Volleyball

Furcht vor Langzeitschäden

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(dpa). 10 689. So viele Fans waren vor einem Jahr bei den DVV-Pokalendspielen in Mannheim vor Ort. Eine Zahl aus einer anderen Zeit. Nach knapp einem Jahr Corona-Pandemie bleiben die Ränge in der SAP-Arena an diesem Sonntag leer. Die weltweite Krise hat auch die Volleyball-Bundesliga mit voller Wucht erfasst - und wird sie wie andere Branchen so schnell nicht loslassen.

»Ich glaube, wir werden im deutschen Sport an dieser Pandemie noch eine ganze Weile zu knabbern haben«, sagte der Präsident der Volleyball-Bundesliga (VBL), Michael Evers, vor den Finals zwischen dem SC Potsdam und dem SSC Palmberg Schwerin (14.15 Uhr) bei den Frauen sowie zwischen den United Volleys aus Frankfurt und den Netzhoppers aus Königs Wusterhausen (17 Uhr/jeweils Sport1). Damit wird es bei den Männern erstmals seit 2013 einen Titelträger geben, der nicht aus Friedrichshafen oder Berlin kommt.

Wie so viele andere Profiligen auch steckt die VBL in der schwersten Saison ihrer Geschichte. Die fehlenden Zuschauereinnahmen zwingen die Vereine in die Knie. Dabei ist die Liga nach Evers’ Einschätzung »bis jetzt ganz gut« durch die Pandemie gekommen. Um die Folgen der Krise abzumildern, wird es in dieser Erstligasaison keine sportlichen Absteiger geben.

Für Unruhe sorgt aber der Blick über das Saisonende hinaus. »Viele Vereine hatten in dieser Saison nur wenige Verluste bei den Sponsoren«, erklärte Evers, der auch Pokalfinalist Schwerin mitführt. »Für die kommende Saison habe ich die Sorge, dass es den Unternehmen nicht mehr so gut geht und in Deutschland allgemein eine Pleitewelle droht, die dann auf den Sport zurückschlägt.« Das hängt auch von der Zuschauerfrage ab. Wann können Fans wieder in die Hallen? Denn für die vielen regionalen Sponsoren ist der direkte Kontakt zu den Anhängern besonders wichtig.

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