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WM-Einsatz in Kapstadt

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Chris Hurtik
Chris Hurtik © Red

(mn) Freitag Mannheim, Montag Kapstadt. Hier das Finale der DEL, dort die Weltmeisterschaft der Division II, Gruppe B. Christoffer Hurtik von den Roten Teufeln Bad Nauheim pendelt zum Saisonabschluss zwischen den Eishockey-Kulturen.

»Das ist mal eine ganz neue Erfahrung. Ich freue mich drauf«, sagt der 26-Jährige, der neben vier Hauptschiedsrichtern als einer von sieben Linienrichtern für das internationale Turnier in Südafrika eingeteilt worden ist.

Das Grand West Ice Stadium mit einer Kapazität von 2800 Zuschauern ist nach 2013 zum zweiten Mal Schauplatz eines offiziellen WM-Turniers. Neuseeland, Israel, Bulgarien, China, Mexiko und eben Südafrika als Gastgeber kämpfen in einer Sechser-Gruppe um die Plätze. Die Division II, Gruppe B hat den Stellenwert einer »fünften WM-Liga«. Zu erwarten sind Spiele auf unterem Ober- beziehungsweise höherem Regionalliga-Level. Vor zwei Jahren hatten zumindest die Partien mit südafrikanischer Beteiligung zwischen 700 und 1000 Zuschauer angelockt. Rund 1350 Spieler sind im Verband registriert, darunter mehr als 1000 Nachwuchsspieler, die in fünf Eishallen der Metropole ihrem Hobby nachgehen.

»Das ist schon exotisch«, sagt Hurtik, der schon einmal zur U18-Weltmeisterschaft, damals in Serbien, eingeteilt worden war und nun erstmals zu einer Erwachsenen-WM fährt. Internationale Erfahrung, und das auf deutlich höherem Level, hat der Diplom-Verwaltungswirt bereits während der Deutschland-Cup-Turniere von 2011 bis 2013 gesammelt.

Eine spezielle Vorbereitung auf die No-name-Nationalmannschaften entfällt. »Die Regeln sind ja die gleichen«, schmunzelt er. Mit einem Einsatz bei vier bis fünf Spielen rechnet Christoffer Hurtik, der Sohn von Ex-VfL und EC-Spieler und Trainer Marian. Darüber hinaus eröffnet der Ausrichter den Turnier-Offiziellen auch die Möglichkeit, das Gastgeberland über den Weg vom Hotel zur Eishalle hinaus kennenzulernen.

Bei aller Freude über die Nominierung: Die DEL-Final-Konstellation Mannheim – Ingolstadt hatte Hurtik und Benjamin Hoppe, seinem Partner an der roten und blauen Linie, alle Optionen für Playoff-Einsätze offen gehalten. Ausgerechnet bei den Adlern wie auch in der Audi-Stadt zählen Hurtik/Hoppe während der Heimspiele fast schon zu den Stammbesetzungen. »Aus rein sportlichen Aspekten ist das natürlich reizvoller.

Aber wer weiß schon jetzt, in wie vielen Partien wir dann auch eingesetzt worden wären?« Allein im Playoff-Monat März kommt Hurtik auf 16 Einsätze. Rund 70 Spiele hat er während der Saison geleitet, unterhalb der DEL auch als Hauptschiedsrichter, beispielsweise mit Hoppe das Derby der Löwen Frankfurt in Kassel.

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