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Auf in einen neuen Spieltag in der Kreisoberliga: Für die TSG Ober-Wöllstadt (r.) geht es im Derby zum Nachbarn SV Nieder-Wöllstadt, die FSG Burg-Gräfenrode empfängt den SV Teutonia Staden.

Im Zeichen zweier Derbys

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(kun). Mit einem Heimspiel gegen den SV Bruchenbrücken eröffnet der Spitzenreiter aus Steinfurth am Freitagabend ab 20.15 Uhr den 14. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga Friedberg. Während der Rangzweite aus Ober-Rosbach an diesem Wochenende spielfrei ist, treffen die Verfolger aus Burg-Gräfenrode und Staden im direkten Duell aufeinander. Somit könnten die Steinfurther ihre Tabellenführung mit einem Heimerfolg gegen die Bärenschweizer ausbauen und zum großen Gewinner des Spieltags avancieren.

"Wir freuen uns auf das anstehende Flutlicht-Duell und wollen unser Polster auf die Konkurrenz mit einem Heimerfolg gegen Bruchenbrücken ausbauen. Auch wenn die Gäste am vergangenen Spieltag einen 8:2-Kantersieg gegen den FV Bad Vilbel II feiern konnten, bin ich fest davon überzeugt, dass wir die Partie gewinnen werden. Meine Mannschaft ist derzeit einfach zu motiviert, um nachlässig zu sein und ihre tolle Position leichtfertig herzuschenken. Zu dieser Jahreszeit auswärts in Bruchenbrücken wäre ich vielleicht mit einem Punkt zufrieden - vor heimischer Kulisse mit der Tabellenführung im Rücken und personell nahezu in Bestbesetzung spielen wir allerdings ganz klar auf Sieg", lässt der Steinfurther Übungsleiter Maxi Esposito keine Zweifel an den Ambitionen der Heimelf aufkommen, die als einziges Kreisoberliga-Team in dieser Saison noch ungeschlagen ist. Einzig Janik Laucht und Esposito selbst stehen dem Tabellenführer nicht zur Verfügung.

Neben dem Heimspiel des Spitzenreiters stehen an diesem Wochenende auch zwei Derbys auf dem Programm. Dabei empfangen die "Roten" aus Nieder-Wöllstadt am Sonntag ab 14.30 Uhr die "Blauen" aus Ober-Wöllstadt zum Gemeindevergleich, während der TSV Ostheim ebenfalls am Freitagabend ab 20.15 Uhr zum Butzbacher Derby beim SV Nieder-Weisel gastiert.

"Das Derby ist für unsere Gemeinde noch immer ein besonderes Ereignis. Zwischen beiden Mannschaften besteht eine historisch gewachsene Rivalität. Kein Verein will das prestigeträchtige Duell verlieren, zumal beide Wöllstädter Klubs mit dem bisherigen Saisonverlauf sicherlich nicht zufrieden sein können. Die Gastgeber haben wesentlich mehr Potenzial, als ihre derzeitige Tabellenposition ausdrückt", ist Ober-Wöllstadts Sportvorstand Stefan Schneider überzeugt. "Wir wollen das Heimspiel gegen Ober-Wöllstadt unbedingt gewinnen, um unsere Tabellensituation zu verbessern. Ein Derbyerfolg könnte uns den nötigen Schwung für die anstehenden Aufgaben verleihen. Leider müssen wir am Sonntag auf den rotgesperrten Philipp Wagner verzichten", erklärt Nieder-Wöllstadts Trainer Torsten Zimmermann unterdessen. Mit elf Punkten rangieren die "Roten" derzeit auf dem zwölften Tabellenplatz, während die Blauen mit zwei Punkten mehr auf dem Konto als Tabellenneunter nur unwesentlich besser dastehen. Mit Ausnahme von Urlauber Loris Hannemann und ihres verletzten Kapitäns Tim Menges können die Gäste personell aus dem Vollen schöpfen.

Duell am Wiesengrund

Mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen waren auch die Fußballer des SV Nieder-Weisel, was ihre Punkteausbeute angeht, zuletzt nicht gerade auf Rosen gebettet. "Gewöhnlich ziehe ich nach jeder fünften Partie ein Zwischenfazit. An den ersten fünf Spieltagen haben wir zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage verbucht. Mit dieser Ausbeute können wir sehr zufrieden sein. Aus den letzten fünf Partien sprangen dagegen nur ein Sieg und ein Unentschieden, dafür aber drei Niederlagen heraus. Das ist für unsere Ansprüche deutlich zu wenig", räumt Nieder-Weisels Trainer Gökhan Kocatürk ein. "Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass wir in den letzten fünf Spielen unter anderem gegen die drei Spitzenteams der Liga gespielt haben. In den kommenden Wochen bis zur Winterpause treffen wir nun auf Mannschaften, die eher unserer Kragenweite entsprechen. Das bedeutet, dass wir bis zum nächsten Zwischenfazit wieder eifrig Punkte sammeln und damit am besten bereits im Derby gegen Ostheim anfangen wollen", fordert Kocatürk vor dem Nachbarschaftsduell.

"Die Zuschauer werden ein Spiel auf Augenhöhe erleben, bei dem die Mannschaft mit dem größeren Willen und Kampfgeist am Ende als Sieger vom Platz gehen wird. Ich bin guter Dinge, dass meine Jungs das sein werden", glaubt der Nieder-Weiseler Coach. Die Personalsituation im Lager der Hausherren hat sich im Vergleich zu den Vorwochen deutlich entspannt. Dominik Friede, Yannik Schäfer, Gernot Matz und Top-Torjäger Manuel Volp sind allesamt wieder mit an Bord. Frederic Nockemann, Pascal Rohe, Florian Krimmel, Mathieu Wolf, Moritz Hildebrand und Benjamin Jurowski stehen den Gastgebern dagegen nicht zur Verfügung. Hinter dem Einsatz von Jannik Hesse steht zudem noch ein Fragezeichen. "Wir werden auch aufgrund des vorhandenen Personals unsere Taktik und die Vorgaben anpassen", sagt Kocatürk und verspricht: "Die Zuschauer am Wiesengrund dürfen eine interessante und hochklassige Kreisoberliga-Partie erwarten."

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