Keeper Dominik Dönges will auch in der neuen Saison ein großer Rückhalt seiner TSG sein. ARCHIVFOTO: CHUC
+
Keeper Dominik Dönges will auch in der neuen Saison ein großer Rückhalt seiner TSG sein. ARCHIVFOTO: CHUC

Saisonvorschau

Zeit für etwas Neues bei der TSG Ober-Wöllstadt

Kreisoberligist TSG Ober-Wöllstadt hat ambitionierte Ziel: mehr als Platz fünf im Vorjahr soll es sein. Die Verantwortung dafür zu sorgen liegt beim neuen Spielertrainer.

Ein neuer Ansatz, ein breiter Kader, kompensierte Schwächen. Es hat sich einiges geändert bei der TSG Ober-Wöllstadt, dem Friedberger Kreisoberligisten. Auch wenn ein Platz fünf im Vorjahr nicht die großen Probleme mit sich bringt, die gelöst werden wollen, wusste man, wo es galt, anzupacken. Gezwungenermaßen war dies auch auf der Trainerbank der Fall, denn mit Harez Habib steht ein neuer Mann an der Seitenlinie - und damit auch eine neue Philosophie, wie er selbst sagt. Auf dem Platz hat man zudem einige Rückkehrer zu vermelden. Mit der TSG ist durchaus zu rechnen.

TSG Ober-Wöllstadt: Harez Habib als neuer Spielertrainer

Was hat sich getan? Bereits im Winter stand fest: Nach Ende der Saison ist Schluss für Trainer Özkan Can. Der Entschluss kam von ihm selbst, aus familiären Gründen. Und die Lösung lag auf der Hand: Harez Habib war im Winter ursprünglich als Spieler nach seiner Entlassung beim FC Karben nach Ober-Wöllstadt gewechselt - und wurde prompt zum Spielertrainer gemacht. "Es war sozusagen die nächstliegende Lösung", bringt es Spielausschuss Jörg Linke auf den Punkt und ergänzt: "Er kennt die Liga und die Leute. Das Training gestaltet er sehr motiviert, verlangt aber auch viel ab."

Auch bezüglich Spielermaterial sind einige dazugestoßen. Gleich vier Spieler sind vom Ex-Club Habibs zur TSG gewechselt, darunter Mittelfeld-Allrounder Momodou "Mo" Jallow sowie Lars Menzel und Tim Schütz die nach der Saison 2018/19 erst weggewechselt waren. Währenddessen wurde mit Nouh El Maimouni ein Mann für den zentralen Sturm verpflichtet - und auch ganz hinten ist man nun breiter aufgestellt: Gökhan Cirak soll Keeper Dominik Dönges zwischen den Pfosten entlasten und mehr Variabilität bieten. Und Abgänge? Zwei vielleicht entscheidende: Niklas Roskoni und Steffen Münk, die Toptorschützen, kehren beide ihrem Club den Rücken. Linke spricht allerdings von einer qualitativen Verbesserung, vor allem im Mittelfeld. Kompensieren muss man seine beiden Goalgetter dennoch.

TSG Ober-Wöllstadt will mehr als Platz aus dem Vorjahr

Wie läuft die Vorbereitung? Das Verlangen, zu kicken, wurde bis vor drei Wochen mit lockereren Einheiten gestillt, ab dann ging es wieder zur Sache. Und auch an Testspielen hat man bereits einige absolviert, zwei von vier wurden gewonnen - Fehler quasi "erwünscht". Denn Schwächen sollen noch ausfindig gemacht und Fehler verbessert werden. Im Training wird Wert auf Athletik, Koordination, Ballgefühl gelegt. Das Ziel: Den Spielstil verändern, die Mannschaft hin zu einem aktiven, agierenden Team entwickeln. Coach Habib spricht in diesem Rahmen sogar von einer neuen Spielphilosophie, die eine grundsätzliche Änderung der Taktik beinhaltet. Es soll darum gehen, mit mehr Ballbesitz zu handeln, das Spiel zu bestimmen.

Wie lautet die Zielsetzung? Konkret strebt man in Ober-Wöllstadt eine Verbesserung zum Vorjahr an. Das ist ambitioniert, denn nach Platz fünf kommt nicht mehr viel. Vom Aufstieg spricht man allerdings nicht, will seine Ziele nicht zu sehr vom Tabellenplatz abhängig machen. Der Blick richtet sich eher auf die Leistungsentwicklung der Mannschaft sowie die Ver- besserung der Flexibilität und der Breite. Des Weiteren geht es dem Team darum, "attraktiven Fußball zu spielen und rauszuholen, was in der Mannschaft steckt", so Linke. Dabei schaut man lieber zunächst, was die Ligafavoriten um den FC Ober-Rosbach und den SV Nieder-Weisel so machen.

TSG Ober-Wöllstadt: Verstärkte Mannschaft geht positiv in die neue Runde

Das sagt der Trainer: "Ich habe eine von Özcan Can gut hinterlassene Mannschaft vorgefunden, die mit Platz fünf eine gute Platzierung hingelegt hat", so Habib. Über den neuen Spielstil weiß er: "Die Mannschaft braucht Zeit für die Änderungen, zeigt aber eine hohe Lernbereitschaft". Und auch unter den "Alteingesessenen" finde sich noch ein gewisses Feuer, die Motivation im Team sei spürbar. Es handele sich zudem um eine qualitativ verstärkte Mannschaft, mit der man sehr positiv in die Runde gehe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare