Eintracht Frankfurt

Begehrtes Führungspersonal

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Ungelegte Eier sind nicht das Ding von Adi Hütter. An Spekulationen, so sein Standardsatz, »beteilige ich mich grundsätzlich nicht«. Als jemand unlängst wissen wollte, was es denn mit dem kolportierten Interesse aus Mönchengladbach auf sich habe, zuckte der Frankfurter Fußball-Trainer mit den Schultern. »Wenn irgendwo ein Stein fällt, kommt auch mein Name ins Spiel«, sagte er, das sei schon damals bei Lucien Favre in Dortmund so gewesen.

»Das ist okay. Fakt ist aber: Ich bin noch bei Eintracht Frankfurt und beschäftige mich auch nur mit Eintracht Frankfurt.«

Mitnichten ist davon auszugehen, dass der 51-Jährige hinter dem Rücken der Eintracht-Verantwortlichen mit denen der Borussia verhandelt. Allerdings hat der Österreicher eine Ausstiegsklausel in seinem gut dotierten und bis 2023 laufenden Vertrag. In seine Arbeitspapiere lässt sich der Vorarlbeger seit jeher Austrittsoptionen einarbeiten, so ist er 2018 auch zur Eintracht gekommen, die ihn für 850 000 Euro von Young Boys Bern auslöste. Die nun verankerte Entschädigungssumme ist ungleich höher, auch deutlich höher als die kolportierten drei Millionen Euro. Dass Hütter es aber in Betracht zieht, an den Borussia-Park überzusiedeln, ist unwahrscheinlich.

Erfolg macht sexy. Das weckt Begehrlichkeiten bei anderen - auf allen Ebenen: Trainer, Spieler, Scouts, Manager werden umgarnt. Und deshalb ist die Eintracht heilfroh, den von vielen Klubs gejagten Chefscout Ben Manga davon überzeugt haben zu können, in Frankfurt die Zukunft zu gestalten. Schon bald soll die Vertragsverlängerung unter Dach und Fach gebracht werden. Der 47-Jährige wird mehr Verantwortung und Kompetenzen erhalten - ohne dass sich sein Betätigungsfeld gravierend ändert. Er soll weiter das Auge und die Spürnase sein, die Talente findet, die großes Potenzial haben, aber noch unterm Radar fliegen und somit finanzierbar sind. Manga wird unter dem Titel Direktor Profifußball firmieren. Meldungen, wonach er Bruno Hübner ersetzen soll, sind falsch, er ist keiner für die erste Reihe. Zudem: Den Job des Sportdirektors wird es in Zukunft nicht mehr geben.

Die Personalie Ben Manga ist losgelöst von der des Sportvorstands Fredi Bobic zu sehen. Zumal der 49-Jährige nach wie vor bei Hertha BSC sehr hoch im Kurs steht. Bobic hat sich bisher noch immer nicht zu einem Bekenntnis pro Eintracht durchringen können, obwohl die Frankfurter alles tun, um ihn zu halten. Es gibt nicht wenige, die das irritierend finden. INGO DURSTEWITZ

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