"Wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt"

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Eine Trophäe bekamen sie für diesen ersten Platz nicht in die Hand gedrückt, und eigentlich gehörte er auch gar nicht unbedingt zum Plan. Stolz aber waren die Frankfurter Löwen schon, das Hauen und Stechen in der langen Hauptrunde der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys als beste Mannschaft abgeschlossen zu haben. "Den ersten Platz nehmen wir gerne mit. Das bestätigt unsere Arbeit und gibt uns noch mal einen Push", sagt Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. "Wir sind nicht als Topfavorit gestartet und ich möchte uns jetzt auch nicht so bezeichnen", meint er auch. Indes: "Wir haben schon ein Ausrufezeichen gesetzt. Ich denke, dass einige uns fürchten, die das vor der Saison nicht so gedacht hätten."

Eine Trophäe bekamen sie für diesen ersten Platz nicht in die Hand gedrückt, und eigentlich gehörte er auch gar nicht unbedingt zum Plan. Stolz aber waren die Frankfurter Löwen schon, das Hauen und Stechen in der langen Hauptrunde der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys als beste Mannschaft abgeschlossen zu haben. "Den ersten Platz nehmen wir gerne mit. Das bestätigt unsere Arbeit und gibt uns noch mal einen Push", sagt Sportdirektor Franz-David Fritzmeier. "Wir sind nicht als Topfavorit gestartet und ich möchte uns jetzt auch nicht so bezeichnen", meint er auch. Indes: "Wir haben schon ein Ausrufezeichen gesetzt. Ich denke, dass einige uns fürchten, die das vor der Saison nicht so gedacht hätten."

Fritzmeier selbst hatte seine Löwen im Sommer nicht so hochgehandelt, nach dem großen Umbruch. Unter den besten vier vielleicht, aber sicher nicht auf Platz eins. "Wir haben einen Dreijahresplan und wollen in zwei Jahren in die DEL aufsteigen. Da kann nicht alles in einem Jahr klappen", sagt er.

"Für viele Spieler war es die erste Profisaison, für manch anderen die erste in der DEL 2. Tatsächlich konnten Youngster wie Max Eisenmenger nicht nur die Routiniers mit ihren Eiszeiten entlasten, sondern selbst am Ergebnis mitschrauben. Das kann in kräftezehrenden Playoffs ein Vorteil sein. Gleichzeitig bestreiten sechs, sieben Löwen erstmals solche K.-o.-Runden – da darf man gespannt sein, ob die Nerven mitspielen.

Was längst nicht die einzig offene Frage ist. Seit der Verpflichtung von David Skokan muss beispielsweise immer einer von fünf Löwen ohne deutschen Pass draußen bleiben. Skokan und Matt Pistilli indes harmonieren in der zweiten Reihe gut mit Brett Breitkreuz. Mit noch etwas mehr Konstanz könnte das in den Playoffs ein wichtiger Faktor werden. Und Abwehrchef Dan Spang dürfte gesetzt sein. Bliebe ein Platz, den am Wochenende Matt Tousignant belegte, auf dem er sich im raschen Playoff-Takt aber vielleicht mit Antti Kerälä abwechseln könnte. "Wichtig ist, dass wir genug Tiefe im Kader haben und auch auf dieser Position breit genug aufgestellt sind", erklärt Fritzmeier. So wie mit Ilya Andryukhov und Bastian Kucis im Tor. Beide Goalies glänzen mit starken Paraden, leisteten sich aber auch Patzer. "Wir haben das Glück, dass wir zwei gute Torhüter haben", sagt Fritzmeier allgemein, "das ist ein Faustpfand."

In einem ist sich Fritzmeier sicher: "Die Defensive wird den Ausschlag geben, das ist der Schlüssel zum Erfolg. Das ist aber nicht nur Sache der Torhüter, sondern der ganzen Mannschaft." Die Defensive – und das Spiel in Unterzahl: "Wenn wir uns da noch mal steigern, sieht es gut aus." Er räumt insgesamt gar sechs, sieben Mannschaften Chancen auf den Titel ein – und auch fest mit Überraschungen in den Playoffs, denn eines hat diese verrückte Hauptrunde gelehrt: "Es ist nichts vorhersehbar." Markus Katzenbach

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