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Cup der Überraschungen

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Einzigartiges Feeling im Berliner Kultstadion Alte Försterei: Die Union-Fans wollen heute Abend ihr Team im DFB-PokalViertelfinale gegen den FC St. Pauli zum Sieg brüllen. IMAGO © Imago Sportfotodienst GmbH

(sid). St. Pauli statt Bayern München, Karlsruhe statt Borussia Dortmund: Der DFB-Pokal biegt ohne die ganz großen Namen auf die Zielgeraden ein. Während Julian Nagelsmann und Marco Rose am Dienstag und Mittwoch vor dem Fernseher hocken, träumen gleich vier Zweitligisten vom ganz großen Wurf.

»Es ist für uns eine Riesenchance«, sagt Timo Schultz. Seine Augen leuchten. Der Trainer des FC St. Pauli brennt auf die Partie am Dienstag (20.45 Uhr/ARD und Sky) in der Alten Försterei bei Union Berlin: »Alleine die Anstoßzeit, dass es ein Viertelfinale auswärts beim Erstligisten ist - spätestens beim Einlaufen wird das Kribbeln da sein.«

Der Kiez-Klub steht sinnbildlich für die aufmüpfigen Außenseiter und will beim »Cup der Überraschungen« nach dem Achtelfinal-Coup gegen den BVB den nächsten Bundesligisten rauskegeln.

»Es wird darauf ankommen, sich besonders auf das Spiel zu freuen«, sagte Schultz auf einer Pressekonferenz am Montag und bezeichnete die Partie als »Alles-oder-nichts-Spiel. Wir wollen von Anfang an aktiv sein. Kein großes Abtasten, es geht direkt los in die Vollen.«

Natürlich weiß Schultz um die große Motivation der Unioner, die im Endspiel am 21. Mai im Olympiastadion des Berliner Lokalrivalen Hertha BSC zu gerne den Pott gewinnen würden. »Da erwartet uns ein richtiges Brett«, sagt St. Paulis Trainer, doch er betont auch: »Wir freuen uns drauf.«

Vier Zweitligisten in der Runde der letzten acht - das gibt es erst zum zweiten Mal in der 72-jährigen Pokalgeschichte. In der Saison 2003/04 kamen zwei Teams aus dem deutschen Fußball-Unterhaus bis ins Halbfinale durch, diesmal hoffen St. Pauli, Hannover 96 (am Mittwoch gegen RB Leipzig) sowie der Hamburger SV und der Karlsruher SC, die sich am Mittwoch im direkten Duell gegenüberstehen, auf eine noch bessere Quote.

»Die Vorfreude ist riesig«, sagte etwa Hannovers Trainer Christoph Dabrowski am Montag: »Wir haben überhaupt keinen Druck und freuen uns auf einen Top-Gegner.« Auf die Niedersachsen wartet mit Leipzig der vermeintlich schwerste Brocken.

Bei den Buchmachern des Sportwettenanbieters bwin ist RB mit einer Quote von 2,20 auf den Gesamtsieg jedenfalls der Top-Favorit.

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