Der VfB Friedberg vor der Saison 2020/2021 mit (hintere Reihe, v. l.) Trainer Rainer Pausch, Tobias Urban, Marius Kenne Wa, Enes Acar, Jonas Kamphausen, David Meyer, Malte Strothmann, Lukas Aschaber, Saber Ben Neticha, Martin Krank, Betreuer Kemal Maouche, Betreuer Carsten Lesiak; (vorn, v. l.) Sebastian Becker, Clovis Keumaleu Kandjeu, Christopher Jakobs, Manuel Schneider, Hüseyin Gökcen, Dominique Ware.
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Der VfB Friedberg vor der Saison 2020/2021 mit (hintere Reihe, v. l.) Trainer Rainer Pausch, Tobias Urban, Marius Kenne Wa, Enes Acar, Jonas Kamphausen, David Meyer, Malte Strothmann, Lukas Aschaber, Saber Ben Neticha, Martin Krank, Betreuer Kemal Maouche, Betreuer Carsten Lesiak; (vorn, v. l.) Sebastian Becker, Clovis Keumaleu Kandjeu, Christopher Jakobs, Manuel Schneider, Hüseyin Gökcen, Dominique Ware.

Saisonvorschau

VfB Friedberg: Zeit für einen langfristigen Plan

Nach dem Abstieg aus der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West vor zwei Jahren ging es für den VfB Friedberg stets ein bisschen bergab: Erst Neunter, dann Zwölfter, jetzt Abstieg aus der Kreisoberliga Friedberg? Nein, mit der Talfahrt soll jetzt Schluss sein - an den Gedanken, dass es nach unten geht, verschwendet man beim VfB keine Zeit. Denn man hat nach eigenen Angaben aus seinen Fehlern gelernt, vergibt keine Vorschusslorbeeren und hat angepackt: mit dem erfahrenen Neu-Coach Rainer Pausch, neuer Breite im Kader und einer als Team auftretenden Mannschaft.

Was hat sich getan? Man hat vielleicht zwei Jahre gebraucht, um sich nach dem - so Abteilungsleiter Malte Strothmann - "dämlichen Abstieg" wieder richtig in die Bahn zu finden - um Schwierigkeiten wie beispielsweise einen fehlenden Torwart auszumerzen, um den Schwung zu finden, um langfristig zu denken. Doch jetzt soll er da sein, der Schwung: mit Rainer Pausch, vom A-Ligisten FC Kaichen nach Friedberg gekommen und mit langer Erfahrung ausgezeichnet. Der Ex-Petterweiler legt Wert auf Gemeinschaft, Pünktlichkeit und Disziplin, hat laut Strothmann aber auch "immer mal einen Spruch auf den Lippen". Auf dem Platz finden sich gleich zehn Neuzugänge aus verschiedensten Richtungen. Gleich vier Spieler sind von Hessenligist Türk Gücü Friedberg gewechselt und bleiben damit in der Kreisstadt. "Wir haben vor allem eine Breite für die zweite Mannschaft geschaffen und diese stark verjüngt", sagt Strothmann über die Neuzugänge. Mit Manuel Schneider kommt zudem ein neuer Spielertrainer für die "Zwote". Alles in allem besitzt der VfB nun eine bunt gemischte Mannschaft, die vor allem kulturelle Vielfalt mit sich bringt und neben neuer Breite auch Qualität besitzt.

Wie läuft die Vorbereitung? Wie man genau spielen wird, das weiß man auf dem Burgfeld noch gar nicht so richtig. Mit Köpfchen? Oder rabiat? Es sind viele Neue auf dem Platz unterwegs, da muss sich die Taktik erst entwickeln, die Spieler müssen sich als Mannschaft erst finden. Und auch Coach Rainer Pausch muss die Mannschaft erst kennenlernen. Testspiele eignen sich dafür äußerst gut, entsprechend ist man bereits drei Mal aufgelaufen, einen Sieg gab’s dabei gegen Germania Dörnigheim II (Kreis Hanau) Anfang August. Im Training kann man indes seit Wochen mit über 20 Spielern agieren, was auch Pausch positiv stimmt: In der Mannschaft findet sich der Zuspruch, den er sich erhofft und im Training kommt der Spaß, mit dem man in Kombination mit Leistung wieder angreifen will.

VfB Friedberg: Neuer Trainer Rainer 

Wie lautet die Zielsetzung? Es scheint ein schöner Trend zu sein, den Blick erst einmal nicht zu sehr auf die Tabelle zu richten, sondern andere Stellen als wichtiger zu erachten. Denn auch beim VfB Friedberg blickt man langfristig auf den Klub. Es ist sogar von einem "Drei-Jahres-Plan" die Rede, mit dem man sich breiter aufstellen und stabilere Leistungen abliefern möchte. "Es geht darum, sich auf den Sonntag zu freuen, jeden Gegner schlagen zu wollen und Spaß sowie Leistung zu verkörpern", fasst Strothmann zusammen. Nach der von der Coronavirus-Pandemie geprägten Vorbereitung gehe es ferner darum zu schauen, wie die anderen Teams in die Saison starten. Da scheint es ein guter Vorsatz zu sein, sich hinsichtlich der Ziele vor der Saison nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen.

Das sagt der Trainer: "Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein, wie es läuft. Es finden sich Zuspruch und Spaß in der Mannschaft, wir haben genug Leute im Training. Ferner haben wir uns qualitativ verbessert, auch viele Ältere sind zurückgekehrt und wir sind insgesamt besser aufgestellt als vergangenes Jahr. Wir sind generell gut besetzt, da kann man keine Position hervorheben und wollen vor allem als Team stark auftreten."

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