Nando Pröckl und der SC Dortelweil empfangen zum Auftakt des zweiten Gruppenliga-Spieltags Aufsteiger FSG Burg-Gräfenrode. FOTO: JAUX
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Nando Pröckl und der SC Dortelweil empfangen zum Auftakt des zweiten Gruppenliga-Spieltags Aufsteiger FSG Burg-Gräfenrode. FOTO: JAUX

Zwischen Euphorie und Wiedergutmachung

  • Uwe Born
    vonUwe Born
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(ub). Drei Siege, fünf Niederlagen: Den Saisonauftakt der Gruppenliga Frankfurt-West meisterten mit dem letztjährigen Vizemeister SC Dortelweil, dem FC Karben und dem Türkischen SV Bad Nauheim drei der acht Vertreter des Fußballkreises Friedberg ganz nach Wunsch, während die restlichen fünf Klubs quasi in den Startlöchern sitzen geblieben sind. Ansonsten bot der Rundeneinstieg erstaunliche Fakten: Zehn Spiele, kein einziges Remis - in sechs Duellen durften fünf oder mehr Tore registriert werden.

Der zweite Spieltag bringt bereits am Freitag mit der Partie SC Dortelweil - FSG Burg-Gräfenrode das dritte Wetterauer-Derby sowie am Sonntag unter der Beteiligung heimischer Teams auf den Sportplätzen des FC Karben (gegen die Spvgg. 03 Fechenheim) und des FSV Friedrichsdorf (gegen den TSV Bad Nauheim) zwei Begegnungen, in denen die Sieger des ersten Spieltags die Klingen kreuzen. Ihre Niederlagen korrigieren können Aufsteiger SV Steinfurth und der FC Olympia Fauerbach vor eigenem Publikum sowie der SV Gronau und der SKV Beienheim auf fremdem Terrain.

SC Dortelweil - FSG Burg-Gräfenrode (Freitag, 20.30 Uhr):"Es hat Spaß gemacht", kommentierte Dortelweils Trainer Frank Ziegler den 4:0-Sieg am vergangenen Samstag in Beienheim, womit er in erster Linie die fehlerfreie Vorstellung seines Teams meinte. Ob er im Derby gegen Burg-Gräfenrode umstellt, bleibt offen, zumal mit Abwehrchef Julian Mistetzky und Mittelfeldspieler Dominik Schlatter zwei zuletzt fehlende Stammkräfte wieder zur Disposition stehen. Auf "Roggauer" Seite gibt sich Coach Torsten Hertz keinen Illusionen hin: "Wir sind klarer Außenseiter." Man wolle sich aber trotz personeller Probleme (die Einsätze von Stefan Ljujic, Markus Vancura, Cagdas Karagöz und Tim Knappmann sind gefährdet) achtbar aus der Affäre ziehen, "denn bei der 0:5-Pleite gegen Karben agierten alle Spieler unter Normalform. Ich denke, das wird sich nicht wiederholen."

Mit Moral aber ohne Müller

FC Karben - Spvgg. 03 Fechenheim (Sonntag, 15 Uhr):"Der hohe Sieg in Burg-Gräfenrode war wichtig für die Moral der Truppe. Dennoch bleiben wir auf dem Teppich und denken von Spiel zu Spiel", sagt Karbens Trainer Karl-Heinz Stete. Sollte Stürmer Niclas Müller (Handverletzung) am Wochenende ausfallen, hat der Karbener Übungsleiter mit Jannick Alter, Danilo Bruno und Sven Schnierle genügend Alternativen.

