Wohl vorerst letztes Bayern-Gastspiel

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(gae/tim/bf). Was wäre das für ein Basketball-Fest in normalen Zeiten: Die großen Bayern kommen! Meist der Höhepunkt jeder Saison für die Gießen 46ers und ihre Fans. Möglicherweise gastieren aber die Münchner am Samstag (20.30 Uhr, MagentaSport) für eine lange Zeit zum letzten Mal in der Osthalle, denn der Abstieg aus der Bundesliga rückt für die Mannschaft von Trainer Rolf Scholz immer näher.

Bei den 46ers war der Frust nach der letzten Niederlage groß. Nach einer guten ersten Halbzeit bei den Merlins in Crailsheim brachen sie in Viertel drei komplett ein. In desaströsen zehn Minuten, in denen nichts zusammenlief, legten die »Zauberer« einen 29:9-Lauf hin, der den 46ers alle Siegchancen nahm. Gut, bei einem Playoff-Kandidaten, kann man verlieren. Aber die Art und Weise war beschämend. Die sogenannten Leistungsträger wie Jonathan Stark, Diante Garrett oder Brandon Thomas versteckten sich, nur »Big« John Bryant stemmte sich mit aller Macht gegen die 21. Niederlage im 25. BBL-Spiel der Saison, die das Verweilen auf dem letzten Tabellenplatz nach sich zog. Weiterhin sind es sechs Punkte Rückstand auf den rettenden 16. Rang (bei noch neun ausstehenden Partien), den der MBC einnimmt, der aber zudem noch den Vorteil des direkten Vergleichs gegenüber den 46ers besitzt.

Im tief besetzten Bayern-Kader scoren gleich sieben Spieler durchschnittlich im zweistelligen Bereich. Ob die variablen Center Jalen Reynolds und JaJuan Johnson sowie die Pointguards Wade Baldwin IV und Nick Weiler-Babb als auch die Forwards Vladimir Lucic und Paul Zipser - sie alle bürgen für höchste Qualität.

Den Frankfurt Skyliners derweil steht die Partie gegen Crailsheim noch bevor. Nach der 76:89-Niederlage am Gründonnerstag gegen die Chemnitz 99ers steht schon am Ostersonntag (15 Uhr, MagentaSport) das nächste Heimspiel auf der Agenda. »Crailsheim ist eine Mannschaft, die stets gut vorbereitet ist und ihre Gegner sehr genau unter die Lupe nimmt. Uns bleibt nicht viel Zeit zur Vorbereitung. Wir müssen uns mental und körperlich erholen, nach vorne schauen sowie das große Bild sehen. Ob Joe Rahon am Sonntag auflaufen kann, ist offen«, sagt Skyliners-Coach Sebastian Gleim.

Gudmundsson im Formtief

Bezeichnend für den Rückschlag in Sachsen waren die kopflosen Aktionen von Jon Axel Gudmundsson zu Beginn beider Halbzeiten, als der Isländer gleich in mehrere Gegenspieler rein dribbelte, das Gleichgewicht verlor und den Ball daneben legte. Ausgerechnet der 24-Jährige, der zu Saisonbeginn gemeinsam mit Matt Mobley überzeugte, ist in einem gewaltigen Formtief. Als alleiniger Spielmacher in Abwesenheit der verletzten Rahon und Konstantin Konga ist er heillos überfordert. Der 1,95-Meter-Mann hält den Ball viel zu lange, gibt dem Spiel kaum Struktur.

Doch bei den Hessen muss ein Rad ins andere greifen, da sich mit Mobley (27 Punkte) nur ein wirklicher Einzelkönner in den Frankfurter Reihen befindet. Gudmundssons Zug zum Korb ist von den gegnerischen Teams schon vor Wochen dechiffriert und sein Bewegungskreis entsprechend eingeschränkt worden.

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