-rechtlichen Talkshow offenkundig keine Rolle. Hauptsache, es knallt. (Michael Horeni in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

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Wenn mich jemand fragen würde, würde ich den niemals für eine Talkshow aufstellen. (...) Dem seine Ausdrucksweise ist die von ’nem toten Fisch, ne. Das ist jämmerlich, jämmerlich. (Kuzmany/Spiegel)

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Gleiches gilt für Interviews mit Lothar Matthäus, dessen gesellschaftspolitische Kompetenz gleich hinter der Abseitslinie ihr jähes Ende findet. (Festerling/FR)

Effenberg (...) fordert mal da den Rausschmiss von Özil und Gündogan und mal dort, dass Özil, wenn er schon nicht fliegt, die deutsche Hymne singen muss. Witzig, ein ehemaliger Spieler, der selbst einmal rausgeschmissen worden ist aus der Nationalmannschaft, weil er, so die Legende, sich nicht sagen lassen wollte, was er tun muss, sagt jetzt, was ein Spieler tun muss, den man allerdings besser rausgeschmissen hätte. (Ralf Wiegand in der Süddeutschen Zeitung)

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Ich sag mal so: Die deutsche Mannschaft steht jetzt unter enormem Druck. Die muss gewinnen. Sonst nimmt das Geschwätz von Matthäus, Basler, Effenberg und den anderen abgehalfterten Kickern überhand. Und dann mach ich echt den Fernseher aus. (Kuzmany/Spiegel)

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Béla Réthy ist ganz offenbar der Versuch des ZDF, einen Kult zu etablieren. Einen Kult wie bei Guildo Horn oder Eddie the Eagle. Das Unvermögen als Vermögen. Denn der Kommentator Béla Réthy (...) kann gar nichts, er redet nur vor sich hin. (...) Réthy könnte nämlich tage- und wochenlang reden, ohne auch nüchtern nur eine einzige Erklärung zustande zu bringen. (Jürgen Kaube in der FAZ-Kolumne »Nachgetreten«)

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In einer ZDF-Gesprächssendung fiel der Satz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mache Politik, wie Waldemar Hartmann über Fußball spricht. Da ist was dran. Sportkommentator Hartmann hatte nie Bock auf Taktiksalons über die Doppelsechs; er ist eher vom Schlag »Da haben die Eier gefehlt«. Nur ging es bei ihm eben tatsächlich nur um Fußball. (Klaus Raab in der taz)

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Die Underdogs gestalten kaum, alle Verantwortung geben sie ab. Das ist taktisch nachvollziehbar, aber keine Angleichung. Das ist Bundesliga. (...) Dieses Phänomen nennt man »Darmstadtisierung«. (Alina Schwermer in der taz über das »Bundesliga-Feeling« bei der WM)

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Was diese Mannschaft (Anm.: Kroatien gegen die Argentinier) vorführte, war der Stoff, aus dem Großes gemacht werden kann bei dieser WM: mentale und physische Stärke, brennender Ehrgeiz, die pure Lust zu leiden (...) für das gemeinsame Ziel. Vielleicht mag man das (...) den Rebic-Faktor nennen. (Christian Kamp in der FAZ)

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Zu seinem Spiel gehört auch eine gewisse Rücksichtslosigkeit. (...) Rebic ist ein Draufgänger im klassischen Sinne, ein Haudegen, eine Wuchtbrumme. Er kann den Gegner einschüchtern, weil er so schnell wie ein Windhund und aggressiv wie eine Hyäne ist. (Ingo Durstewitz in der FR)

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Frau im Spiegel zeigt sie (Anm.: Brigitte Nielsen, 54) neben ihrem Freund Mattia Dessi »mit opulentem Babybauch« und informiert: »Die Schauspielerin und der italienische Barkeeper sind seit 2006 verheiratet und hatten schon lange versucht, schwanger zu werden.« Schön, dass es dann wenigstens bei einem von beiden endlich geklappt hat. (»Herzblatt-Geschichten« von Jörg Thomann in der FAS)

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Er wollte etwas tun, das seiner Einsamkeit angemessenen Ausdruck verlieh, und ging alleine Minigolf spielen. (Laufende Ermittlungen« von Andreas Bernard im Zeit-Magazin)

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»Ich kann nicht jemanden nicht mögen, der mich mag.« (der Komponist Burt Bacharach, 90, im FAS-Interview) (gw)

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(www.anstoss-gw.de mit gw-Blog »Sport, Gott & die Welt« / Mail: gw@anstoss-gw.de)

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