Gemeinsam sind sie stark: Mit einem Arbeitseinsatz von insgesamt fünf Mannschaften der HSG Mörlen ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem "Pool für Dennis" gemacht. FOTO: PV
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Gemeinsam sind sie stark: Mit einem Arbeitseinsatz von insgesamt fünf Mannschaften der HSG Mörlen ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem "Pool für Dennis" gemacht. FOTO: PV

Zusammenhalt im Verein mal anders

  • vonred Redaktion
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(hep). Die Handballer der HSG Mörlen haben dieser Tage einmal mehr gezeigt, dass ein Sportverein auch über das Spielfeld hinaus in andere Lebensbereiche hineinwirkt.

Unter Federführung von Frauentrainer Micha Chadim haben sich die Trainer der insgesamt vier Aktivenmannschaften und der männlichen A-Jugend-Mannschaft zusammengefunden und das Projekt "Pool für Dennis" ins Leben gerufen.

Dennis ist der Bruder von Licia Heister, einer Spielerin der ersten Frauenmannschaft. Mit einer Behinderung zur Welt gekommen, ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Gemeinsam mit seiner Mutter erfuhr er oftmals schmerzlich, dass er in öffentlichen Schwimmbädern nicht von allen Besuchern willkommen ist. Der Ausweg: Ein Pool im Garten "muss her". Mithilfe einiger Freunde gingen sie die Aufgabe an. Leider fehlte das nötige Fachwissen. Und so entstand im Garten ein halbfertiges Loch und vier große Erdhügel aus dem Aushub.

Bei einem Besuch von Frauentrainer Chadim bei seiner, nach einer Operation am Daumen, verletzten Spielerin, sah er das Chaos im Garten. Er sprach daraufhin mit seinen Trainerkollegen Kevin Dannwolf, Christian Langer und Jan-Béla Weinem, und gemeinsam mit ihren Mannschaften wurden kurzfristig Trainingseinheiten gestrichen und in einen Arbeitseinsatz, der einen vollem Tag in Anspruch nahm, umgewandelt.

Während die Männer schufteten, übernahmen die Frauen das Catering. Insgesamt waren 30 Spieler im Einsatz zu versorgen. Aufgrund der geltenden Corona-Regeln und des zu beachtenden Abstands, wurde Gruppen eingeteilt, die sich bei der Arbeit abwechselten.

Der erste Schritt ist nun getan und der nächste, Kies für das Fundament als Untergrund ins Loch einzubringen, ist bereits in Planung. Unterstützung durch das Bereitstellen der nötigen Gerätschaften erhielten die Mörler Handballer durch die Firma Maximilian Bock Garten- und Landschaft, bei der Spieler Lukas Krauße beschäftigt ist,

Fazit: Eine tolle Aktion, die beweist, dass der Vereinssport nach wie vor eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielt, lebt bei der HSG Mörlen. Initiator Micha Chadim sagt außerdem: "Jeder, der das Projekt "Pool für Dennis" unterstützen möchte, sei es finanziell, mit Sachspenden oder auch körperlich, ist willkommen und kann sich jederzeit bei mir unter der Nummer 01 51/56 05 16 25 melden".

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