Zukunft von Frankfurt Universe bleibt ungewiss

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Das Bild hatte Symbolcharakter. Am Himmel hatten sich dunkle Wolken über der Sportanlage des FC Enkheim zusammengebraut. Der Wind pfiff ungemütlich, doch die jungen Männer auf dem Platz beeindruckte das drohende Unheil nicht. Mehr oder weniger geschickt lösten sie die Aufgaben, die Chefcoach Brian Caler und das Trainerteam des Football-Erstligisten Frankfurt Universe ihnen stellten. Da waren Geschicklichkeitsübungen, bei denen nach Überwinden kleiner Hindernisse auch noch ein rollendes Ei aufgenommen werden musste. Andere versuchten sich an weiten Pässen oder hüpften mit einer Hand am Boden rückwärts im Kreis. Die Brocken schließlich, die sich als Fullback und für die Blockarbeit eignen, stampften eigenwillige Choreografien mit wenigen Schritten und erhobenen Händen.

Das Bild hatte Symbolcharakter. Am Himmel hatten sich dunkle Wolken über der Sportanlage des FC Enkheim zusammengebraut. Der Wind pfiff ungemütlich, doch die jungen Männer auf dem Platz beeindruckte das drohende Unheil nicht. Mehr oder weniger geschickt lösten sie die Aufgaben, die Chefcoach Brian Caler und das Trainerteam des Football-Erstligisten Frankfurt Universe ihnen stellten. Da waren Geschicklichkeitsübungen, bei denen nach Überwinden kleiner Hindernisse auch noch ein rollendes Ei aufgenommen werden musste. Andere versuchten sich an weiten Pässen oder hüpften mit einer Hand am Boden rückwärts im Kreis. Die Brocken schließlich, die sich als Fullback und für die Blockarbeit eignen, stampften eigenwillige Choreografien mit wenigen Schritten und erhobenen Händen.

Mehr als 40 Kandidaten hatten sich zum Tryout für die Saison 2019 locken lassen. Dabei ist nicht klar, ob es diese für den Finalisten in der German Football League überhaupt geben wird. Caler und seine Kollegen wollen in den nächsten Tagen dennoch die Testbögen auswerten. Der Amerikaner hat bis Ende des Jahres einen Vertrag, ab dann ist der einzige Hauptamtliche im Universe-Trainerkader arbeitslos gemeldet.

In der Zwischenzeit erfüllt er seine Aufgabe nach bestem Gewissen. Doch auch die Geduld des 38-Jährigen wird irgendwann enden. Das müsse sie, betont der Familienvater, will er nicht Gefahr laufen, im Sommer mit leeren Händen dazustehen.

Wirklich handlungsfähig ist bei den Footballern aktuell keiner. Insolvenzverwalter Thomas Rittmeister hat am Montag bei Gericht seinen Insolvenzplan eingereicht und den zuständigen Richter dabei gebeten, zeitnah sein Urteil abzugeben. Sollte der Entscheidungsträger "einen Haken daran setzen", wird das Konzept, das die für die Profis zuständige Frankfurt Universe Betriebs GmbH (FUB) von ihren Schulden befreien soll, den Gläubigern zur Einsicht und erhofften Zustimmung bei einer terminlich noch festzusetzenden Veranstaltung freigegeben.

Die Quoten, die diese auf dieser Basis als Rückzahlung zu erwarten haben, sind laut Rittmeister "sehr bescheiden". Wenig gab es bei der viel zu hoch belasteten FUB zu Geld zu machen. Die minimale Ausstattung, die noch übrig ist, wird sie für sich selbst wieder einkaufen müssen. Aus einer Kasse heraus, die schon allein deshalb nicht gefüllt werden kann, weil die Zukunft offen ist. Dass potenzielle Sponsoren bereits "in den Startlöchern sitzen", wäre laut Alexander Landsiedel, dem neuen Präsidenten des AFC Universe, zu hoch gegriffen. Doch es habe bereits positive Gespräche gegeben. Die Lizenzunterlagen wurden im November beim Verband eingereicht. Wann dieser über eine Zukunft der Universe entscheidet, ist ungewiss. "In diesem Jahr wohl nicht mehr", so Landsiedel.

Enthalten ist in den Papieren auch der im Sommer abgeschlossene Vertrag mit dem FSV Frankfurt über die Stadionmiete für 2019, die sich nach einer Saison ohne entsprechende Kosten wieder auf 12 500 Euro pro Heimspiel belaufen soll. Allerdings war der Kontrakt zustande gekommen, als Namenssponsor Samsung seine Unterstützung noch nicht gekündigt hatte. Da die Stadt als Eigentümer der FSV-Arena Interesse an einem Weiterbestehen des erstklassigen Teams habe, müsse die Sache unter den Parteien neu verhandelt werden, so Landsiedel.

Ansonsten halte man alle Leute, die zum Kern der Universe gehören, auf dem Laufenden über die Entwicklungen. Es gilt jedoch, auch für Spieler attraktiv zu bleiben. Caler erklärt, dass die meisten Abgänge bereits bei Saisonende feststanden. Für Sonny Weishaupt, der seinen gemeinsamen Wechsel mit Teamkollege Andreas Betza nach Grenoble in der vergangenen Woche verkündete, freue man sich über die Chance. Vielleicht stand am Samstag auch schon der Nachfolger des deutschen Quarterbacks auf dem Platz. Moritz Johannknecht, gerade der U19 entwachsen, biete sich womöglich nicht als Backup Nummer eins für einen Topspieler an, aber zumindest für den Kader. Von Katja Sturm

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