Kerstin Wirkner und der SG Rodheim werden in der Tischtennis-Oberliga nur Außenseiterchancen auf den Klassenerhalt eingeräumt. FOTO: NICI MERZ
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Kerstin Wirkner und der SG Rodheim werden in der Tischtennis-Oberliga nur Außenseiterchancen auf den Klassenerhalt eingeräumt. FOTO: NICI MERZ

"Wir wissen, dass wir oft auf die Mütze bekommen werden"

  • vonMichael Stahnke
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(msw). Der plötzliche Abbruch der letzten Tischtennis-Saison hat die SG Rodheim nach zweijähriger Pause wieder in die Tischtennis-Oberliga Hessen der Damen gespült, da die Vizemeisterschaft ohne das vorzeitigen Saisonende mit allergrößter Sicherheit nicht hätte erreicht werden können.

In der Oberliga messen sich die Rodheimerinnen nun mit den Top-Teams Hessens. Allerdings ist allen Beteiligten klar, dass man krasser Außenseiter auf den Erhalt der Klasse ist, auch wenn man sich im Vergleich zur schwachen Hessenliga-Rückrunde in der vergangenen Saison wieder steigern sollte. Mannschaftsführerin Kerstin Wirkner hat mit der WZ über die Ambitionen der SGR-Damen in der neuen Saison gesprochen.

Kerstin Wirkner, in der letzten Rückrunde mussten Sie wegen der Geburt Ihrer Tochter pausieren. In der kommenden Spielzeit werden Sie wieder mit dabei sein. Wie werden die Aufstellungen zu fünft aussehen?

Die meisten Spielerinnen sind für alle Spiele verfügbar, sodass wir spontan durchwechseln werden. Wir werden die Aufstellungen nicht von den Gegnerinnen abhängig machen. Wie unser zweites Doppel neben Cordula und mir aussehen wird, ist auch noch nicht klar. Hier schauen wir, ob wir ein Doppel einspielen werden, oder ob es immer neu besetzt sein wird.

Sportlich wird die kommende Saison eine echte Herausforderung. Die TTR-Werte der SG-Spielerinnen sind mit Abstand die niedrigsten in der Liga. Eigentlich dürfte es nur gegen die Mit-Aufsteiger TTC Langen III und TTC Grün-Weiß Staffel III Siegchancen geben, oder?

Wir wissen, dass wir oft auf die Mütze bekommen werden. Zunächst haben wir den Aufstieg vor allem deshalb wahrgenommen, um kürzere Fahrtstrecken zu haben. Jetzt bin ich aber auch froh, denn in der Hessenliga hätten wir uns eher gelangweilt. Und speziell Eileen McChesney wollte einmal Oberliga spielen, da sie eine solche Herausforderung noch nie hatte. Auch die Tatsache, dass in der Oberliga praktisch alle Spielerinnen nur noch voll auf Angriff spielen, kann ihr zugutekommen, was sie mit ihren beiden Siegen gegen Meister TTC Wißmar auch bereits gezeigt hat.

Wie verlief das Training bisher?

Wir mussten uns im Portal anmelden und dann ging es ganz gut. Vom Training her sind wir also auf die Saison vorbereitet.

Wie gehen Sie die Herausforderung an?

Vordergründig wollen wir Spaß haben. Wir sind eine tolle Truppe und wir wachsen mit den Gegnerinnen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, auch wenn wir wissen, dass es kaum möglich sein wird, die Klasse zu halten. Vor allem hoffe ich zunächst einmal, dass wir uns nach der doch eher schwachen Rückrunde jetzt wieder richtig reinkämpfen können. Da ist es natürlich nicht so gut, dass wir gleich das erste Spiel gegen den vermeintlich schwächsten Gegner TTC Grün-Weiß Staffel III bestreiten müssen. Da muss die Form dann schon direkt stimmen.

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