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Fit in den Winter: Langlauf, Fitness, richtige Ernährung

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(mw) Spätestens seit dieser Woche ist es auch hierzulande Winter. Es ist kälter, es wird früher dunkel. Sportliche Aktivitäten »outdoor« verändern sich also im Vergleich zum Sommer. Bei dem einen mehr, beim anderen weniger. Wir haben mit vier Menschen unterschiedlichen Alters gesprochen, wie sie sich im Winter fit halten und auf ihre Gesundheit achten.

Unsere Gesprächspartner sind keine Leistungssportler, sondern treiben Sport zum Spaß sowie zur Steigerung und/oder Erhaltung der körperlichen Fitness. Die beiden ausgewählten Männer bestreiten auch Wettkämpfe – dies aber eher unter dem Event- und Gemeinschaftsaspekt. Steffen Ganser hat sich vor einigen Jahren dem Triathlon verschrieben und trainiert akribisch auf Veranstaltungen wie beispielsweise in Ockstadt hin, der Fußball lässt den früheren Germanen-Spieler aber nicht los. Jens Gewehr hat früher ebenso Fußball gespielt und ist nun öfter im Ausdauerbereich unterwegs. Beide kennen sich aus einem Rosbacher Fitnessstudio, in dem Ganser auf das Coaching des dort arbeitetenden Gewehr setzt. Unsere beiden Frauen kommen aus sportbegeisterten Familien, die sportlichen Gene sind jeweils eine Generation darüber oder darunter deutlich erkennbar. Lena Ilge ist die Tochter der ehemals schnellen Mittelstrecklerin Karen Ilge (früher Rolle), Mareike Klopsch ist die Mutter der Wetterauer Olympiateilnehmerin Christiane Klopsch.

Übungen mit Eigengewicht

Lena Ilge (Friedberg/23 Jahre alt): Ich gehe jeden zweiten Tag ins Fitnessstudio und mache dort mein Programm. Paar Monate Muskelaufbau und paar Monate Muskelausdauer, das dann abwechselnd. Teilweise mache ich die Übungen an den Geräten, teilweise mit Eigengewicht. Ab und an gehe ich joggen, und fast jeden Tag mindestens 30 Minuten spazieren. Da laufe ich in Friedberg, nach Ockstadt oder nach Bad Nauheim. Oder einfach nur durch die Straßen. Ich sitze viel in der Uni oder bin bei dem Wetter zu Hause ins Bett gekuschelt. Da freue ich mich auf die frische, kühle Luft, vor allem abends vor dem Schlafen oder morgens direkt nach dem Aufstehen. Das tut einfach gut.

Jens Gewehr (Bad Nauheim/30): Ich treibe relativ viel Sport, fast jeden Tag. Zum einen zur Verletzungsprophylaxe; zum anderen, weil es einfach Spaß macht. Ich habe auch beruflich viel mit Sport zu tun, denn ich arbeite im Fitnessstudio. Dreimal in der Woche bin ich auch dort zum Trainieren, hauptsächlich Krafttraining für den ganzen Körper. Viel Spaß macht mir auch das Bouldern, das Klettern in Absprunghöhe. Rund einmal in der Woche bin ich dafür in einer Kletterhalle; in Frankfurt und Gießen gibt es die nächsten Gelegenheiten.

Draußen bin ich auch im Winter sehr gerne. Einmal in der Woche geht’s Biken, bei Wind und Wetter. Und meistens laufe ich am Wochenende eine ordentliche Runde – 20 Kilometer am Winterstein oder einen Zwölf-Kilometer-Flusslauf an und in der Usa. Das härtet ab, und das brauche ich auch. Denn ich mache bei verschiedenen Hindernisrennen mit, bei denen es auch bei jedem Wetter durch Bäche und Flüsse geht; teilweise sogar mit Tauchen.

Steffen Ganser (Ockstadt/46): Ich will immer fit sein und auf meine Gesundheit achten. Leider werfen mich chronische Nasennebenhöhleninfekte immer wieder zurück. In der Regel bin ich im Winter zweimal in der Woche in der Halle zum Fußballspielen. Da sind wir bis zu 20 Freizeit- oder Altherren-Kicker vom SV Ockstadt, spielen auf beiden Seiten mit Bande und powern uns richtig aus. Das macht sehr viel Spaß. Freitags gibt’s Skigymnastik mit Basketball zum Aufwärmen unter der Leitung von Cornelia Meisinger, auch beim SV Ockstadt. Seit diesem Jahr gehe ich zudem regelmäßig mit meiner Frau Mareike zur Rückenschule ins Opti Mum Rosbach. Das hat viel gebracht für meinen Lendenwirbel.

Mareike Klopsch (Maibach/53): In Maibach laufen zu gehen, macht richtig Spaß. Wir haben hier am Fuße zum Taunus eine schöne Landschaft. Die Höhe sorgt im Winter manchmal dafür, dass wir unweit von uns in Bodenrod Langlauf betreiben können. Dort gibt es bei entsprechendem Wetter eine gespurte Loipe, rund fünf Kilometer geht’s hoch und runter. Wir hoffen drauf, dass es nach der Pause im vergangenen Winter demnächst wieder genug Schnee hat. Ins Go Fitnessstudio gehe ich zweimal in der Woche, gelegentlich mit meinem Mann Rupert. Das ist ein toller Ausgleich. Unsere Tochter Marianne hat uns dort hingeschleppt. Es war die richtige Entscheidung. Nach zwei Bandscheibenvorfällen mache ich dort viel für den Rücken und die Schulter, auch im Freihantelbereich. Drei Dinge beachte ich zudem noch, um fit und gesund zu bleiben: ich esse viel Obst und Gemüse, habe mich gegen Grippe impfen lassen und wasche mir oft die Hände, da ich in der Apotheke arbeite und viel mit (erkrankten) Kunden zu tun habe.

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