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Alexander Jobst

Anfeindungen und Bedrohungen

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(sid). Schalke 04 versinkt im Chaos. Nach dem angekündigten Rückzug des Marketing-Vorstands Alexander Jobst taumelt der Bundesliga-Krisenklub weitgehend führungslos und finanziell schwer angeschlagen dem Abstieg entgegen. Wegen anonymer Anfeindungen und Bedrohungen seiner Familie legt der 47-Jährige im Sommer sein Amt nieder - es ist der vierte Abgang aus der Führungsetage innerhalb eines Jahres.

»Ich gehe sehr, sehr schweren Herzens und habe lange mit dieser Entscheidung gerungen«, sagte Jobst, der seit 2011 im Vorstand sitzt und noch einen Vertrag bis 2024 besaß. Vor ihm hatten bereits Finanzvorstand Peter Peters und Aufsichtsratschef Clemens Tönnies die Kommandobrücke des sinkenden Schiffs verlassen, zudem war Ende Februar Sportvorstand Jochen Schneider gefeuert worden. Schalke steht damit vor einem gewaltigen Umbruch in sportlich und auch wirtschaftlich sehr harten Zeiten.

Jobst war für viele Fans eine Reizfigur, die den Verein immer wieder als »Produkt« bezeichnete. Die zunehmende Kommerzialisierung des Klubs stieß viele Anhänger ab. »Ich habe SMS und E-Mails erhalten, in denen mir geschrieben wurde, dass man wisse, zu welcher Schule meiner Kinder gehen und ob ich mir sicher bin, dass sie nach Hause kommen«, berichtete Jobst im Februar in einer Gesprächsrunde mit Vereinsmitgliedern.

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