Zwei Siege und der Abstiegskampf

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In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen stand am Wochenende aus heimischer Sicht den zwei deutlichen Heimsiegen der HSG Mörlen (31:20 gegen die TSG Leihgestern II) und der HSG Wettertal (27:15 gegen den TuS Waldernbach) eine Auswärtsniederlage der FSG Gettenau/Florsdtadt (21:25 in Vollnkirchen) gegenüber. Während sich die beiden Siegermannschaften in neutralem Feld der Tabelle bewegen, wird die Lage für die FSG zunehmend bedrohlich. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nur noch einen Punkt.

In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen stand am Wochenende aus heimischer Sicht den zwei deutlichen Heimsiegen der HSG Mörlen (31:20 gegen die TSG Leihgestern II) und der HSG Wettertal (27:15 gegen den TuS Waldernbach) eine Auswärtsniederlage der FSG Gettenau/Florsdtadt (21:25 in Vollnkirchen) gegenüber. Während sich die beiden Siegermannschaften in neutralem Feld der Tabelle bewegen, wird die Lage für die FSG zunehmend bedrohlich. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nur noch einen Punkt.

HSG Mörlen – TSG Leihgestern II 31:20 (15:10): Der souveräne Heimsieg der Mörler Frauen hatte seine Initialzündung in einem von Lena Michel gehaltenen Siebenmeter in der fünften Spielminute beim Stand von 2:2. In den folgenden drei Minuten sorgten vier HSG-Tore in Folge für eine erste beruhigende 6:2 Führung, die mit einfachen Toren der ersten und zweiten Welle bis auf 10:4 (T.Wagner/17.) ausgebaut wurde. Nach dem Wechsel wurde Lisa Vetter im Mörler Rückraum von der TSG-Deckung mit einer offensiven Deckungsvariante aus dem Spiel genommen. Diese Maßnahme und eine schwache Chancenverwertung, die auch der starken Leistung der Gästetorhüterin Alina Glitsch geschuldet war, brachte die Gäste beim 13:16 aus ihrer Sicht (37.) wieder in Reichweite. Zwei Tore von Juliane Wagner beförderte die HSG jedoch wieder auf den Erfolgsweg: Nach dem nun erzielten 18:13-Zwischenstand entschied sich Leihgestern dafür, neben Vetter auch noch Franziska Dietz offensiv zu decken. Dies erwies sich als kontraproduktiv. Die jetzt entstehenden Räume wurden von den schnellen Mörler Angreiferinnen ein ums andere Mal dazu genutzt, um die Führung bis zum Abpfiff kontinuierlich auszubauen. Die Schlusspunkte wurden von Franziska Dietz gesetzt, die mit dem 30:20 zunächst den Vorsprung auf zehn Tore erhöhte und im Anschluss den letzten Treffer des zuletzt einseitigen Spiels erzielte. Beim Sieger verdiente sich Torfrau Lena Michel ein Sonderlob. Sie brachte es auf insgesamt fünfzehn Paraden und entschärfte dabei auch zwei Siebenmeter.

Mörlen: Michel, Kieninger; Heil (1), Bühler (2), Theresa Wagner (1), Juliane Wagner (8/3), Franziska Dietz (5), Vetter (5/3), Kloppenburg (2), Katharina Dietz (4), Hickel (3).

Coach Siegel hochzufrieden

HSG Wettertal – TuS Waldernbach 27:15 (12:7): Als "gut und wichtig" bezeichnete HSG-Trainer David Siegel den Heimsieg seiner Mannschaft gegen die Gäste aus dem Westerwald und hatte dabei vor allem die Tabelle in Blick. "Im Vergleich mit Waldernbach haben wir uns jetzt einen Vorsprung von drei Punkten erarbeitet und auf die Abstiegsränge sind es sogar fünf Punkte", freute er sich. Seine Mannschaft hatte lediglich in den ersten zwanzig Minuten Probleme mit den Gästen. "Über die Achse Rückraum/Kreis ist der TuS immer wieder zu Toren gekommen", berichtete Siegel. Mit Fortdauer des Spiels stellten sich die HSG-Frauen besser auf diese Problematik ein und setzten sich halbzeitübergreifend bis auf 14:7 (Weil /34.) ab. Damit war das Spiel entschieden. Siegel nutzte die restliche Spielzeit um dem Nachwuchs Spielanteile zu geben. "In der Endphase zeigte unsere A-Jugendliche Laura Ewald ihr Potenzial im linken Rückraum und trug sich auch in die Torschützenliste ein", lobte der HSG-Trainer. Auch seinen Torfrauen Irina Heller und Tamara Marstaller, die sich wie gewohnt die Einsatzzeiten aufteilten, bescheinigte er eine gute Leistung. Mit dem 22:12 (Ewald/46.) knackte Wettertal frühzeitig die Marke der Zehn-Tore-Führung und brachte den deutlichen Heimsieg souverän unter Dach und Fach.

Wettertal: Heller, Marsteller; Weil (4), Bayer (2), Strube, Kerschner (3), Rettig (1), Kunzelmann, Wolfner (6), Glaum (2), Exner (3), Ewald (1), Reif (3), Brückel (2/1).

TuS Vollnkirchen – FSG Gettenau/Florstadt 25:21 (11:14): Die Mannschaft von Trainer Daniel Ginter scheiterte in diesem Spiel letztlich an ihren großen personellen Problemen. Neben den Ausfällen von Daniela Kappes, Elli Freiter und Ellen Bienek hatte die FSG etliche grippegeschwächten Spielerinnen mit an Bord, die nur sporadisch eingesetzt wurden. Daneben stand mit Maire Brockhoven lediglich eine Torfrau zur Verfügung. Die Anfangsviertelstunden verschlief die Ginter-Sieben total was einen 5:8-Rückstand zur Folge hatte. Dann wendete sich das Blatt: Mit dem 9:9 (Borst/22.) war das Ergebnis erstmals ausgeglichen und bis zum Wechsel sicherten sich die Gäste eine 14:11-Halbzeitführung. Mit Beginn der zweiten Halbzeit nahmen die Gastgeberinnen Jacqueline Borst, die in der ersten Halbzeit sechs Tore erzielt hatte, aber mit einer personenbezogenen Deckung aus dem Spiel. Nur fünf Minuten nach dem Wechsel musste Borst aufgrund eine Verletzung das Spielfeld für den Rest des Spiels verlassen. Vollnkirchen nutzte diese zusätzliche Gettenauer Schwächung und glich beim 18:18 aus, um danach mit 20:18 (43.) vorzulegen. Gegen den dezimierten FSG-Kader wurde der Vorsprung bis zum Abpfiff verdoppelt. "Es lief, wie es in solchen Spielen dann läuft: Es gingen bei den Gastgeberinnen etliche Pfosten- und Lattentreffer noch rein, während sie bei uns heraussprangen", veranschaulichte Ginter zusätzliches Pech im Spiel, das die Niederlage seiner Mannschaft begünstigte.

Gettenau/Florstadt: Brockhoven; Mogk (1), Doll, Schmeißer (1), Laura Müller (7/4), Leonie Müller, Glaub, Ginter (1), Schmidt, Stiefel (2/1), Borst (6), Ende (3).

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