Fußball / Hessenpokal

Zeitplan hat es in sich

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(jm). Matthias Bausch ist derzeit nicht zu beneiden. Der Stellvertretende Fußballwart des Hessischen Verbandes (HFV) ist als Spielleiter für die Durchführung des Landespokals zuständig. Gerade die Fortsetzung des Cup-Wettbewerbs ist ihm ein Anliegen.

Lukrativ ist die Teilnahme zudem, auch wenn der Deutsche Fußball-Bund die Höhe der Antrittsgelder noch nicht kommuniziert hat. 2020/21 erhielt jeder Erstrunden-Teilnehmer 155 000 Euro. Davon gibt der Sieger des Hessenpokals vereinbarungsgemäß 40 000 Euro an die Klubs ab, die mindestens die zweite Runde des Hessenpokals bestreiten. So ist es möglich, jedem Klub der zweiten Runde 500, des Achtelfinales 750, des Viertelfinales 1000, des Halbfinales 2000 auszuschütten. Dem Finalisten winken 3250 Euro.

Der Haken: Aktuell sind keine Fans zugelassen, was die Einnahmen im Wettbewerb deutlich schmälert. Offen ist aber vor allem, wann die ausstehenden Runden ab dem Achtelfinale ausgetragen werden können. Bis 28. März ist der Corona-Lockdown durch die Politik ausgeweitet worden. Solange geht auch unter Anwendung der komplizierten Öffnungsszenarien nichts - zumindest für Amateure. Drittligist SV Wehen Wiesbaden (gastiert beim Hessenligisten SV Zeilsheim) sowie die Regionalligisten FSV Frankfurt (muss zum Hessenligisten FSV Fernwald), Kickers Offenbach (beim Hessenligisten Hünfelder SV), TSV Steinbach Haiger (beim Süd-Verbandsligisten SV Pars Neu-Isenburg), Hessen Kassel (beim Kreisoberligisten SV Hallgarten), FC Gießen (beim Hessenligisten Fulda-Lehnerz), Eintracht Stadtallendorf (beim Mitte-Verbandsligisten FV Biebrich) und Bayern Alzenau (beim Nord-Verbandsligisten Lichtenauer SV) trainieren zwar. Die übrigen acht Vereine aber sind seit November dazu verurteilt, ihren Spielern Trainingspläne für zu Hause auszugeben.

Keine Spiele vor Ende April

»Sie brauchen also eine Vorlaufzeit«, betont Bausch. Nach dann mehr als vier Monaten Zwangspause schätzt er, dass die Clubs mindestens drei Wochen benötigen. Heißt: Vor Ende April gibt es Stand heute keine Pokalspiele. Und selbst dann wird es eine große Herausforderung, die Runde durchzubekommen. Vor allem dann, wenn auch der Ligenbetrieb wieder starten sollte. Für die vier sich noch im Wettbewerb befindlichen Hessenligisten würde das bedeuten, dass sie sieben Punktspiele bis zum 13. Juni zu absolvieren hätten, um die Hinrunde zu beenden, dazu eben mindestens noch ein Hessenpokalspiel.

Für den 22. Mai hat der DFB den Finaltag der Amateure angesetzt, an dem er die Landespokalsieger fernsehformat-tauglich ermitteln lässt. Für Clubs wie den FSV Frankfurt und Kickers Offenbach, die dann im Aufstiegsrennen in der Regionalliga stecken könnten, wäre das eine zusätzliche Herausforderung. Alternative Austragungsmodelle gibt es laut Bausch nicht. »Ich bin kein Freund des Losens oder Bestimmens«, sagt er. Auch ein Turnier in einer Art »Bubble« ist nicht angedacht.

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