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M 15-Athlet Ben Gerlach (Friedberg-Fauerbach) gewinnt Hessen-Gold im Kugelstoßen und Speerwurf.

Wurf-Ass Ben Gerlach holt zwei Titel

  • VonTanja Weber
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(web.) Überragender Teilnehmer bei den hessischen U16-Meisterschaften der Leichtathleten war aus Wetterauer Sicht Ben Gerlach von der LG ovag Friedberg-Fauerbach. Das Werfer-Ass holte am vergangenen Wochenende in Frankfurt-Niederrad gleich zwei Goldmedaillen. Darüber hinaus waren auch andere Fauerbacher Starter sowie Athleten der LG Rosbach-Rodheim, des TV Assenheim und des VfL Altenstadt auf dem Treppchen vertreten.

Besonders die heimischen Mittelstreckenläufer trumpften auf.

Zwei Medaillen im Kugelstoßen gingen in die Wetterau: Neben dem M15-Titel für Gerlach (LG ovag) gab es für Sophie Roth (TV Assenheim) die kupferfarbene Medaille. Gerlach feierte zudem die Speerwurf-Meisterschaft. Die Kreisstädter Per Michel Hagen und Lukas Zorn rannten über 3000 Meter zu Silber und Bronze. Eng war es über 800 Meter in der W14: Liana Henes nahm Silber mit nach Altenstadt vor Leonie Kottwitz (LG Rosbach-Rodheim). M15-Bronze ging an Kjell Jona Credner (VfL Altenstadt).

Überragend war in diesem Sommer einmal mehr der Auftritt von Gerlach. Gold Nummer eins gab es für ihn im Kugelstoßen der M15. Schon der erste Versuch auf 14,50 m war top, im letzten Versuch folgte dann der beste Stoß auf 14,64 m - das war dicht an seiner persönlichen Bestleistung. Seine besten drei Versuche hätten allesamt für den Hessenmeistertitel gereicht. Am Ende hatte Ben Gerlach mehr als 80 cm Vorsprung auf die Konkurrenz.

Pech hatte der TSV-Athlet im Diskuswurf. Durch eine Termin-Irritierung im Vorfeld - im Internet war der Wettkampf für Sonntag angesetzt, fand aber samstags schon statt - wurde das Diskuswerfen sonntags dann nur als Einlagewettbewerb gewertet. Das betraf neben Ben Gerlach mehrere Top-Werfer mit dem Ergebnis, dass der Kreisstädter mit seiner Weite von 43,51 m im eigentlichen Wettkampf eine Bronzemedaille gewonnen hätte. So konnte sich Gerlach am Ende »nur« über eine starke neue Bestleistung freuen und die Bestätigung, dass er im Moment auch im Diskuswurf super drauf ist.

Gold Nummer zwei gab es kurz darauf für ihn im Speerwurf. 49,93 m feuerte Ben Gerlach direkt im ersten Versuch raus. Mit zwei Wettkämpfen in den Beinen sparte er sich die weiteren Versuche, um sich für die deutschen U16-Meisterschaften in zehn Tagen in Hannover zu schonen. Am Ende lag das Wurftalent mit mehr als drei Metern - wie schon bei den Süddeutschen Meisterschaften - vor Reinhard Yannick Williams (Eintr. Frankfurt).

Dass beim TSV Friedberg-Fauerbach nicht nur gute Werfer, sondern auch gute Läufer trainieren, zeigte sich über 3000 m. In der Altersklasse M15 rannte Lukas Zorn auf den Bronzerang. Seine Zeit im Wettkampf am Samstag: 10:49,68 Minuten. Richtig stark war auch Teamkollege Per Michel Hagen unterwegs. Eine Altersklasse darunter sicherte er sich die Silbermedaille. In 10:33,90 Minuten wurde Hagen hessischer Vizemeister. Für beide Athleten war es der erste »richtige« Wettkampf in dieser Saison und zugleich auch das erste Rennen überhaupt über die 3000-m-Distanz. Umso höher ist ihre Leistung einzuschätzen.

Podiumsplätze im 800-m-Lauf

Zwei Athleten des VfL Altenstadt rannten zu Treppchen-Platzierungen: Liana Henes startete in der W14 bei den ein Jahr älteren Mädels über 800 Meter. In einem taktisch geschickten Rennen lief sie 600 m in der Spitzengruppe mit, bevor sie in einem langen Schlussspurt den zweiten Platz absichern konnte. 2:25,05 Minuten: Persönliche Bestleistung in ihrem zweiten 800-m-Rennen. Leonie Kottwitz (LG Rosbach-Rodheim) feierte nur neun Zehntel dahinter die Bronzemedaille. Kjell Jona Credner (Altenstadt) holte mit einem starken Endspurt M15-Bronze (2:10,78 Minuten).

Bronzemedaille für Sophie Roth

Im sechsten Versuch schaffte Kugelstoßerin Sophie Roth (Assenheim) derweil eine Weite von 10,85 m: Landesbronze in der W15. Velaja Cansiz platzierte sich nach einem starken Vorlauf von 13,36 sec. über 100 m im Finale auf dem sechsten Rang der W15 (13,49 sec). Die ein Jahr jüngere Lena Pöschko rannte mit 13,39 sec. persönliche Bestzeit im Vorlauf. Siebte wurde die Assenheimerin im W14-Finale. »Unsere weibliche 4x-100-m-Staffel hatte die Führung übernommen, schied aber leider wegen eines Wechselfehlers aus«, bedauerte TVA-Trainer Andreas Ulbrich.

Anabel Gajic (SV Fun-Ball Dortelweil/W14) sprintete im Vorlauf über 100 m 14,18 sec. und erreichte den Zwischenlauf. Hier steigerte sie sich auf 14,07 sec. Im Weitsprung konnte sie ihr Potenzial nicht abrufen: 3,80 m und damit 60 cm unter ihrer Bestleistung. Im Hochsprung schaffte sie einen Top-Ten-Platz: 1,40 m und Rang sieben. Bei 1,45 m touchierte die 14-Jährige mit der Ferse die Latte.

Ihre Vereinskollegin Emma Piel lief - hochgemeldet in der W15 - über 300 m auf Platz acht: 47,94 sec. und persönliche Bestzeit. Mit 22,14 m erreichte sie im Speerwurf-Finale mit Platz sieben einen weiteren Urkundenrang. Kim Lungershausen rannte über zwei Stadionrunden zum fünften Platz der W15.

Nach langer Wettkampfpause für die Nachwuchsathleten des TV Rendel hieß es am Wochenende, endlich wieder alles zu geben. Am Samstag absolvierte Konstantin Raschke seinen ersten Hochsprungwettkampf überhaupt und war glücklich über seine übersprungene Höhe von 1,54 m und den sechsten M14-Platz.

Trotz spärlicher Saisonvorbereitung und anhaltender Verletzung am Fuß konnte sich Valerie Hercek am Sonntagmorgen im Vorlauf der 80-m-Hürden gegen die W14-Konkurrenz behaupten und erreichte als Sechste in 13,75 sec. das Finale. Mit zunehmenden Schmerzen im Fuß reichte es dann im Finale mit 13,92 sec. immer noch für den siebten Platz. Lasse Brandstätter, der Dritte Rendeler im Bunde, lieferte mit einem beherzten ersten Start bei Landesmeisterschaften über 800 m in 2:15,02 Minuten und dem sechsten Platz der M15 eine gute Leistung ab.

Sophie Roth (TV Assenheim) freut sich über U 16-Bronze im Kugelstoßen.

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