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Jugendliche verbringen immer mehr Zeit im Internet, u. a. mit E-Sports. Dieser Trend wird durch die Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen noch verstärkt.

Zu viel Zeit im Internet

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(pm/cso). Nicht nur Schulen sind oder waren lange geschlossen, auch viele Sportvereine können in der Pandemie kaum noch Bewegungsangebote für den Nachwuchs bereitstellen. Wenngleich die jüngsten Lockerungen einige Zugeständnisse für die Unter-15-Jährigen mit sich brachten, hat nicht zuletzt der monatelange Stillstand schon seinen Tribut gefordert. »Kinder und Jugendliche verbringen aus Mangel an Alternativen immer mehr Zeit im Internet«, sagte Veronika Rücker, die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Der DOSB fordert daher gemeinsam mit der Deutschen Sportjugend eine Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes im Web.

»Wir unterstützen ausdrücklich den Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet vor Interaktionsrisiken, Kostenfallen und Suchtgefahren zu stärken«, betonte Rücker. »Das wird auch dazu führen, dass DOSB und dsj sich noch einmal intensiv mit der Positionierung des organisierten Sports zum Umgang mit E-Sport auseinandersetzen.«

Über neun Stunden pro Tag sind Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren durchschnittlich im Internet unterwegs, haben repräsentative Erhebungen aufgezeigt. »Wir fordern die dringend notwendige Anpassung des Jugendschutzgesetzes an die heutige Medienrealität. Wir müssen Kinder und Jugendliche im virtuellen Raum mehr schützen und Regulierung auch im Bereich des sogenannten E-Sports ausbauen. Insbesondere der Schutz vor Suchtgefahren steht im Mittelpunkt«, erklärte Michael Leyendecker, Vorsitzender der Sportjugend.

Kinder und Jugendliche zu befähigen, sich kompetent im Netz zu bewegen und die Angebote dort zu nutzen und mitzugestalten, ist eine wichtige Aufgabe für Bildungseinrichtungen sowie Vereine und Verbände, auch im Sport. Diese Aufgabe kann allerdings nur erfüllt werden, wenn es einen effektiven Jugendmedienschutz gibt, meint der DOSB.

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