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WM-Arena wird zum Eishockey-Tempel

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Die Commerzbank-Arena in Frankfurt lässt eine tolle Atmosphäre erwarten. Unser Bild zeigt (von links) DEL-2-Geschäftsführer René Rudorisch, Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer, Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs und Patrik Meyer (Stadion-GmbH).
Die Commerzbank-Arena in Frankfurt lässt eine tolle Atmosphäre erwarten. Unser Bild zeigt (von links) DEL-2-Geschäftsführer René Rudorisch, Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer, Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs und Patrik Meyer (Stadion-GmbH). © Joachim Storch

(mn) Die Fußball-WM-Arena in Frankfurt wird zum Eishockey-Tempel. Am 10. September, eine Woche vor dem regulären Start der beiden deutschen Profi-Ligen, eröffnen die Löwen Frankfurt und die Kassel Huskies die Saison 2016/17.

Die Deutsche Eishockey-Liga 2 knüpft mit diesem Event Game an das Winter Derby in Dresden an, das vor vier Wochen 30 000 Fans mobilisierte. Zum Summer Game, das gestern Mittag von DEL 2-Geschäftsführer Rene Rudorisch, Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer, Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs und Patrik Meyer von der Stadion-GmbH präsentiert wurde, werden 45 000 Zuschauer erwartet.

Der Ursprung der Idee: Meyer war einst kaufmännischer Leiter der Köln-Arena, ist eishockeyaffin und zählte zu den Besuchern des WM-Spiels in der Arena von Gelsenkirchen. »Seitdem habe ich das im Hinterkopf«, sagt Mayer, der in der Arena mit dem Tag des Handballs oder auch mit einem Klitschko-WM-Kampf Akzente setzen konnte.

DEL-2-Summer-Game, DEL-Winter-Game, Heim-WM – ist das dem Fan nicht zu viel? Eishockey könne froh sein, sich zu diesem Saisonzeitpunkt positiv darzustellen, sagt Rudorisch. Man wisse um das Zuschauerverhalten, das in diesem Zeitraum eher schleppend sei. Gegenüber der DEL habe man zudem gut argumentieren müssen. »Aber am Ende waren alle vom positiven Effekt des Projekts überzeugt.« Ursprünglich sollten die Motto-Spiele der DEL und der DEL 2 im Wechsel ausgetragen werden.

Warum im Sommer? »Besondere Orte, besondere Rahmenbedingungen«, sagt Rudorisch. Und Meyer räumt ein, nicht länger warten zu wollen. »Wir haben uns bewusst für diesen Termin entschieden.« Der September biete die Möglichkeit, bei höheren Temperaturen auch ein anderes Publikum als zum Januar zu mobilisieren.

Warum sind die Roten Teufel nur Zuschauer? Nur 40 Kilometer sind’s von Frankfurt nach Bad Nauheim, fast 200 Kilometer nach Kassel. Bad Nauheim hat in den Überlegungen allerdings keine Rolle gespielt. Meyer als Veranstalter spricht angesichts der Auswahl des Löwen-Gastes vom »DEL-Derby-Klassiker«, während Gibbs die »große Nord-Süd-Rivalität« und das »riesige Konkurrenzdenken« betont. »Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu Bad Nauheim. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses nun belastet sein könnte«, hofft Krämer. Aus der DEL-Historie heraus sei das Duell mit Kassel »eben etwas Besonderes«. Gleichwohl bestätigt der Löwen-Chef, dass Spiele gegen Bad Nauheim in der Eissporthalle die größere Resonanz hervorrufen; beim eigenen, wie auch beim Gäste-Publikum.

Können hochsommerliche Temperaturen das Projekt scheitern lassen? »Das Wetter kann uns nicht überraschen«, sagt Said Hakim, der Geschäftsführer der ISS-GmbH, die die Eisbahn errichten wird. Bei Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius sei die Anlage getestet worden. Dies sei auch die Höchsttemperatur, die der Deutsche Wetterdienst in den vergangenen zehn Jahren an diesem Tag aufgezeichnet habe. Zudem könne bei Regenschauern das Dach geschlossen werden. Rund 15 000 Liter Wasser werden zu Eis gefroren. Nach dem Spiel erhält die Arena für die Fußballspiele von Eintracht Frankfurt einen neuen Rasen.

Was ist geplant? Der Spielbeginn ist unter anderem von den Verhandlungen mit dem TV-Partner (aktuell ist der Hessische Rundfunk im Gespräch) abhängig. Ein buntes Rahmenprogramm, das man von Football-Spielen der Frankfurt Galaxy kennt, soll auf dem Vorfeld geboten werden.

Wann gibt es Tickets? Ab sofort. Stehplätze gibt’s ab 15 Euro. Der teuerste reguläre Sitzplatz kostet 55 Euro. Für Dauerkartenkunden der Löwen ist das Spiel inkludiert. Karten gibt’s unter www.summer-game.de oder unter Tel.: 01806/9990000.

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