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Die Hoffnungen beim TSV Butzbach liegen auf den eigenen Nachwuchsspielern, so wie hier Felix Schinnerling. Mit ihnen soll eines Tages in der Verbandsliga aufgeschlagen werden.

"Wollen in die Verbandsliga aufsteigen"

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(msw). Der TSV Butzbach siegte am Wochenende in der Tischtennis-Bezirksoberliga Mitte der Herren, Gruppe 2, mit 9:5 gegen den TTV Nieder-Gründau und ist damit bereits bis auf Platz drei in der Tabelle vorgerückt. Dennoch scheint die Tischtennis-Abteilung nach den Erfolgen im Nachwuchsbereich in den letzten Jahren etwas zum Stillstand gekommen zu sein. Abteilungsleiter Oliver Hottinger möchte den Verein aber weiter nach vorne bringen, wie er im WZ-Interview sagt.

Der TSV Butzbach hatte in den vergangenen Jahren die beste Jugendarbeit im Kreis. Doch zuletzt ist es etwas ruhig geworden um den Verein. War es das jetzt?

Oliver Hottinger:Wir spielen nach wie vor Tischtennis und werden sehen, was dabei herauskommt. Die Jungs haben sich inzwischen eingespielt, doch die Klasse ist stark besetzt. Da der direkte Aufstiegsplatz und der Aufstiegsrelegationsplatz an die TG Langenselbold II und den TFC Steinheim vergeben zu sein scheinen, werden wir wohl derzeit nicht viel machen können. Christian Löffler ist als DTTB- und HTTV-Trainer sowie privat nach wie vor stark eingebunden, sodass er weiterhin nur wenige Spiele für uns bestreiten wird. Deshalb reicht es aktuell nicht zu mehr.

Warum spielt Tom Möller nicht?

Hottinger:Tom Möller hat sich im Schulsport einen Kreuzbandriss zugezogen und wird somit die ganze Saison ausfallen. Das ist sehr schade, da er gerade einen weiteren großen Sprung gemacht hatte. Auch dieses Loch müssen wir nun wieder füllen.

Könnte der zugezogene Thomas Rieck, der immerhin Stefan Trautmann geschlagen hat, eine Alternative sein?

Hottinger:Vorher hätte niemand gedacht, dass er so gut in der zweiten Mannschaft einschlagen würde. Deshalb hilft er aktuell in der ersten Mannschaft aus. Und selbst wenn er von den TTR-Werten her in der "Ersten" spielen müsste, würde er mit einem Sperrvermerk in der "Zweiten" bleiben, da er nur freitagabends spielen möchte.

Werden es neue Spieler richten können?

Hottinger:Wir liegen am Rande des Wetteraukreises und aus Gießen tut sich nichts. Wir sind kein Verein, der Geld bezahlt. Klar ist aber, dass wir noch einen guten Akteur brauchen werden, um eine weitere Klasse nach oben zu kommen. Außerdem müssen wir auch erst einmal sehen, dass unsere Jugendlichen bei uns bleiben, da sie natürlich auch Angebote von anderen Vereinen bekommen. Ich glaube aber schon, dass sie alle bleiben werden. Kevin-Guido Krendl, Felix Schinnerling und Felix Mohr haben den festen Willen, Verbandsliga zu spielen.

Wäre eine Kooperation mit Ostheim nach dem Vorbild von Bad Nauheim und Steinfurth eine Option?

Hottinger:Das Konkurrenzdenken bei Ostheim und Gambach ist so groß, dass die Spieler nicht in den jeweils anderen Vereinen spielen möchten. Dennoch schaue ich auch neidisch auf Bad Nauheim und Steinfurth, denn solche Hallen würden wir uns auch wünschen. Es ist schon erstaunlich, was wir mit unserer kleinen Halle geschafft haben. Beispielsweise bieten wir durch Krendl ein Strukturtraining für Erwachsene an, da wir denken, dass in jedem Alter eine Entwicklung möglich ist. Deshalb spielen wir in der Breite auch so hoch wie nie, da unsere zweite Mannschaft in der Bezirksliga spielt und unsere "Dritte" in der Bezirksklasse.

Die bislang vorbildliche Jugendarbeit läuft zuletzt aber auch bei Ihnen nicht mehr ganz so rund. Sind nun auch Sie in der Realität angekommen?

Hottinger:Derzeit haben wir überhaupt nur eine Nachwuchsmannschaft gemeldet. Raymond Kinner, der viel in diesem Bereich geleistet hat, wollte die langen Anfahrtswege von seinem Heimatort nach Butzbach nicht mehr auf sich nehmen, sodass er auch nicht mehr zur Verfügung steht. Auch ich war neun Monate krank, sodass ich mich nicht um alles kümmern konnte. Mein Stellvertreter Marc Bechtel konnte nicht alles alleine machen. Unsere Jugendleiterin Natalie Schröter arbeitet gegen den Trend. Wir werden wieder Mini-Meisterschaften anbieten und vielleicht zieht auch jemand in die Nähe.

Wird es dennoch weiter nach oben gehen?

Hottinger:Wenn Tom Möller wieder zurück kommen wird, werden wir wieder deutlich stärker sein. Außerdem trainieren Schinnerling und Mohr gut, sodass auch sie es schaffen können. Die Jugendlichen sind noch zwei Jahre in der Schule, da kann noch viel passieren. Wir bleiben in jedem Fall dran und halten an unseren Zielen fest.

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