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Chr. Dingeldein

Nachgefragt bei Christoph Dingeldein

"Es wird schwer werden, die Klasse zu halten"

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(msw). Christoph Dingeldein hat als Vorsitzender des TTC Dorheim schon viele Höhen und Tiefen seines Vereins durchgemacht, doch nach einer Konsolidierungsphase mit fünf gemeldeten Mannschaften droht nach einer 3:9-Niederlage in der Bezirksoberliga der Herren beim TTC Assenheim auch nach vielen Jahren in der Regionalliga und der Hessenliga nun nicht nur eine weitere Abmeldung, sondern sogar der erstmalige Abstieg in die Bezirksliga der Herren/Gruppe 2 seit etwa 40 Jahren.

Wie konnte es zu der prekären Situation der ersten Mannschaft in der Bezirksoberliga der Herren/Gruppe 2 kommen?

Christoph Dingeldein:Mit einer Rumpfmannschaft kann man natürlich nicht gewinnen. Vor der Runde hatten wir damit gerechnet, einen Mittelfeldplatz erreichen zu können, doch jetzt ist jedem klar, dass es ein brutaler Abstiegskampf werden wird.

Warum fehlen derzeit so viele Stammspieler?

Dingeldein:Bei Matthias Glaub wird wohl im Februar ein Knorpel am Fuß operativ entfernt, sodass er vielleicht für die gesamte Saison ausfallen wird. David Malaika ist ja zu uns zurückgekommen, da es bei uns auch stimmungsmäßig vor zwei Jahren super war. Jetzt ist das durch die vielen Ausfälle natürlich nicht so, sodass wir sehen müssen, ob er zu jedem Spiel aus Mannheim kommen wird, wo er Wirtschaftsrecht studiert und in einer Wohngemeinschaft wohnt. Vor allem von Adam Malaika haben wir erwartet, dass er öfters spielen würde, doch seine private Situation wird wahrscheinlich nur ganz wenige Einsätze erlauben. Ähnlich sieht es bei Claudius Brandt aus, der mit zwei kleinen Kindern beruflich und familiär sehr eingebunden ist. Dazu kommt, dass unser erster Ersatzspieler Marc Schroeder nach seinem Studium nun eine Stelle in Düsseldorf antreten wird und uns dann natürlich auch nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Und auch bei mir sieht es nicht besser aus. Durch meinen Fußbruch mache ich instinktiv weniger. Außerdem geht mir nach einem Spiel die Luft aus, da ich ja wochenlang nur an Krücken gelaufen bin und keinen Sport gemacht habe. Im Januar wird sich entscheiden, ob die bei mir eingesetzte Platte im Bein verbleiben wird oder ob diese wieder operativ entfernt werden muss.

Warum hat Patrick Klein den Verein nach nur einem Jahr schon wieder verlassen?

Dingeldein:Patrick Klein wohnt im Kreis Gießen. Das Pendeln war auch hier aufwendig. Dann lag plötzlich ohne ein Gespräch sein Wechselantrag auf unserem Tisch, obwohl er uns zugesichert hatte, dass er bei uns bleiben werde.

Somit geht es jetzt gegen den Abstieg...

Dingeldein:Bei drei Direktabsteigern wird es ganz schwer werden, uns in der Klasse zu halten. Aber bei dieser Personalsituation können wir nur sehen, was geht. Außerdem werden wir sehr wahrscheinlich nach dieser Spielzeit auch noch eine weitere Mannschaft abmelden müssen. Da geht es uns so wie vielen Vereinen im Moment.

(Foto: Nici Merz)

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