Dreckig und überglücklich

Dreckverschmiert, völlig fertig, aber überglücklich: Mit einem imposanten Kraftakt wie ein Stehaufmännchen hat Nils Politt bei der 117. Ausgabe von Paris-Roubaix einen Podestplatz eingefahren. Der 25-Jährige musste nach 257 km durch die sogenannte »Hölle des Nordens« im Sprint nur dem Belgier Philippe Gilbert den Vortritt lassen und wurde starker Zweiter. »Das ist unglaublich«, sagte der völlig entkräftete Politt (Katusha-Alpecin) nach der Zieldurchfahrt im altehrwürdigen Velodrom von Roubaix. Nach einer famosen Fahrt beim Höhepunkt der Klassikersaison überwogen beim Kölner die Glücksgefühle. »Gegen Gilbert zu verlieren ist keine Schande«, sagte Politt, nachdem er seine Frau innig umarmt hatte.

Dreckverschmiert, völlig fertig, aber überglücklich: Mit einem imposanten Kraftakt wie ein Stehaufmännchen hat Nils Politt bei der 117. Ausgabe von Paris-Roubaix einen Podestplatz eingefahren. Der 25-Jährige musste nach 257 km durch die sogenannte »Hölle des Nordens« im Sprint nur dem Belgier Philippe Gilbert den Vortritt lassen und wurde starker Zweiter. »Das ist unglaublich«, sagte der völlig entkräftete Politt (Katusha-Alpecin) nach der Zieldurchfahrt im altehrwürdigen Velodrom von Roubaix. Nach einer famosen Fahrt beim Höhepunkt der Klassikersaison überwogen beim Kölner die Glücksgefühle. »Gegen Gilbert zu verlieren ist keine Schande«, sagte Politt, nachdem er seine Frau innig umarmt hatte.

Politt glänzte mit einer besonderen Widerstandsfähigkeit, kämpfte sich immer wieder verbissen heran, wenn er den Anschluss an die Spitze zu verlieren drohte. Im fürchterlich anspruchsvollen Sektor »Carrefour de l‹Arbre« schien er erneut zurückzufallen, bevor er nicht vorhanden geglaubte Kräfte mobilisierte und sich zusammen mit Gilbert löste. »Ich bin glücklich, dass ich mich getraut habe, einen Angriff zu wagen«, sagte Politt, dem im Endspurt die Kraftreserven für den Sieg fehlten.

Gut 60 Kilometer vor dem Ziel entwickelte sich die entscheidende Rennsituation. Politt, zuletzt schon starker Fünfter bei der Flandern-Rundfahrt, verschärfte in einer Verpflegungszone das Tempo und forderte die Top-Favoriten um den dreimaligen Weltmeister und Vorjahressieger Peter Sagan heraus. John Degenkolb verpasste diese Attacke und kam nicht an die Spitze heran, der 30-Jährige vom Team Trek-Segafredo hatte das Rennen 2015 als erst zweiter Deutscher nach Josef Fischer im Jahr 1896 gewonnen. 29 der berüchtigten Kopfsteinpflaster-Passagen über insgesamt 54,5 km Länge waren diesmal zu bewältigen – deren Folgen spüren die Profis noch tagelang. »Nach dem Rennen sind meine Finger so taub und die Gelenke so angeschwollen, dass ich den Drehverschluss einer Wasserflasche nicht mehr aufbekomme«, erzählte Degenkolb. Politt wird es verschmerzen können.

Emanuel Buchmann ist der Gesamtsieg bei der Baskenland-Rundfahrt noch entrissen worden. Der Spanier Ion Izagirre setzte sich mit einem vierten Platz auf der abschließenden sechsten Etappe über 118,2 Kilometer rund um Eibar doch noch an die Spitze. Izagirre erreicht als Mitglied einer fünfköpfigen Ausreißergruppe 1:35 Minuten vor Buchmann das Ziel. Im Schlussklassement lag Izagirre 29 Sekunden vor dem Iren Dan Martin und 31 Sekunden vor Buchmann.Der Tagessieg ging an den Briten Adam Yates.

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