Total enttäuscht: Philipp Horn nach dem Zieleinlauf.	FOTO: DPA
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Total enttäuscht: Philipp Horn nach dem Zieleinlauf. FOTO: DPA

Horn verballert den Staffelsieg

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(dpa). Philipp Horn war nach seinem Schießdebakel in Oberhof völlig ratlos. »Während des Schießens habe ich absolut keine Ahnung gehabt, was ich falsch mache. Ich habe versucht, in die Mitte zu schießen, das hat nicht geklappt«, sagte der Thüringer Biathlet, nachdem die Geschosse einfach nicht den Weg ins Ziel finden wollten.

In Führung liegend, vergab der Schlussläufer ausgerechnet beim Weltcup-Heimspiel am Freitag den möglichen ersten deutschen Staffelsieg seit vier Jahren. Der 26-Jährige musste nach dem Liegendschießen gleich dreimal in die Strafrunde und vergab so alle Podestchancen. Zusammen mit Erik Lesser, Benedikt Doll und Arnd Peiffer landete Horn auf seiner Heimstrecke nach 4x7,5 Kilometern auf Platz fünf. »Ich bin einfach nur enttäuscht«, sagte Horn. Den Sieg sicherte sich Weltmeister Frankreich vor Norwegen und Italien.

»Das ist sehr hart«, kommentierte Olympiasieger Peiffer die Patzer. Horns Trefferbild hatte sich nach links unten verlagert. »Ich hatte den gleichen Wind wie beim Anschießen und habe keine schlechten Schüsse abgegeben«, versicherte Horn. Peiffer sagte: »Das ist blöd gelaufen. Das tut mir leid, aber das ist Teil des Geschäfts.« Fast regungslos lief Horn dann über die Ziellinie und schien immer noch nicht zu fassen, was er kurz zuvor erleben musste.

»Es fehlt nicht so viel, dass unsere Staffel mal durchkommt«, sagte Peiffer trotzdem. Bis zum letzten Wechsel hatte das Quartett eine starke Vorstellung geliefert und Hoffnungen geweckt, dass es erstmals seit dem Sieg im Januar 2017 in Antholz zu einem Erfolg reicht. Der erste Staffeltriumph in Oberhof seit zehn Jahren rückte aber in weite Ferne, nachdem Horn patzte. Mit acht Schüssen - inklusive Nachlader - traf er nur zwei Scheiben und musste so in der Strafrunde 450 Meter extra absolvieren. Daneben leistete sich der WM-Dritte Deutschland insgesamt elf Nachlader.

Für die deutsche Frauen-Staffel geht es am Samstag (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) um den ersten Podestplatz in diesem Jahr.

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