Zwei Teams müssen weiter zittern

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Ein sehr durchwachsenes Wochenende erlebten die heimischen Vertreter in der Handball-Bezirksoberliga der Frauen. Einzig die HSG Mörlen konnte durch einen 38:32 (16:17) -Auswärtssieg beim TuS Waldernbach zwei Punkte einfahren, während die FSG Gettenau/Florstadt (21:22 bei der TSG Leihgestern II) und die HSG Wettertal (18:25 gegen die HSG Fernwald) Niederlagen im Abstiegskampf einstecken mussten.

Ein sehr durchwachsenes Wochenende erlebten die heimischen Vertreter in der Handball-Bezirksoberliga der Frauen. Einzig die HSG Mörlen konnte durch einen 38:32 (16:17) -Auswärtssieg beim TuS Waldernbach zwei Punkte einfahren, während die FSG Gettenau/Florstadt (21:22 bei der TSG Leihgestern II) und die HSG Wettertal (18:25 gegen die HSG Fernwald) Niederlagen im Abstiegskampf einstecken mussten.

TuS Waldernbach – HSG Mörlen 32:38 (16:17): Die Wetterauerinnen wurden von Anfang an ihrer Favoritenrolle gerecht und führten durch Luisa Hickel nach acht Minuten mit 6:3. Beim 12:7 (18./Vetter) hatte die HSG den Vorsprung ausgebaut und zudem die Gastgeberinnen zur ersten Auszeit gezwungen. Diese trug Früchte, denn beim 13:11 (22.) war der Vorsprung zusammengeschmolzen. Zu mehr reichte es jedoch zunächst nicht und Mörlen nahm eine knappe 17:16-Führung mit in die Pause. Nach dem Seitenwechsel war es dann die Heimsieben, die mächtig aufs Tempo drückte und beim 19:19 (34.) ausgeglichen hatte. Hiernach war jedoch wieder die von Frank Weidenauer trainierte HSG am Zug und setzte sich mit einem kurzen Zwischenspurt auf 25:20 (40./K. Dietz) ab. Damit hatten die Gäste für die Vorentscheidung gesorgt, auch wenn Waldernbach in der 50. Minute noch einmal auf drei Tore herankam (29:26/50.). In den letzten Minuten warfen beide Teams munter weiter Tore, sodass am Ende insgesamt 70 (!) Treffer fielen. "So viele Tore sieht man selten, das hatte vor allem mit zwei schwachen Abwehrreihen zu tun. Hier müssen wir uns nächste Woche gegen Marburg/Capel steigern. Erfreulich war heute, dass alle Feldspielerinnen getroffen haben", analysierte der HSG-Vorsitzende Siggi Bläsche.

HSG Mörlen: Hahn, Kieninger; Vetter (8/1), Hickel (7), Heil (6), Wagner (6/1), Katharina Dietz (4), Schneider (3), Bühler (2), Kloppenburg (2).

HSG Wettertal – HSG Fernwald 18:25 (9:14): Die HSG legte gut los und führte nach vier Minuten mit 3:1. Die favorisierten Fernwälderinnen glichen zwar schnell aus (3:3/9.), doch Wettertal hielt die Partie bis zum 5:5 (14./Rettig) offen. Danach kippte das Spiel aufgrund einer Wettertaler Schwächephase jedoch zugunsten der Gastgeberinnen, die sich über das 9:5 (29.) bis zur Pause auf 14:9 absetzen konnten. Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel. Beim 18:12 (41.) hatten die Heimsieben ihren Vorsprung minimal ausgebaut, ehe sich die Gäste noch einmal aufbäumten und beim 16:20 (47.) wieder etwas herangekommen waren. Aber die Heim-HSG berappelte sich schnell wieder und hatte beim 24:17 (53.) alle Hoffnungen der Wetterauerinnen im Keim erstickt. Letztlich siegte der Tabellenzweite verdient mit 25:18. "Fernwald ist taktisch unglaublich gut aufgestellt. Vor allem das starke Eins-gegen-eins auf Rechtsaußen und im Rückraum haben wir nicht in den Griff bekommen.", bilanzierte Siegel, der den A-Jugendlichen Johanna Wolf und Laura Ewald allerdings eine gute Leistung bescheinigte.

HSG Wettertal: Heller, Marsteller; Reif (5/3), Wolfner (4), Rettig (3), Weil (2), Ewald (2), Wolf (1), Brückel (1), Bayer, Kunzelmann, Kerschner.

TSG Leihgestern II – FSG Gettenau/Florstadt 22:21 (12:11): Nach dem 1:0 für die TSG übernahmen die Gäste das Kommando und hatten sich bis zur sechsten Minute eine 4:1-Führung erspielt. Die 6:0-Abwehr stand stabil und der Angriff bewegte sich auch ohne Ball ausreichend, um die Abwehr der Gastgeberinnen auszuspielen. Folgerichtig führte die Mannschaft von Daniel Ginter auch nach 15 Minuten noch komfortabel mit 8:4. Nun schlichen sich jedoch langsam Fehler ein und der bisher so starke Angriff brachte nicht mehr viel zustande. Dadurch hatte Leihgestern beim 9:10 (24.) den Anschluss geschafft und kurz vor der Pause sogar ausgeglichen (11:11/29.). Eine Sekunde vor dem Pausenpfiff kassierte die FSG dann sogar noch das 11:12. Nach dem Seitenwechsel konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Immer wieder legte Leihgestern vor und Gettenau/Florstadt glich aus. Die Ginter-Sieben schenkte im Angriff allerdings auch immer wieder leichtfertig den Ball her und lud das Heimteam somit zu schnellen Toren ein. Trotzdem war in der 55. Minute beim Stand von 19:18 noch alles offen, ehe die TSG nach einer Gäste-Auszeit auf 22:18 (57.) davoneilte und somit für die Entscheidung sorgte. "Jetzt müssen wir halt die Punkte gegen ein Spitzenteam einfahren", sagte Daniel Ginter, der zur kommenden Saison die Mannschaft allerdings nicht weiter trainieren wird. Ein Nachfolger für ihn ist bislang noch nicht gefunden.

FSG Gettenau/Florstadt: Brockhoven, Kappes; Laura Müller (5/3), Stiefel (4), Borst (4), Schmeißer (3), Ginter (2), Ende (2), Leonie Müller (1), Bienek, Mogk, Doll, Glaub, Schmidt.

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