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Der Türkische SV Bad Nauheim ist im Friedberger Kreispokal eine Runde weiter, das Spiel wurde aber von zwei schweren Verletzungen beim SC Dortelweil überschattet. (Foto: mn)

Friedberger Kreispokal

Zwei Verletzungen überschatten Sieg des Türkischen SV

Im Friedberger Kreispokal ist der Achtelfinal-Sieg des Türkischen SV Bad Nauheim gegen den SC Dortelweil in den Hintergrund geraten. Zwei Dortelweiler wurden mit dem Krankenwagen abgeholt.

In einem reinen Gruppenliga-Duell setzte sich am Mittwochabend der Türkische SV Bad Nauheim im Rahmen des Achtelfinales im Kreispokal Friedberg gegen den SC Dortelweil mit 3:2 (0:2) durch. Es war ein bitterer Abend für den Titelverteidiger. Der SCD musste nicht nur frühzeitig im Pokalwettbewerb die Segel streichen, sondern auch den Ausfall von zwei schwer verletzten Spielern beklagen.

Schon vor Spielbeginn war der erste Krankenwagen angerückt, denn beim Aufwärmen hatte sich Michael Herrmann einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Das Team von Trainer Frank Ziegler steckte den Schock aber erstaunlich gut weg und lieferte auf dem Kunstrasenplatz in Rödgen eine gefällige erste Halbzeit. Stürmer Markus Vancura brachte die Gäste früh in Führung, die Dominik Steffen kurz vor dem Seitenwechsel mit einem sehenswerten Distanzschuss ausbaute.

Im zweiten Abschnitt kippte die Partie zugunsten der bis dahin enttäuschenden Gastgeber. Kampfstark und einsatzfreudig präsentierte sich jetzt die Mannschaft von Spielertrainer Tufan Tosunoglu. Auch im Abschluss waren die Gastgeber zielstrebiger. Nachdem Salih Yasaroglu verkürzt hatte, sah Dortelweils Tim Stahl die Gelb-Rote Karte. In Überzahl wurde der Druck des TSV immer größer und Yasaroglu gelang der Ausgleich. Dortelweil fehlte bei den wenigen Kontern die Durchschlagskraft und in der 90. Minute blieb plötzlich Abwehrspieler Dominik Schlatter liegen. Aufgrund eines geplatzten Schleimbeutels spuckte er Blut, auch er wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Nach einer achtminütigen Unterbrechung pfiff Schiedsrichter Kevin Sürer noch einmal an und Noah Pölitz ersparte mit seinem Siegtor in der Nachspielzeit allen Beteiligten die Verlängerung. "Für uns ist das Sportliche am Ende in den Hintergrund geraten", sagte Dortelweils Co-Trainer Julian Mistetzky.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Kevin Sürer (Wöllstadt). 

Zuschauer: 51. 

Tore: 0:1 (7.) Vancura, 0:2 (41.) Steffen, 1:2 (54.) Yasaroglu, 2:2 (73.) Yasaroglu, 3:2 (90./+9) Pölitz. Gelb-Rote Karte: Stahl (Dortelweil/63.).

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