Kanu-WM

Mit Henze im Herzen: Zwei Goldmedaillen für »A-Team«

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Gold für das »A-Team« Franz Anton und Hannes Aigner, Bronze für Sideris Tasiadis und Europameisterin Ricarda Funk: Mit einer beachtlichen Medaillenausbeute kehrt der Deutsche Kanu-Verband (DKV) von den Slalom-Weltmeisterschaften im Olympiakanal von Rio de Janeiro zurück. Zum Auftakt hatten die Kajak-Frauen zudem Silber im Team gewonnen. Im Herzen der Kanuten immer dabei: Trainer Stefan Henze, der während der Olympischen Spiele 2016 bei einem Verkehrsunfall in Rio sein Leben verlor.

Gold für das »A-Team« Franz Anton und Hannes Aigner, Bronze für Sideris Tasiadis und Europameisterin Ricarda Funk: Mit einer beachtlichen Medaillenausbeute kehrt der Deutsche Kanu-Verband (DKV) von den Slalom-Weltmeisterschaften im Olympiakanal von Rio de Janeiro zurück. Zum Auftakt hatten die Kajak-Frauen zudem Silber im Team gewonnen. Im Herzen der Kanuten immer dabei: Trainer Stefan Henze, der während der Olympischen Spiele 2016 bei einem Verkehrsunfall in Rio sein Leben verlor.

»Ich habe viel über Stefan nachgedacht, er war der Antrieb für mein Rennen«, sagte der Leipziger Anton nach seinem Triumph im Canadier-Einer: »All die guten Erinnerungen an ihn waren der Grund, warum ich heute so schnell war.« Sideris Tasiadis (Augsburg) belegte in dem Rennen Platz drei.

24 Stunden später holte Hannes Aigner (Augsburg) im Kajak-Einer seinen ersten Einzeltitel bei einem internationalen Großereignis. Der Olympiadritte von London 2012 setzte sich nach einer fehlerfreien Fahrt vor Jiri Prskavec (Tschechien) und Pawel Eigel (Russland) durch. »Ich hab alles riskiert, hatte einen richtig guten Lauf und bin jetzt super happy, dass es geklappt hat«, sagte der 29-Jährige.

Am Samstag war der ein Jahr jüngere Anton in einem ebenfalls blitzsauberen Lauf mit Bestzeit zum Titel gefahren. Europameisterin Ricardo Funk sicherte sich im K1 Bronze. Im C1 der Frauen war am Sonntag für Lena Stöcklin (Leipzig) nichts zu holen. Die 28-Jährige wurde nur Neunte. Andrea Herzog (Leipzig) und Elena Apel (Augsburg) hatten es nicht unter die besten Zehn geschafft.

Weltmeisterin wurde Titelverteidigerin Jessica Fox aus Australien, der ein besonderer Sieg gelang. Die 24-Jährige hatte zuvor bereits alle fünf Weltcups im C1 gewonnen, sie blieb damit in der gesamten Saison ungeschlagen. Das hat es im Kanu-Slalom noch nie gegeben.

Für Anton war es nach seinem WM-Titel im Canadier-Zweier 2015 der erste Einzelerfolg bei einer WM. Bei Olympia 2016 hatte er an selber Stelle noch knapp eine Medaille verpasst, rund zwei Jahre später folgte nun der Triumph, bei dem auch Teamkollege Tasiadis am Ende allen Grund zur Freude hatte.

Der 28 Jahre alte Augsburger fuhr mit 1,81 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen auf Rang drei. »Mein Finallauf war okay, ich habe unten etwas verloren. Das war ärgerlich für mich, aber ich bin trotzdem zufrieden und sehr froh, meine erste WM-Medaille geholt zu haben«, sagte der Olympiazweite von London.

Zum Auftakt der WM hatten die Frauen des deutschen Kajak-Teams die Silbermedaille gewonnen. Die Titelverteidigerinnen Funk, Schornberg und Lisa Fritsche (Halle/Saale) mussten sich nur Frankreich geschlagen geben. Die Mannschaft der Männer hatte im Canadier-Einer das Podest knapp verpasst.

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