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Aufatmen bei Kerber

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Coach Rainer Schüttler hatte in den 105 Minuten genug gesehen: Angelique Kerber schwächelte, bewies Kampfgeist und siegte am Ende doch. Beim Start in ihre Mission Titelverteidigung in Sydney offenbarte die Wimbledonsiegerin zunächst spielerische Mängel, zog aber am Ende mit einem 7:6 (7:3), 6:2 gegen die Italienerin Camila Giorgi sicher ins Viertelfinale der Australian-Open-Generalprobe ein.

Coach Rainer Schüttler hatte in den 105 Minuten genug gesehen: Angelique Kerber schwächelte, bewies Kampfgeist und siegte am Ende doch. Beim Start in ihre Mission Titelverteidigung in Sydney offenbarte die Wimbledonsiegerin zunächst spielerische Mängel, zog aber am Ende mit einem 7:6 (7:3), 6:2 gegen die Italienerin Camila Giorgi sicher ins Viertelfinale der Australian-Open-Generalprobe ein.

Als die Kielerin rechtzeitig vor dem großen Regen in der Olympiastadt ihren zweiten Matchball verwandelt hatte, atmete sie kräftig durch und sagte lächelnd ins Mikrofon: »Ich bin froh, dass ich weiter bin. Das erste Turniermatch im Jahr ist nie leicht.«

Auf der Tribüne verfolgte ihr neuer Trainer interessiert das Geschehen – und sah im zweiten Satz viele positive Ansätze im Spiel seines Schützlings. Für das Duo Kerber/Schüttler ist es nach dem Hopman Cup in der Vorwoche in Perth das erste gemeinsame Einzelturnier. Der 42-Jährige hatte Mitte November die Nachfolge des Belgiers Wim Fissette angetreten.

Drei Tage nach ihrer Niederlage im Finale von Perth an der Seite von Alexander Zverev kam Angelique Kerber in Sydney nach ihrem Auftaktfreilos nur langsam ins Rollen. Immer wieder haderte die Kielerin mit ihrem Spiel, nach gewonnenem ersten Satz blickte sie schon beinahe flehend gen Himmel.

Allerdings stand auf der anderen Seite des Netzes eine unangenehme Spielerin, die ihr mit harten Schlägen mächtig zusetzte. »Es ist nie einfach, gegen Camila zu spielen. Sie serviert den zweiten Aufschlag wie den ersten. Sie ist immer gefährlich. Ich habe versucht, den Ball im Spiel zu halten«, sagte Kerber. An diesem Tag eine Erfolgsformel, denn Giorgi machte dreimal so viele unerzwungene Fehler wie ihre Gegnerin (39:13).

Zumindest auf ihren Kampfgeist konnte sich Kerber am Dienstag jederzeit verlassen. In beiden Sätzen geriet Kerber durch ein Break in Rückstand, beide Male machte sie den Aufschlagverlust umgehend wieder wett. Im zweiten Durchgang legte sie mit einem zweiten Break zum 4:2 nach und beendete das Match mit einem weiteren Break.

Kerber ist im Tennis-Jahr 2019 weiter unbesiegt. Beim Hopman Cup hatte sie ihre vier Einzel gewonnen, für sie eine »perfekte Vorbereitung« auf die am 14. Januar beginnenden Australian Open. Dort hatte Deutschlands Sportlerin des Jahres 2016 ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen und ihrem Aufstieg zur Nummer eins der Tennis-Welt einen gewaltigen Schub verliehen.

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