Dreierpack vor Ladenschluss

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Eintracht Frankfurt hat vor Ende der Transferperiode mächtig zugeschlagen. Drei Spieler wurden am Donnerstag verpflichtet. Alle für die zuletzt anfällige Abwehr.

Am vergangenen Samstag hat sich Martin Hinteregger im Trikot des FC Augsburg noch voller Herzblut, wie das so seine Art ist, vergeblich gegen die drohende Niederlage bei Borussia Mönchengladbach gestemmt. Mit ein bisschen Glück wird er sich morgen voller Herzblut dafür einsetzen, Borussia Dortmund in die Knie zu zwingen. Im Trikot von Eintracht Frankfurt. So schnell kann es gehen: Drei Stunden vor dem Ende der Transferperiode am Donnerstag haben die Hessen den österreichischen Innenverteidiger (89 BL-Spiele für Augsburg und Mönchengladbach) auf Leihbasis bis zum Saisonende verpflichtet. "Wir sind der Überzeugung, dass er uns in den sehr anspruchsvollen kommenden Wochen helfen kann", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic.

Doch damit nicht genug, kurz vor Transferschluss um 18 Uhr gaben die Frankfurter auch noch den Transfer von Almamy Touré bekannt. Der 22-jährige Innenverteidiger aus Mali kommt von der AS Monaco. Er erhält einen Kontrakt bis Sommer 2023. An Touré waren die Hessen schon länger dran, doch der Deal mit Hinteregger wurde erst kurzfristig eingetütet. Dass die Eintracht den Österreicher verpflichten konnte, hat vor einer Woche noch keiner für möglich gehalten. Doch der 26-Jährige hat sich mit Aussagen über Trainer Manuel Baum ("Ich kann nichts Positives über ihn sagen und werde auch nichts Negatives sagen") ins Abseits gestellt und ist daraufhin vom Klub suspendiert worden. Die Chance für die Eintracht, die einige andere Bewerber ausstach.

Das lag vor allem an Trainer Adi Hütter. Beide kennen sich seit ihrer gemeinsamen Zeit bei RB Salzburg. 2015 wurden sie Meister und Cupsieger. Hütter sei ein "Weltklasse-Trainer. Ich schätze ihn und seine Art Fußball zu spielen sehr", sagte Hinteregger.

Einen "robusten und stabilen Spieler" (Bobic) kann die SGE gut gebrauchen. Die Abwehr wirkt längst nicht mehr so stabil wie noch im Herbst des vergangenen Jahres, dazu laboriert Kapitän David Abraham seit Wochen an einer ominösen Wadenverletzung, vorher rissen noch Fasern im Oberschenkel, weshalb er insgesamt fünf Spiele verpasst hat. Am Samstag in Bremen musste er wieder vorzeitig vom Feld. Sein Einsatz gegen Dortmund ist fraglich, auch deshalb bestand dringender Handlungsbedarf.

Ob Almamy Touré auch eine kurzfristige Alternative ist? Wohl eher nicht. Der Verteidiger laboriert aktuell an einer Oberschenkelzerrung und hat in dieser Runde in Monaco lediglich vier Spiele absolviert. Aber auch er hat Erfahrungen in Champions und Europa League. Von Touré versprechen sich die Frankfurter "mehr Flexibilität in unserer Abwehr", sagte Bobic. Touré könnte als gelernter Rechtsverteidiger durchaus mal für Dauerbrenner Danny da Costa einspringen.

Fix ist auch die Verpflichtung des 19 Jahre alten Lucas Silva Melo, genannt Tuta. Der Brasilianer, der von der B-Mannschaft Sao Paulos kommt, unterschrieb einen Vertrag bis 2023. Er kann Innen- und Rechtsverteidiger spielen. Tuta soll langsam aufgebaut werden. "Die Verpflichtung folgt unserer Leitlinie, junge und talentierte Spieler aufzubauen", sagte Bobic. Tuta sagte, er habe "viel Positives über Frankfurt gehört" und sei "voller Vorfreude". Na dann.

Quelle: Gießener Allgemeine

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