Im Zeichen des Abschieds

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(pie). Die Entscheidung von Bundesligist HSG Wetzlar, den Vertrag von Trainer Kai Wandschneider mit Vertragsende 2021 auslaufen zu lassen, sorgt in der Handball-Welt für Verwunderung und Unverständnis. Im Fan-Lager gar für Wut ob der schwammigen Begründung des Klubs. Das Team ist derweil am Sonntag (16 Uhr/live auf Sky) bei der SG Flensburg/Handewitt gefordert.

Wandschneider selbst sagt: Diese Klarheit brauchen wir. Gerüchte schwebten im Raum, selbst Spieler sind angesprochen worden. Das ist ein hochsensibles System zwischen Mannschaft und Trainer, das dadurch destabilisiert werden kann. Das war auch die Absicht derjenigen, die Gerüchte in die Welt gesetzt haben. Aber dieser Anschlag ist absolut fehlgeschlagen. Wir spielen eine überragende Saison, das ist ein klares Statement der Mannschaft." Der Coach will sich weiter auf seine Arbeit konzentrieren, muss aber abwarten, welche Auswirkungen die Entscheidung auf die Mannschaft hat. 25 Punkte sind andererseits ein solides Polster, sodass der Verein kaum noch in Abstiegsgefahr geraten wird. In den nächsten beiden Auswärtsspielen hat die Mannschaft Zeit, sich zu sammeln. "Das Heimspiel gegen Göppingen wird wahrscheinlich ein komisches Spiel werden", sagt Wandschneider.

Gegner Flensburg/Handewitt hat sich in der Champions League mit Siegen bei Elverum Handball und gegen Szeged warmgeworfen. "Die Leistung meiner Mannschaft im Spiel gegen Szeged war herausragend, daran möchten wir natürlich anknüpfen", erklärt Coach Maik Machulla. Die Rollenverteilung ist klar. "Wir wollen die Aufgabe sportlich lösen und wissen um die Qualität von Wetzlar", sagt Machulla. "Kai hat die Mannschaft sehr gut stabilisiert und sie aus jungen, unbekannten Leuten geformt und weiterentwickelt. Sie werden hoch motiviert sein, aber wir wollen natürlich auch weiter gewinnen, haben aber auch großen Respekt vor Wetzlar."

Wandschneider muss weiter auf Stefan Kneer verzichten. Zudem hat Kreisläufer Nils Torbrügge Probleme mit der linken Schulter, sein Einsatz ist fraglich. Bei den Gastgebern fehlen die Langzeitverletzten Simon Hald, Magnus Rod und Lasse Svan.

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