Ausgerechnet Mercedes

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Perfekter Auftritt von Mercedes, sportliche Talfahrt für Rivale Audi: Ausgerechnet der künftige DTM-Aussteiger aus Stuttgart hat auf seiner Abschiedstour im Deutschen Tourenwagen Masters mit zwei Siegen die Saisonläufe drei und vier auf dem Lausitzring dominiert. Nachdem am Samstag der italienische Mercedes-Pilot Edoardo Mortara ein chaotisches Rennen mit zwei schweren Unfällen von Audi-Boliden gewonnen hatte, setzte sich am Sonntag Mortaras Team-Kollege Gary Paffett durch. Der 37-jährige Engländer gewann vor BMW-Pilot Marco Wittmann aus Fürth sowie dem Worndorfer Pascal Wehrlein in einem weiteren Mercedes und feierte seinen 22. DTM-Sieg.

Perfekter Auftritt von Mercedes, sportliche Talfahrt für Rivale Audi: Ausgerechnet der künftige DTM-Aussteiger aus Stuttgart hat auf seiner Abschiedstour im Deutschen Tourenwagen Masters mit zwei Siegen die Saisonläufe drei und vier auf dem Lausitzring dominiert. Nachdem am Samstag der italienische Mercedes-Pilot Edoardo Mortara ein chaotisches Rennen mit zwei schweren Unfällen von Audi-Boliden gewonnen hatte, setzte sich am Sonntag Mortaras Team-Kollege Gary Paffett durch. Der 37-jährige Engländer gewann vor BMW-Pilot Marco Wittmann aus Fürth sowie dem Worndorfer Pascal Wehrlein in einem weiteren Mercedes und feierte seinen 22. DTM-Sieg.

"Das war ein tolles Wochenende für unsere gesamte Mannschaft. Super Job, Jungs!", sagte Mercedes-Teamchef Ulrich Fritz. Paffett liegt in der Gesamtwertung mit 71 Punkten nur einen Zähler hinter dem 36 Jahre alten früheren Formel-1-Piloten Timo Glock (72) im BMW, der in der Lausitz auf die Plätze zwei und fünf fuhr und für die Münchner ein weiteres Ausrufezeichen setzte. Mit dem Deutschen und dem Briten stehen die ältesten Fahrer an der Spitze des Feldes. "Es ist ein unglaublicher Start ins Jahr", sagte Paffett, der schon 2005 DTM-Champion war.

Hinter ihnen folgen in der Meisterschaftstabelle mit Wehrlein, Mortara, Lucas Auer und Paul di Resta vier weitere Mercedes-Piloten. Sollte es in den kommenden Rennen so weitergehen und Paffett oder einer der anderen an Glock vorbeiziehen, könnte die Saison zu einer triumphalen Abschiedstour für die Marke mit dem Stern werden – und zu einer Ironie des Schicksals. Denn wie angekündigt wird Mercedes Ende des Jahres die DTM verlassen, um künftig in der Elektro-Rennserie Formel E zu fahren. Dort wollen die Schwaben Ende 2019 einsteigen.

Audi will dagegen in der DTM bleiben und mithelfen, die wegen des Mercedes-Abschieds unsichere Zukunft der Serie zu retten. In der Lausitz folgte nach dem Auftakt in Hockenheim jedoch der nächste sportliche Tiefschlag. "Insgesamt war es ein gebrauchtes Wochenende für uns", sagte der Audi-Motorsportchef Dieter Gass. Dem Team habe erneut die "Performance" gefehlt.

Am Samstag hatten sich die Ingolstädter quasi selbst eliminiert. Nachdem Jamie Green und Nico Müller nach einem Crash schon beim Start ausgeschieden waren, überschlug sich Titelverteidiger René Rast wenig später bei einem schweren Unfall, an dem auch sein Markenkollege Loïc Duval beteiligt war. "Das Auto ist sehr sicher, von daher bin ich happy, dass ich gesund bin", sagte Rast, der kurz nach dem Unfall schockiert am Streckenrand saß. Für Sonntag erhielt der Mindener von den Ärzten ein Startverbot.

In der Gesamtwertung ist Mike Rockenfeller, DTM-Champion von 2013, als Zehnter derzeit der beste Audi-Pilot – das Team aus Ingolstadt fährt weit hinterher.

Quelle: Gießener Allgemeine

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