Premiere nach acht Jahren

SV Steinfurth - FV Stierstadt (Sonntag, 15.30 Uhr):Am Sonntag nach acht Jahren Abwesenheit die Gruppenliga-Heimspielpremiere gegen Stierstadt, zwei Tage später in Fechenheim: Viel Zeit zum Regenerieren bleibt den Steinfurthern nicht, obwohl SVS-Coach Süleyman Karaduman gerne welche hätte. "In Usingen hat man gesehen, dass wir auch hoch gehandelten Gruppenliga-Mannschaften Paroli bieten können. Ziel ist, im Aufsteiger-Duell gegen die individuell stark besetzten Stierstädter zu punkten", erklärt er. Karadumans Problem: Mit Lukas Cech und Denis Ehrlicher fallen zwei Schlüsselspieler verletzungsbedingt aus - und auch hinter den Einsätzen von Tim Ertl, Bastian Krug und Keeper Tom Bayer stehen noch dicke Fragezeichen.

FC Olympia Fauerbach - Usinger TSG (Sonntag, 15.30 Uhr):Auf Fauerbacher Seite bangen Spielertrainer Andreas Baufeldt und Abwehrmann David Clement (jeweils Leistenbeschwerden) noch um ihre Einsätze. Sollten beide ausfallen, wären Oliver Munz im Angriff, Felix Günther oder David Kurdjan die Alternativen. "Die Niederlage beim Titelkandidaten SF Friedrichsdorf wirft uns nicht um, denn dort sind wir nur durch unglückliche Umstände auf die Verliererstraße geraten. Gegen die Usinger haben wir durchaus Chancen auf Zählbares", meint Fauerbachs Spielausschuss-Boss Jürgen Güssgen.

Kamber Koc hütet das Tor

FSV Friedrichsdorf - Türkischer SV Bad Nauheim (Sonntag, 15.30 Uhr):Personalausfälle, die Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu bereits beim 5:1-Startsieg über Vatanspor Bad Homburg erdulden musste, sind auch im Gastspiel beim ebenfalls siegreichen FSV Friedrichsdorf nicht wegzudiskutieren. "Neben Luca Coric, Fabian Schusterschitz und Mohammed Özisli wird auch Murat Kuzpinar mit einer Fußverletzung fehlen", berichtet Tosunoglu. Sicher ist: Kamber Koc rückt wie schon beim Kreispokalfinale gegen Türk Gücü Friedberg zwischen die Pfosten. Weitere Tore des gegen Vatanspor Bad Homburg viermal erfolgreichen Stanley Ike wären für den Türkischen SV die halbe Miete für die Punkte vier bis sechs.

Acht Ausfälle beim SV Gronau

TSG Niederrad - SV Gronau (Sonntag, 15.30 Uhr):Für Gronaus Trainer Florian Schwing sind nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Friedrichsdorf Umstellungen unumgänglich: "Die Niederlage an sich kann ich verkraften. Schließlich zählen die Friedrichsdorfer zu den Teams, die ich weit vorne erwarte. Dass jedoch Jordy Zola, Michael Flachsel und Junik Luzhnica verletzt rausmussten und neben dem an einem Muskelfaserriss laborierenden Fabio Pinto da Silva in Niederrad ebenfalls fehlen, trifft uns hart. Von 22 Kaderspielern sind acht nicht dabei." Deshalb Trübsal zu blasen, bringe jedoch nichts: "Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe."

Tietz fordert drei Punkte

Vatanspor Bad Homburg - SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr, in Ober-Eschbach):Im Beienheimer Lager erzeugte die 0:4-Heimpleite gegen den Lokalrivalen SC Dortelweil eine gewisse Ernüchterung. "Wir sind auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden und müssen zusehen, so schnell wie möglich als Team zusammenzuwachsen", fordert Trainer Matthias Tietz. Das Gastspiel sei extrem wichtig: "Diese Mannschaft hat nicht die Dortelweiler Qualität, also gibt es für mich nur eine Forderung, nämlich drei Punkte." Den Weg dorthin gedenkt man mit dem vor Wochenfrist fehlenden Steffen Münk (Offensive) in der Startelf sowie Taulant Balaj oder Timon Wolf für den gesperrten Serge Mouzong in der Abwehr zu ebnen. Auch Adrian Suarez sei, so Tietz, ein Thema -Waldemar Patzwald (Muskelfaserriss) hingegen nicht.

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