»Emotionen werden uns genommen«

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Der frühere FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati hat den Einsatz des Videobeweises bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland heftig kritisiert. »Es gab mittlerweile viele Szenen, bei denen die Schiedsrichter richtig schlecht aussahen. Auch viele, bei denen die Hilfe durch den Videobeweis nicht funktioniert hat«, schrieb Rafati in seiner Kolumne für den Sportbuzzer (Mittwoch). So mache der Videobeweis »den Fußball kaputt. Positive Emotionen, Ekstase und Leidenschaft, wie sie nur der Fußball liefert, werden uns genommen«, führte der ehemalige Bundesliga-Referee weiter aus und nannte den Einsatz des Videoassistenten »Willkür, das ist russisches Roulette. Ein Glücksspiel – mit tragischem Ende für ein Team.«

Der frühere FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati hat den Einsatz des Videobeweises bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland heftig kritisiert. »Es gab mittlerweile viele Szenen, bei denen die Schiedsrichter richtig schlecht aussahen. Auch viele, bei denen die Hilfe durch den Videobeweis nicht funktioniert hat«, schrieb Rafati in seiner Kolumne für den Sportbuzzer (Mittwoch). So mache der Videobeweis »den Fußball kaputt. Positive Emotionen, Ekstase und Leidenschaft, wie sie nur der Fußball liefert, werden uns genommen«, führte der ehemalige Bundesliga-Referee weiter aus und nannte den Einsatz des Videoassistenten »Willkür, das ist russisches Roulette. Ein Glücksspiel – mit tragischem Ende für ein Team.«

Der Weltverband FIFA nutze das Turnier »zu Testzwecken« und mache es damit »zur Theaterbühne«, kritisierte der 48-Jährige. Als Beispiele nannte Rafati manche Entscheidungen von Schiedsrichter Enrique Caceres aus Paraguay bei der Vorrunden-Partie Iran gegen Portugal. Niemand wisse, wann der Videoassistent eingreife. Die Auslegung sei manchmal sehr großzügig, ein anderes Mal wiederum sehr kleinlich, sagte Babak Rafati.

»Der Druck auf die Schiedsrichter ist jetzt schon sehr groß. Dabei ist die WM noch in der Vorrunde, die Spiele, in denen es um die Wurst geht, kommen erst. Wohin soll das noch führen?«

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