Augsburg nach Ullmann-Drama weiter

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Die Kölner Haie krönten ein furioses Comeback, die Augsburger Panther behielten die Nerven: Im packenden siebten Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) setzten sich die Haie durch. Die Haie besiegten den ERC Ingolstadt mit 3:2 und entschieden die Best-of-seven-Serie nach 1:3-Rückstand noch mit 4:3 für sich.

Die Kölner Haie krönten ein furioses Comeback, die Augsburger Panther behielten die Nerven: Im packenden siebten Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) setzten sich die Haie durch. Die Haie besiegten den ERC Ingolstadt mit 3:2 und entschieden die Best-of-seven-Serie nach 1:3-Rückstand noch mit 4:3 für sich.

Augsburg zog durch ein 2:1 gegen die Düsseldorfer EG zum zweiten Mal in der Klubgeschichte ins Halbfinale ein. Gegner ist ab Mittwoch Titelverteidiger Red Bull München. Am Freitag hatten die Panther bis 52 Sekunden vor Schluss mit 3:2 geführt, ehe die DEG das Spiel noch in der Verlängerung mit 4:3 gewann.

Schon im zweiten Drittel hatte sich ein Drama auf dem Eis abgespielt: Ex-Nationalspieler Christoph Ullmann verschluckte nach einem heftigen Check von John Henrion seine Zunge. DEG-Teamarzt Ulf Blecker reagierte blitzschnell, eilte aufs Eis und rettete dem bewusstlosen Augsburger das Leben. "Als ich bei ihm ankam, hatte Ullmann schon blaue Lippen", sagte Blecker. "Da er schon beim Sturz bewusstlos war, bestand das Risiko, dass er beim Herausholen der Zunge eine Querschnittslähmung erleidet. Aber ohne das Eingreifen wäre er in kürzester Zeit erstickt." Ullmann konnte wieder atmen und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo eine Gehirnerschütterung diagnostiziert wurde. "Ich bedanke mich in erster Linie bei Ulf Blecker, der mich hervorragend erstversorgt hat", sagte Ullmann. Nach dem Schockmoment machte der Augsburger Stürmer seinem Düsseldorfer Gegenspieler keinen Vorwurf. "Henrion hat mir direkt am nächsten Tag eine längere Nachricht gesendet, dass keine Absicht dahinter stand, mich zu verletzen. Das nehme ich ihm auch ab", sagte der frühere Nationalstürmer

Braden Pimm brachte am Sonntag die DEG in Augsburg in Führung (14.), Daniel Schmölz glich noch vor der ersten Drittelpause aus (19.). Nach einem katastrophalen Düsseldorfer Abwehrfehler traf Drew LeBlanc zum 2:1 (44.).

Die Kölner machten erst als zweites Team in der Playoff-Geschichte aus einem 1:3 noch ein 4:3. Vor elf Jahren hatten die Frankfurt Lions gegen die Iserlohn Roosters das bislang größte Comeback geschafft. Die Kölner Führung durch Ryan Jones (4.) konnte Brandon Mashinter (26.) noch egalisieren. Im zweiten Drittel brachte Jones (38.) die Domstädter mit seinem zweiten Treffer erneut in Führung, vier Minuten vor dem Ende machte Tiffels (56.) den Halbfinaleinzug der Haie perfekt. Mike Collins verkürzte noch einmal (59.).

Quelle: Gießener Allgemeine

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