2. Bundesliga

Dresden – HSV wegen Polizei-Einsatz abgesagt

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Das für Samstag angesetzte Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV ist wegen des Polizei-Großeinsatzes in Chemnitz abgesagt worden. Das teilten beide Clubs am Freitag mit. Hintergrund sind die für Samstag in Chemnitz angemeldeten Demonstrationen und Versammlungen. Um diese personell stemmen zu können, hatte die sächsische Polizei um eine Spielverlegung gebeten. Das Spiel in der DDV-Arena ist mit mehr als 30 000 Zuschauern ausverkauft. Eine Absicherung angesichts der Lage in Chemnitz sei somit nicht zu gewährleisten. Ein neuer Spieltermin steht noch nicht fest.

Das für Samstag angesetzte Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV ist wegen des Polizei-Großeinsatzes in Chemnitz abgesagt worden. Das teilten beide Clubs am Freitag mit. Hintergrund sind die für Samstag in Chemnitz angemeldeten Demonstrationen und Versammlungen. Um diese personell stemmen zu können, hatte die sächsische Polizei um eine Spielverlegung gebeten. Das Spiel in der DDV-Arena ist mit mehr als 30 000 Zuschauern ausverkauft. Eine Absicherung angesichts der Lage in Chemnitz sei somit nicht zu gewährleisten. Ein neuer Spieltermin steht noch nicht fest.

"Wir hatten auf diese Entscheidung keinerlei Einfluss und bedauern die Spielabsage sehr, weil wir uns wie über 30 000 Fans auf ein Fußballfest gefreut hatten", sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born. Grundlage für die Entscheidung sei eine Verfügung des Sächsischen Staatsministerium des Innern gewesen.

Auch der HSV bedauerte die Absage. "Natürlich hätten wir gerne in Dresden gespielt und sind sportlich vorbereitet gewesen, entsprechend enttäuscht sind wir von dieser Absage. Aber wir müssen wie unser Gegner der Anordnung des sächsischen Innenministeriums folgen", sagte Vorstandschef Bernd Hoffmann. Nach zuletzt drei Siegen in Serie wollte der HSV seinen Aufwärtstrend in Dresden bestätigen. Die Hanseaten waren am Freitagabend mit der Bahn angereist.

Die sächsische Polizei geht bei den für Samstag in Chemnitz angemeldeten Demonstrationen und Versammlungen von einer Teilnehmerzahl "im unteren fünfstelligen Bereich" aus, wie Landespolizeipräsident Jürgen Georgie am Freitag in Dresden mitteilte. Der Freistaat habe Unterstützung aus anderen Bundesländern angefordert und alle verfügbaren Kräfte bekommen.

Unterdessen hat der VfL Bochum dank Joker Silvère Ganvoula eine Niederlage im Westfalen-Duell beim SC Paderborn abgewendet und zumindest für eine Nacht Rang drei in der 2. Bundesliga erobert. Der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Nationalspieler aus dem Kongo sicherte dem VfL durch seinen zweiten Saisontreffer das 2:2 (1:0) beim Aufsteiger. Dadurch zogen die Bochumer am 4. Spieltag mit sieben Punkten vorübergehend mit dem Führungs-Duo 1. FC Köln und Union Berlin gleich. Die Gäste waren in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit durch Tom Weilandt in Führung gegangen. Philipp Klement, der einen fragwürdigen Foulelfmeter verwandelte (52.), und Sven Michel (54.) drehten die Partie direkt nach der Pause zunächst für Paderborn. Doch Ganvoula schlug zurück.

Der FC Ingolstadt hat gegen Erzgebirge Aue den ersten Saisonsieg erzwungen. Dario Lezcano (70.) und der eingewechselte Charlison Benshop (79.) erlösten Trainer Stefan Leitl und die FCI-Fans am Freitagabend beim 3:2 (1:1) mit ihrem Doppelschlag. Thorsten Röcher hatte die Schanzer vor 8394 Zuschauern im Sportpark in der ersten Hälfte in Führung gebracht (19.). Pascal Testroet glich aus (37.). In der Schlussminute verkürzte Dimitrij Nazarov.

Quelle: Gießener Allgemeine

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