»Will das Jahr erleben, das mir genommen wurde«

  • vonPeter Hett
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(hep). Der Hessische Handball-Verband hatte den Spielbetrieb zuletzt bis 5. April ausgesetzt und die Runde annulliert. Diese Aussetzung dürfte nun erweitert werden. Vereine, die den Aufstieg in die 3. Liga anstreben, konnten sich für die Aufstiegsrunde anmelden. Oberligist TV Petterweil ist nicht dabei. Trainer Martin Peschke äußert sich.

Herr Peschke, was sagen Sie zu den jüngsten Entscheidungen im hessischen Handball?

Die Aussetzung und Annullierung der Runde waren und sind richtig. Die Entscheidung kam aber zu spät, die Vereine hätten früher Klarheit haben müssen. An der Aufstiegsrunde nehmen wir aus unterschiedlichen Gründen nicht teil. Einer davon ist, die Mannschaft nicht verheizen zu wollen; dazu kommt der Qualitätsaspekt. Wir sind immerhin Aufsteiger.

Wie sieht es mit ihrer persönlichen Motivation aus? Auch ein Trainer ohne Mannschaft wird irgendwann resignieren, oder?

Natürlich ist auch mir die Lust ein wenig verloren gegangen. Nach einer so langen Pause merkt man zwar, dass der Handball fehlt, macht aber auch andere, neue Sachen. Ich bin derzeit viel stärker in meinem Beruf eingebunden und teilweise froh, dass der Handball nicht so präsent war und ist. Ich freue mich aber darauf, die Jungs irgendwann wiederzusehen und habe es schon vermisst, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Sobald es wieder los geht, werden der Lustpegel und die Motivation wieder bei 100 Prozent sein.

Kommen wir zum wichtigsten Thema: Bleiben sie Trainer und was können sie uns bezüglich des künftigen Kaders für die Oberliga-Mannschaft verraten?

Als TVP-Trainer werde ich weitermachen, auch weil ich dieses Oberliga-Jahr erleben will, das mir genommen wurde. Die Mannschaft bleibt komplett zusammen. Wir haben in Petterweil ein Wohlfühlklima geschaffen, in dem auch die Neuzugänge super integriert sind. Gemeinsam wollen wir noch etwas auf die Beine stellen. Trotz des 19-Mann-Kaders könnte sich mit ein oder zwei Zugängen noch etwas ergeben. Wir führen Gespräche.

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