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Der scheidende Ober-Mockstädter Trainer Kai Möller gönnt sich nach der gewonnenen B-Liga-Meisterschaft einen kräftigen Schluck.

Zwei Umbrüche zum Erfolg

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(sto). Gleich zwei Meister und einen weiteren Aufsteiger gibt es aus heimischer Sicht in den Ligen auf Kreisebene in Büdingen. Während die Sportfreunde Oberau die Kreisoberliga für sich entschieden haben und in der nächsten Runde in der Gruppenliga Frankfurt-West auf Punktejagd gehen, geht es für die SG Ober-Mockstadt als Titelträger der Kreisliga B Büdingen, Gruppe 1, in der A-Liga weiter. Von dort in Richtung Kreisoberliga verabschiedet hat sich die FSG Altenstadt als Vizemeister.

Aus dem Mund des Trainers der Oberauer "Zweiten", Marcel Dienemann, ist die Meisterschaft der ersten Garde eine logische Konsequenz der Vereinspolitik: Die Mannschaft war in den vergangenen Jahren unter verschiedenen Trainern bereits Relegant zur Gruppenliga. Für 2018/19 wurde sich daher das Ziel Direktaufstieg fest vorgenommen. Im Februar 2018 kam der aktuelle Trainer Thomas Geier zu den Sportfreunden. Vor Jahresfrist wurde die Mannschaft zudem verstärkt. Und im Winter legte man mit den beiden ehemaligen Niddaern Robin Sommer und Marco Filges entscheidend nach. Zudem holte sich Coach Geier Ralf Rackensperger ins Trainer-Team. Von den 30 Spielen der abgelaufenen Saison ging daher auch lediglich jenes gegen den anscheinend größten Rivalen FSG Ober-Schmitten/Eichelsdorf im September mit 1:2 verloren. Seit dem 15. Spieltag hatten die Oberauer Platz eins inne und verteidigten diesen bis zum Saisonende souverän. Dass ein Büdinger Neuling in der Gruppenliga immer als erster Absteiger gehandelt wird, lässt die Oberauer derweil kalt. Dienemann sagt: "Es kommen weitere Verstärkungen. Dass sich auch ein Büdinger Kreisverein in der Gruppenliga behaupten kann, hat der VfR Wenings bewiesen."

Hinter A-Liga-Meister KSV Aulendiebach ist der Tabellenzweite FSG Altenstadt direkt in die Kreisoberliga aufgestiegen. Die Mannschaft sortierte sich vor einem Jahr neu: Insgesamt stießen 19 Spieler zur FSG, dazu als Trainer der gebürtige "Alschder" Timo Schneider, der zuvor fünf Jahre die SG Usenborn/Bergheim trainiert hatte. "Mit einem zahlenmäßig guten Vorstand war der Verein schon zukunftsträchtig aufgestellt", sagt der Spielertrainer und Stürmer. "Bei der Formierung der neuen Mannschaft haben wir auf charakterliche Fähigkeiten wert gelegt. Es gab nicht den herausragenden Spieler, was sich schon in der Torschützenliste zeigt: Der beste FSG-Schütze traf 13 Mal. Dafür sind wir in der Breite gut dabei gewesen. Jeder kann fast gleichwertig ersetzt werden. Zu Beginn der Saison war unser Ziel unter die ersten Fünf zu kommen. Dann wurde das Ziel größer, namentlich im Aufstieg. Dass wir in nummerischer Unterlegenheit zum Saisonschluss in Langd in den Schlussminuten 4:2 gewonnen haben, zeigt den Geist in der Mannschaft." Schneider glaubt mit dem Zugang von fünf bis sechs jungen Spielern für die größeren Aufgaben in der höchsten Spielklasse des Kreises sehr gut gerüstet zu sein: "Der Klassenerhalt ist ein machbares Ziel."

Turbulente Jahre hat die SG Ober-Mockstadt hinter sich. Mit ihrem Kai Möller aus Wöllstadt wurde in der Saison nur um einen Zähler den A-Liga-Klassenerhalt verpasst. Doch die Devise lautete: "Wir wollen zusammen bleiben und gemeinsam wieder hoch." Und genau das geschah. Mit einer Mannschaft, in der Zusammenhalt im Mittelpunkt steht, war Ober-Mockstadt von Anfang an oben dabei. Zwölf Torschützen belegen die Unberechenbarkeit für die Gegner. Nur an sechs Spieltagen belegte das Team die Ränge zwei oder drei, ansonsten war der Platz an der Sonne reserviert, der gegen die Hauptrivalen BV Rinderbügen und Teutonia Kohden verteidigt wurde. "Wir sind verdient Meister geworden", lautet daher auch das Fazit von Coach Möller. Er traut der SGO den Klassenerhalt in der A-Liga zu, während es ihn selbst weiter nördlich zum Kreisoberligisten KSV Eschenrod zieht - seinem Heimatklub.

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