Zweite Mannschaft für FSV Frankfurt kein Thema

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(fri). Bei Eintracht Frankfurt ist im Gespräch, sechs Jahre nach der Abmeldung wieder eine U 23-Mannschaft zu installieren. Damals, 2014, hatte es die Deutsche Fußball-Liga (DFL) den Profi-Klubs im Zuge der Lizenzierung eingeräumt selbst zu entscheiden, ob sie eine zweite Mannschaft am Spielbetrieb teilnehmen lassen. Auch der FSV Frankfurt, seinerzeit noch Zweitligist, hatte daraufhin seine "Reserve" aufgelöst.

Doch im Gegensatz zur Eintracht steht es bei den Bornheimern nun nicht zur Debatte, wieder eine U 23 aufzubieten. "Dies macht für den FSV keinen Sinn", betont Präsident Michael Görner darauf angesprochen - und geht ins Detail: "Für Erst- und Zweitligisten ist eine U 23 eine Alternative. Aber wir brauchen als Regionalligist keine ›Zweite‹, die dann vielleicht in der Verbandsliga spielt."

Stattdessen strebt der FSV an, die Juniorenteams im eigenen Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) zu stärken. "In unserem NLZ wird auf hohem Niveau ausgebildet", sagt Görner. Derzeit spielen die beiden wichtigsten Teams, die U 19 und U 17, allerdings nur in der Hessenliga. Während die A-Junioren als Fünfter bei neun Punkten Rückstand auf Spitzenreiter SV Wehen Wiesbaden die sofortige Rückkehr in die Bundesliga Süd/Südwest sehr wahrscheinlich nicht realisieren werden, haben die B-Junioren die beiden Aufstiegsspiele gegen den Meister aus Rheinland-Pfalz/Saarland schon so gut wie sicher.

"Für unsere U 19 ist es ein Konsolidierungsjahr", sagt Görner. Mittelfristig peilt der FSV an, mit diesen beiden Nachwuchsteams auf höchster (Bundesliga-)Ebene vertreten zu sein und sich dann dort auch zu etablieren. "Ja, es ist Ansporn, mit diesen Teams in die höchste Spielklasse zu kommen und auch unsere große Zielsetzung. Aber dies ist zugleich eine große Herausforderung, dort stünden wir in Konkurrenz mit vielen Bundesligisten."

In der U 19-Bundesliga Süd/West sind sechs Erstligisten vertreten, dazu vier Zweit- sowie je zwei Dritt- und Regionalligisten (Kickers Offenbach und SSV Ulm 1846). In der U 17 ist das Verhältnis ähnlich mit allen sechs möglichen Erstligisten aus dem Süden und Südwesten der Republik, ebenso vielen Zweitligisten sowie je einem Drittligisten und fünftklassigen Oberligisten (Stuttgarter Kickers).

Ziel sei es laut Görner, auch in der nächsten Saison wieder etwa vier Spieler aus der A-Jugend in den Regionalliga-Kader zu befördern. In Marcus Weinhardt und Ahmed-Enes Altindag verließen allerdings zwei Akteure, die in der vergangenen Runde noch in der eigenen U 19 spielten, in der Winterpause den Verein. Immerhin konnte in Jesse Sierck ein ehemaliger FSV-ler an den Bornheimer Hang zurückgeholt werden.

2:1-Sieg bei VfR Wormatia Worms

Sierck kam allerdings am Samstagnachmittag im Test beim Oberligisten VfR Wormatia Worms (2:1) nicht zum Einsatz. Ebenso wie Timo Kunert und Neuzugang Alban Lekaj sei er laut Görner wegen eines grippalen Infekts ausgefallen. Mischa Häuser fehlte indes wegen eines Bänderanrisses. Beide FSV-Treffer erzielte Arif Güclü. "Die Jungs haben dies ganz ordentlich gemacht. Es war eine Steigerung im Vergleich zum 3:3 bei der SG Bornheim/Grün-Weiß. Der Platz war gut zu bespielen, es gab richtige Wettkampfbedingungen", sagt Görner.

Den nächsten Test absolviert der FSV Frankfurt am kommenden Samstag beim ambitionierten Hessenligisten SG Barockstadt Fulda. In Osthessen war einst auch der Trainer und Sportliche Leiter des FSV. Thomas Brendel, tätig.

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