Flensburg locker ins Viertelfinale

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Nur Bundesliga-Primus SG Flensburg-Handewitt hält in der Königsklasse noch die deutsche Fahne hoch. Zum fünften Mal in Folge sind die Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Champions-League im Achtelfinale gescheitert.

Ungefährdet ist der Bundesliga-Tabellenführer SG Flensburg-Handewittins Viertelfinale der Handball-Champions-League eingezogen. Der deutsche Meister gewann am Sonntag das Rückspiel gegen den weißrussischen Titelträger HC Brest in eigener Halle mit 30:20 (14:8). Der Schwede Hampus Wanne war mit sieben Toren erfolgreichste Werfer der SG. Schon das erste Duell hatte das Team von SG-Trainer Maik Machulla mit 30:28 für sich entschieden. In der Runde der besten acht Mannschaften Europas treffen die Flensburger jetzt auf den ungarischen Vertreter Telekom Veszprem.

Die Rhein-Neckar Löwen haben unterdessen das Viertelfinale verpasst. Nun schon zum fünften Mal nacheinander scheiterten die Löwen im Achtelfinale. Der Handball-Pokalsieger verlor am Samstag sein Rückspiel beim französischen Vorjahresfinalisten HBC Nantes mit 27:30 (14:14). Das Hinspiel hatte der Bundesligist mit 34:32 gewonnen. Jannik Kohlbacher und Vladan Lipovina waren mit jeweils fünf Treffern beste Torschützen der Löwen.

Der riesigen Enttäuschung folgte die große Stille. Es dauerte eine Weile, bis die frustrierten Löwen nach dem bitteren Aus in der Champions League beim Vorjahresfinalisten HBC Nantes ihre Kabinentür öffneten und mit versteinerten Mienen zum Bus schlichen. Die Löwen verspielten ihre letzte Titelchance in dieser Saison. "Das ist eine Scheiß-Situation", beschrieb Kapitän Andy Schmid in drastischen Worten die Gefühlslage.

Es wird also nichts mit einem Abschiedsgeschenk für den im Sommer scheidenden Erfolgstrainer Nikolaj Jacobsen. "Das hat er nicht verdient, aber wir haben alles gegeben", sagte Kohlbacher. Jacobsen fühlte in der Stunde des Scheiterns mit seiner Mannschaft, die er zwischen 2016 und 2018 zu drei Supercuptiteln, zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg geführt hatte. "Das ist hart für die Jungs", sagte der Däne.

In einem packenden Duell hatten die Löwen bis in die letzte Spielminute die Chance aufs Weiterkommen. "Wir hatten es selbst in der Hand und müssen die Schuld bei uns suchen", sagte Nationalspieler Patrick Groetzki. Vor allem aus dem Rückraum fehlte die Torgefahr, die Nantes in Person von Romain Lagarde hatte. Der 22-Jährige, der 2020 zu den Löwen wechselt, war mit acht Toren der beste Werfer beim Sieger. Die Mannheimer waren zuvor bereits im DHB-Pokal gescheitert und haben in der Meisterschaft bei acht Punkten Rückstand auf Flensburg-Handewitt keine Titelchance mehr.

Die Füchse Berlin haben ihr letztes Gruppenspiel im EHF-Pokal gegen Balatonfüredi KSE mit 36:23 (16:14) klar gewonnen. Die Füchse hatten schon vor der Partie gegen die Ungarn den Sieg in Gruppe A und den Viertelfinaleinzug sicher. Schon am Samstag hatte der deutsche Rekordmeister THW Kiel die Gruppenphase mit weißer Weste abgeschlossen. Das Team von Trainer Alfred Gislason setzte sich beim polnischen Vertreter KS Azoty-Pulawy mit 35:26 (15:14) durch.

Der THW hatte sich den Sieg in Gruppe D schon vor vier Wochen vorzeitig gesichert und damit auch die Teilnahme am Final Four in eigener Halle (17./18. Mai) perfekt gemacht. Als Gastgeber überspringt der THW das Viertelfinale. Die Auslosung der K.o.-Runde findet am kommenden Dienstag (11.00 Uhr) in Wien statt.

Quelle: Gießener Allgemeine

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