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Zwei Sekunden vor Schluss die Partie verloren

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(jms) Einen herben Rückschlag mussten die Landesliga-Handballer der HSG Münzenberg/Gambach bei ihrem gestrigen Auswärtsspiel in der Sporthalle der Lollarer Clemens-Brentano-Europaschule gegen den gastgebenden TV 05 Mainzlar hinnehmen.

In den Schlussminuten unterlag das Team von Trainer Thomas Zeitz in einer turbulenten Partie mit 29:30 (18:17). Dabei waren die Wetterauer über die gesamte Spielzeit mindestens ebenbürtig. Doch Nachlässigkeiten in der Abwehr hatten wieder einmal das unerwünschte Ergebnis zur Folge.

Nach dieser Niederlage kann die HSG das angepeilte Ziel - mit einem positiven Punkteverhältnis den Jahreswechsel zu bestreiten - nicht mehr erreichen.

»Wir haben eigentlich nicht schlecht gespielt. Doch zum Schluss haben wir etwas die Ordnung verloren«, kritisierte Mannschaftsbetreuer Tim Grossmann. Es war also wie immer, wenn beide Teams gegeneinander spielen. Turbulent, dramatisch und am Ende ein Spielausgang, den so keiner erwartet hätte. Im vergangenen Jahr holte die HSG in Lollar einen Rückstand von drei Toren in den letzten Sekunden auf und schaffte ein Unentschieden. Diesmal gelang ein ähnliches Kunststück dem TVM, der in der 57. Minute mit 27:29 in Rückstand lag. Johannes Brückel hatte den Ball im Tor von Felipe Carvalho platziert und die Wetterauer auf die Siegesstraße gebracht. Doch von dieser kamen die Zeitz-Schützlinge auch gleich wieder ab. Mainzlars Kreisläufer Micha Wiener durchkreuzte die Pläne der HSG und zeigte sich als cleverer und torgefährlicher Spieler.

Mit seinen Toren zum 29:29 und 30:29 (zwei Sekunden vor der Schlusssirene) setzte der gute und wendige Kreisläufer den Gästen den Todesstoß.

Dabei hatte alles so gut für die Münzenberger angefangen. Felix Großmann - der abermals gute Arbeit ablieferte - netzte nach fünf Minuten zum 4:3 ein und erhöhte vier Minuten später auf 8:5. Mainzlar sah sich gezwungen eine Auszeit zu nehmen - ein kluger Schachzug, wie sich später herausstellen sollte. Denn kaum waren die Staufenberger wieder zurück auf dem Parkett, legten sie so richtig los. Eine Serie von 6:0 Toren brachte den TVM mit 11:8 in Front. Vier dieser sechs Treffer markierte Michael Kern - drei davon per Tempogegenstoß. »Auch wir mussten dann natürlich eine Auszeit nehmen und darauf aufmerksam machen, dass wir ruhiger spielen müssen«, meinte Grossmann. Und auch das war von Erfolg gekrönt, denn danach kamen die Gäste wieder besser zur Geltung. Kai-Uwe Ratz schaffte per Siebenmeter in der 22. Minute den Anschluss zum 12:13 und wenig später sogar das Tor zum 14:14. Als Steffen Schubert kurz vor der Pause das 18:16 gelang, war die Münzenberger Welt wieder in Ordnung.

Auch im zweiten Durchgang schaffte es die HSG das Spielgeschehen an sich zu reißen und zu dominieren - zumindest phasenweise. Schuberts Treffer zum 22:19 in der 39. Minute ließ auf einen Auswärtssieg hoffen. Und selbst als Sebastian Höpfner zum 23:23-Ausgleich einwarf, bekam das Spiel noch keine Wendung. Bis Micha Wiener zuschlug und für einen ganz bitteren Moment für Münzenberg/Gambach sorgte. Nächste Woche steht das Derby gegen Petterweil an.

HSG Münzenberg/Gambach: Eckhard, Langsdorf; Ratz (12/8), Brückel (4), Felix Großmann (6), Kneissl, Hitzel, Florian Großmann (4), Zeiß, Boller, Schubert, Stelzenbach (2), Mathes, Zeitz (1).

Im Stenogramm - Schiedsrichter: Schwalbe/Göttmann (TSV Habitzheim). - Zuschauer: 130. - Zeitstrafen: 10:14 Minuten. - Siebenmeter: 5/3:8/8.

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