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Trainer Amir Mustafic hat den FV Bad Vilbel in der Fußball-Hessenliga zum Klassenerhalt dirigiert. Zum letzten Heimspiel ist heute der FC Eddersheim auf dem Nidda-Sportfeld zu Gast.

Fussball-Hessenliga

Wiedersehen mit alten Bekannten in Bad Vilbel

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Rouven Leopold ist am Freitag mit dem FC Eddersheim bei seinem Ex-Klub in Bad Vilbel zu Gast. Weiter unten im Tabellenkeller muss Türk Gücü Friedberg noch um den Klasseneralt bangen.

(ub/rst). Welche beiden Mannschaften neben der Spvgg. Neu-Isenburg und dem FC Ederbergland ab Ende Mai kein Hessenliga-Startrecht mehr genießen und sich in der kommenden Saison eine Etage tiefer neuen sportlichen Herausforderungen stellen müssen, ist bekanntlich noch nicht final entschieden. Allerdings könnten die Wochenend-Partien diesbezüglich für klare Verhältnisse sorgen. Gehen im Rahmen des 33. Spieltages der Hünfelder SV (Rang 15/28 Punkte) am Sonntag beim VfB Ginsheim sowie Buchonia Flieden (14./29) morgen Nachmittag als Gast des SC Waldgirmes leer aus oder kommen über Unentschieden nicht hinaus, sind die Hessenliga-Tage beider Klubs gezählt.

Eine Rechnung, die vor allem den Fußballern von Türk Gücü Friedberg (13./33) gefallen dürfte. Noch in Reichweite der Abstiegsplätze 14 und 15 liegend, wird der Mannschaft des zum vorletzten Mal Regie führenden Trainers Gültekin Cagritekin (wechselt zum Gruppenligisten Spvgg. 05 Oberrad) nach dem 0:12-Debakel beim Meister FC Gießen nämlich auch im Aue-Stadion des KSV Hessen Kassel der Wind heftig ins Gesicht blasen. Derweil kann der FV Bad Vilbel seinem letzten Heimspiel am heutigen Freitag gegen den FC Eddersheim ganz entspannt begegnen, denn für beide Teams ist die Saison 2018/2019 gelaufen.

FV Bad Vilbel - FC Eddersheim (heute, 20 Uhr):Knapp drei Wochen liegt das letzte Hessenligaspiel des FV Bad Vilbel nun schon zurück. Das 3:2 beim Absteiger Spvgg. Neu-Isenburg war gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt. Das traf sich gut, denn danach wurde der 100. Vereinsgeburtstag groß gefeiert. Und jetzt ist doch noch einmal Zeit für Fußball: Am Freitagabend kommt der FC Eddersheim ans Niddasportfeld. Anstoß zum letzten Bad Vilbeler Heimspiel der Saison ist um 20 Uhr.

Eddersheim ist ein besonderer Gast, denn sein Trainer Rouven Leopold ist ein "alter" Bad Vilbeler. Der heute 42-Jährige spielte in den sportlich besten Zeiten des Vereins am Niddasportfeld, also auch in der Saison 1999/2000, die mit Leuten wie Miro Ivkovic, Zoran Maric, Özcan Keles, Marcus Klandt und Torwartlegende Holger Zimmer auf dem dritten Tabellenplatz der damals noch viertklassigen Oberliga Hessen abgeschlossen wurde. Und deshalb haben sich auch einige von Leopolds ehemaligen Mitspielern vorgenommen, am Freitagabend vorbeizuschauen.

Sportlich geht es im Duell der beiden Aufsteiger "nur noch" um eine Verbesserung in der Tabelle und natürlich darum, wer nachher weiter oben steht. Mit einem Sieg könnte Bad Vilbel bis auf einen Punkt an Eddersheim heran rücken. Die Gäste aus dem Hattersheimer Ortsteil könnten bestenfalls sogar noch Sechster werden.

Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic verzichtet darauf, künstlich Spannung aufzubauen. "Wir hatten viel zu lange Pause und sind natürlich nicht mehr im Rhythmus. Zum Glück konnten wir die Sache mit dem Klassenerhalt vorher regeln. Deshalb konnte ich auch mein Versprechen einhalten und den Jungs ein paar Tage trainingsfrei geben. Trotzdem werden wir wie angreifen und versuchen, das Spiel zu gewinnen", kündigt er an.

KSV Hessen Kassel - Türk Gücü Friedberg (Samstag, 14 Uhr):Den gastgebenden Nordhessen, die in den letzten drei Duellen gegen Hadamar (2:2), Fulda/Lehnerz (2:6) und Waldgirmes (2:2) tüchtig Federn ließen, drohen in Sachen Aufstiegsrelegation die Felle davon zu schwimmen. Klar, dass KSV-Coach Tobias Cramer und seine Mannschaft gegen die Kreisstädter aus der Wetterau drei Punkte fest eingeplant haben, um den Rangzweiten Bayern Alzenau (zu Hause gegen Lohfelden, zum Saisonabschluss beim FC Gießen) eventuell doch noch abzufangen.

Im Friedberger Lager waren diese Woche andere Dinge wichtiger: Für die Kaderspieler galt es, die Klatsche in Gießen mental zu verarbeiten. Derweil war die Klubführung bestrebt, die Verhandlungen mit Cagritekin-Nachfolger Carsten Weber erfolgreich abzuschließen. Zumindest in der Trainerfrage lief alles nach Wunsch. Carsten Weber, der mit Viktoria Nidda in seiner ersten Station als Chefcoach in der Verbandsliga Süd Platz sieben erreichte (Saison 2017/2018), hat für die kommende Saison unterschrieben. Der 35-jährige B-Lizenz-Inhaber ließ schon mal durchblicken, kein Freund einer allzu heftigen Personalfluktuation zu sein: "Ich denke, ohne Stammpersonal, das über einen längeren Zeitraum zusammenbleibt, ist eine vernünftige Entwicklung schwierig." Aufs Spiel in Kassel bezogen, appellierten Gültekin Cagritekin, der morgen wieder auf den zuletzt fehlenden Innenverteidiger Sebastian Bartel zurückgreifen kann, und der Vorstand an die Ehre der Spieler. "Was sich in Gießen ereignete, darf sich in Kassel nicht wiederholen. Unsere Mannschaft hat schon des Öfteren guten Hessenliga-Fußball geboten und versprochen, in Kassel Vollgas zu geben", brachte Friedbergs Sportlicher Leiter Sinan Karanfil die Sache auf den Punkt. Ziel sei, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu packen und dazu fehle im schlimmsten Fall noch ein Sieg: "Wo wir den holen, schon am Samstag beim Rangdritten oder erst zum Saison-Kehraus vor eigenem Publikum gegen den KSV Baunatal, spielt keine Rolle." - Hinspiel: 3:0.

Türk Gücü Friedberg: Kröller (Özer), Takahashi, Dudda, Bartel, Aslan, Tesfaldet, Biber, Kohnke, Gürsoy, Toskovic, Bell Bell, Usic, Akkus Rodriguez, Miric, Erdogan (?), Özyürek, Mitrovic, Penava.

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